Ausgabe vom 09. Mai 2012
- Alle Autoren dieser Ausgabe
- Hans Zippert
- Matthias Ackeret
- Rico Bandle
- Alex Baur
- Christoph Blocher
- Peter Bodenmann
- Henryk M. Broder
- Stefan Brändle
- Urs Paul Engeler
- Urs Gehriger
- Philipp Gut
- Peter Hartmann
- Pierre Heumann
- Hansrudolf Kamer
- Wolfram Knorr
- Andreas Kunz
- Kari Kälin
- Roger Köppel
- Christoph Landolt
- Barbara Lukesch
- Daniele Muscionico
- Christoph Mörgeli
- Franziska K. Müller
- Alex Reichmuth
- Peter Rüedi
- Kurt Schiltknecht
- Beatrice Schlag
- David Schnapp
- Florian Schwab
- Hildegard Schwaninger
- Mark van Huisseling
- Thomas Wördehoff
- Jürg Zbinden
- Kurt W. Zimmermann
Aktuell
- Bodenmann: Spottbillige Solarenergie *Marx und Engels bekommen recht: Der Kapitalismus zerstört alles, sogar die Atomenergie.
- Die Deutschen: Geiles Projekt *Was wollen die Piraten? Vor allem wollen sie nicht arbeiten.
- Im Auge: Blondinenkomplex *
- Ausland: Langsamer, aber stetiger Abstieg *Europa stimmt für Wechsel aller Art, doch sind diese mehr Schein als Sein. Die versprochene Politik ist von vorgestern. Europas Abstieg lässt sich so nicht aufhalten.
- Kommentar: Wer stoppt diese Frau? *Finanzministerin Widmer-Schlumpf vollzieht, was die Linke seit langem fordert: Die finanzielle Privatsphäre der Bürger soll nicht mehr geschützt sein. Widerstand bleibt aus.
- Sozialhilfe: Kein Grund zur Entwarnung *Die Erfolge im Kampf gegen den Fürsorgebetrug täuschen: Das Problem liegt weniger beim Missbrauch als beim ganz legalen Gebrauch eines üppigen Angebots.
- Kostenkontrolle: 227 842 Franken für den Einkaufstourismus *
- Medien: Siebenmal die Woche *Es ist Zeit, dass die Sonntagszeitungen auch an Werktagen erscheinen.
- Mörgeli: Bei Hunden setzt das Denken aus *
- Personenkontrolle: Riklin, Arbenz, Mörgeli, Hänni, Fasel, Grosse-Bley, Wiegand *
- Wirtschaft: Die Kunst der kleinen Tiere *Staaten sind nicht sehr anpassungsfähig. Deshalb sollten der öffentlichen Hand keine Aufgaben übertragen werden, die Privatunternehmen lösen können.
- Schweiz: Die Linken und die Ausländer *Jahrelang haben sie das Thema tabuisiert. Jetzt überbieten sich die Genossen mit Vorschlägen zur Einwanderungspolitik. Doch das neue SP-Migrationspapier zeigt: Ihre alten Ideologie hat die SP nicht überwunden. Das Grundproblem der offenen Grenzen wird ignoriert.
- Leserbriefe: Leserbriefe *
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet *
Hintergrund
- Aufstand gegen die Wirklichkeit *Frankreichs neuer Präsident François Hollande verkörpert die neue europäische Sehnsucht, aus der Sparpolitik auszubrechen und Wirtschaftswachstum durch mehr Staatsausgaben hervorzuzaubern. Wenn alles nur so einfach wäre.
- Begegnungen: «Herr Krenz, wird alles gut?» *Ein Besuch bei Egon Krenz in Ostberlin. Oder wie der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR nach Schaffhausen kam.
- Ich, ich, ich *Werden die Franzosen Nicolas Sarkozy bald vermissen? Fünf Jahre lang unterhielt er sie blendend. Gescheitert ist er nicht an seiner Politik, nicht an der Krise, sondern an seinem Charakter.
- Scheinwerfer aus *Sie heiratete Frankreichs mächtigsten Mann und hat jetzt einen Frührentner daheim. Kein Leben, für das Carla Bruni-Sarkozy je etwas übrighatte. Von Beatrice Schlag
- Im Dschungelcamp von «Chelski» *Eine Milliarde hat Roman Abramowitsch schon für einen Pokal verschleudert, der 15 Liter Champagner fasst. Roberto Di Matteo könnte ihn einschenken. Der Überraschungstrainer aus Schaffhausen steht mit Chelsea im Final der Champions League.
- Deutsche schlagen Schweizer *Hinter dem Schweizer Unbehagen an der Zuwanderung aus Deutschland steckt eine ungemütliche Erkenntnis: Auf dem Arbeitsmarkt übertrumpfen viele Deutsche die Schweizer. Weil sie besser und produktiver arbeiten.
