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07.12.2009, 12:36, Weltwoche online

Videokommentar vom 07.12.2009

«Devote Anbiederung von Journalisten an die Regierenden»

Eigentlich wollte Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel an dieser Stelle über die Kopenhagener Klimakonferenz reden. Erzürnt durch willfährige Interviews in den Sonntagszeitungen mit diversen Bundesräten, verurteilt er statt dessen erneut die Versuche der Eliten, das Ja des Volkes zum Minarettverbot zu hintertreiben.

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Mehr zum Thema:

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Kommentare von Weltwoche-Autoren am TV und in der Presse

Dossiers Direkte Demokratie, Islam und Meinungs- und Redefreiheit.


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Erschienen auf WELTWOCHE online, 07.12.2009
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Kommentare

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Christine Joos     15.12.09 06:52

Guten Morgen, D. S. "Alles steuert auf einen Konflikt zu".

Erstaunlich ist, dass Alle das Beste wollen. Einige das Beste für Alle und einige das Beste für ihr eigenes Land. Schon haben wir den Konflikt. Sich um die ganze Welt kümmern wollen, hat eine überaus arrogante, grössenwahnsinnige Komponente, die sich mit "Gerechtigkeit" rechtfertigt. Sich nur um sein eigenes Land kümmern wollen, hat die egoistische Komponente, die sich mit "realistischer Zurückhaltung" rechtfertigt.

Wir sind global tätig, leben aber lokal. Dabei wollen wir lokal gut machen, was wir global anrichten %?*!8$!?

Rainer Roth     14.12.09 23:50

@ carla kägi.

"Ich will mit meiner Meinung respektiert werden & nicht vom hysterischen Geschiebe um Macht & Einfluss einiger weniger irgendwohin verschoben werden, wo ich nicht sein will!"

frau kägi, sie nehmen mir die worte aus dem mund!
wieso reklamieren sie andauernd etwas für sich, was sie mir nicht zugestehen wollen? jede kritik am entscheid wird von ihnen als beleidigung am stimmvolk gewertet...

ah, und noch etwas. wann waren sie zuletzt in der französischen schweiz?

Carla Kägi     14.12.09 15:30

Die CH ist ein Land das aus vier verschiedenen Völkern gebildet wurde.

Die CH lebt seit je mit einem sehr hohen Anteil von Zugewanderten meistens problemlos zusammen.

Hinter der direkten Demokratie versteckt sich hier niemand, sie wird real seit langer Zeit praktiziert und hochgehalten.

Das CH-Volk hatte bis anhin noch keine Kontrolle nötig und braucht sie auch jetzt nicht.

Ich will mit meiner Meinung respektiert werden & nicht vom hysterischen Geschiebe um Macht & Einfluss einiger weniger irgendwohin verschoben werden, wo ich nicht sein will!

Reicht Ihnen das?

Sabrina Scherrer     14.12.09 13:43

@Christine Joos

Sie haben recht Frau Joos. Jedoch, ob es ausschliesslich eine Retourkutsche ist, wage ich zu bezweifeln. Es sehen jetzt wohl gewisse besonders extreme Kräfte innerhalb der Rechten DIE Chance gekommen, um hoffentlich schon mal die "eigenen Leute" darauf einstimmen zu können - die Stimmenden der anderen politischen Lager werden dann erst im nächsten Schritt "bearbeitet".

Rainer Roth     14.12.09 11:50

zu den "eliten". seien sie nicht so hart zu denen. die "eliten" halten die schweiz für ein tolerantes und weltoffenes land. und in diesem punkt täuschen sie sich, nicht? die schweiz ist nicht tolerant und weltoffen.
ich habe selber mehrere jahre gebraucht um mir das einzugestehen! ich sage es hier nochmal: wenn sie sich andauernd hinter irgendwelchen "zeichen" und der direkten demokratie verstecken und nicht klar ausdrücken was sie eigentlich wollen, müssen sie nicht erstaunt sein, wenn man sie nicht versteht!
und zum schluss noch eine frage: wer kontrolliert eigentlich das volk?

Carla Kägi     14.12.09 11:02

@Frau Joos,
Deswegen ist die Retourkutsche der SVP wichtig. Es muss jetzt klargestellt werden, dass auf der anderen Seite der Waagschale auch Gewicht drin ist! Die hängt schon seit geraumer Zeit (um im Bild der Waage zu bleiben) in ziemlicher Schieflage links 'runter. Woher sonst käme die realitätsferne Arroganz von dieser Seite? Jede Partei oder Regierungsform, die zu lange nicht in Frage gestellt, gefordert wird, wird arrogant, missbraucht ihre Macht & rutscht schliesslich unter Mitnahme des betroffenen Volkes ins Verderben, wie uns die Geschichte lehrt.

Christine Joos     14.12.09 07:33

Ja, Frau Kägi, das ist der Punkt: Die Ignoranz gegenüber dem Stimmvolk und die rechtliche Spitzfindigkeit. Sie sind der Auslöser für die neue Initiative. Ich hoffe jedoch, sie bleibt eine Drohung mit Wirkung im kritisierten Bereich.

Denn leider ist sie auf der gleichen Ebene anzusiedeln wie die des Club Helvétique: Eine Retourkutsche, dazu noch auf dem Buckel der Errungenschaft ethischer, menschenrechtlicher Grundsätze, die von allen schriftlich akzeptiert worden sind. Wäre der Mensch gut und wäre ihm zu trauen, könnte darauf verzichtet werden. Doch er ist es nicht.

Schönen Tag.

Dieter Schwarz     14.12.09 06:00

@Frau Joos: Ausgewogenheit wäre wirklich wichtig. Leider trifft man sie in der heutigen Zeit kaum noch an. Alles steuert auf einen Konflikt zu.
Ich denke nicht, daß die Mehrheit der Menschen radikal aktiviert wird. Im Gegenteil, die mehrheitlich bürgerlich ausgewogene Mitte wird durch lautstarke Aktivisten unterdrückt und politisch diktatorisch zum Schweigen gebracht.
Das Resultat ist hier in Deutschland die massenhafte Abwanderung von Fachkräften und Akademikern, die Ausdünnung der tragenden Mitte, die rasante Zunahme des Prekariats. Warum kommen wohl die Deutschen zu Ihnen in die Schweiz??

Carla Kägi     13.12.09 22:15

Man beachte unbedingt die Provokationen der Abstimmungsverlierer, die sich keine Sekunde lang überlegt haben, wie sehr sie die Abstimmungsgewinner mit ihren Äusserungen beleidigt haben indem sie in aller Öffentlichkeit den Maulkorb für das Volk diskutieren & die Völkerrechte und Menschenrechte müssen wieder einmal dafür herhalten etwas ganz anderes zu kaschieren: Die paranoide Phobie vor dem Volk unter der unsere "Eliten" wirklich zu leiden scheinen.
Es geht nicht darum das die CH V. - & M. Rechte verletzen könnte. Den "Eliten" geht es darum, dass sie evtl. vom Volk verletzt werden könnten.

Carla Kägi     13.12.09 22:03

Frau Joos,
"Nur diese unsäglichen Ansätze einiger Gruppierungen alles & jedes bis ins kleinste Detail auf völkerrechtlich paragraphische Richtigkeit überprüfen zu lassen & damit den gesunden Menschenverstand auszuhebeln, führte zu diesem Vorstoss."
Dazu rechne man noch die unsäglichen Beleidigungen gegenüber dem Stimmvolk, die dieses Ansinnen begleiten, vielleicht wird dann klar, warum die neue Initiativ-Drohung der SVP dermassen provokativ ausfällt. Diese Provokation ist nachvollziehbar & gehört zum Spiel.

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