- Die vergessene Eiszeit *Die Warnungen vor der Erderwärmung sind allgegenwärtig. Vor vierzig Jahren sahen Wissenschaftler ebenfalls eine Klimakatastrophe kommen – mit umgekehrten Vorzeichen. Es stehe eine globale Abkühlung bevor, hiess es damals. Die angeblichen Signale gleichen sich.
- Der Präsidentin kurze Beine *Ein klarer Antrag, ein fixes Ziel und viele fadenscheinige Versionen der Verschleierung: Wie Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf sich aus ihrem Plan herauswinden will, den Steuerbeamten den freien Zugang zu Bankdaten zu gewähren.
- Frehner im Schwitzkasten *Das Kunstmuseum Bern zeigte Fotografien, die der Zementhersteller Holcim in Auftrag gegeben hatte. Nach heftigen Protesten liess sich der Museumsdirektor Matthias Frehner dazu verleiten, die Zusammenarbeit mit Holcim als «Pakt mit dem Teufel» zu bezeichnen.
- «Ich weiche keiner Frage aus» *Egon Krenz, 75, war das letzte Staatsoberhaupt der «deutschen demokratischen Republik» (DDR). Heute lebt er als Rentner in Berlin. Dem kommunistischen Experiment trauert er durchaus nach. Die Schuld am Kalten Krieg und an der Berliner Mauer trage nicht die DDR. Von Matthias Ackeret
- Lob der Lehre *Professoren und Bildungspolitiker fordern einen höheren Anteil von Maturanden und Studenten. Die Lehre sei ein «Auslaufmodell». Zahlen und Fakten widersprechen dem Befund. Die Schweizer Berufsbildung bleibt ein Erfolgsmodell. Wer eine Lehre macht, hat gute Aussichten.
- Migrationslabor Marseille *Marseille ist im Begriff, die erste Metropole Europas mit einer muslimischen Mehrheit zu werden. Seit Jahren versucht die Stadtregierung mit einer Harmonie-Politik die Spannungen zu entschärfen. Das Experiment wird als Vorbild gepriesen. Doch unter der Oberfläche brodelt es.
- Im Extremfall Milliardenverluste *Windkraft auf dem Meer zählt zu den wichtigsten Energie-Hoffnungen. Auch die Schweiz investiert in sogenannte Offshore-Windparks. Doch deren Ausbau stockt. Es tauchen immer neue technische und wirtschaftliche Schwierigkeiten auf.
- Volkskunde: Grundsätzlich harmlos *Eine wissenschaftliche Gebrauchsanweisung für den Umgang mit Deutschen.
- Übers Bordell in den Sozialstaat *Die Personenfreizügigkeit sollte auch die Prostitution in geregelte Bahnen lenken. Theoretisch. In der Praxis herrscht ein rechtliches Chaos. Im Graubereich wird gemauschelt, was das Zeug hält. Und die Doppelmoral treibt bunte Blüten – wie eh und je.
- Bierdosen gegen die Redefreiheit *Wenn an der Uni Zürich die Direktorin des Währungsfonds spricht, pöbeln linksextreme Studenten ältere Zuhörer an, und Autonome werfen Rauchpetarden. Immerhin: Die Unileitung wehrt sich.
- Genosse harmlos *Im Nationalrat sitzt Cédric Wermuth in einer zweitrangigen Kommission. Dennoch spricht der frühere Juso-Chef auf allen Kanälen zu allen politischen Tagesfragen – weil kein anderer Genosse so viel von Eigenmarketing versteht wie das Rednertalent aus Baden.
- Abschied: Künstler und Patriot *Zum Tod von Walter Roderer.
Stil & Kultur
- Nachruf *
- Apropos: H. D. Thoreau *
- Abarth 500 C Esseesse: Ritt auf der KanonenkugelDer Abarth 500 C Esseesse mag ein getunter kleiner Angeber sein. Aber ihn zu fahren, ist sehr unterhaltsam.
- Sachbücher *
- Die Besten: Darauf fliegen wir *
- Fernseh-Kritik: Klapproth im Wahlfieber *
- Hochzeit: Ein richtiges Wunder *Die Sachbearbeiterin Loretta Severino, 36, und der Lagerist Italo de Nuzzo, 27, heiraten im August. Gemeinsam bilden sie den harten Kern eines Fanklubs: den ihrer Tochter Federica.
- Jazz: Ray Andersons Dschungelmusik *
- Weitere Filmstarts: Ziemlich verglast *Tim Burton, Gothic-Virtuose, verfilmte mit «Dark Shadows» einen Vampir-Jux aus alten TV-Zeiten.
- Neue Deutsche Welle *
- Literatur: Biedermann und Rebell *Hansjörg Schneider, Schöpfer der Hunkeler-Krimis, offenbart in seinem Tagebuch nicht nur sein seelisches Innenleben, sondern auch jenes des verlogenen Kulturbetriebs.
- Namen: Raus aufs Schloss, rein in die Stadt *Neue Jobs für die Hoteldirektorin Maria Büeler und den ehemaligen «Kronenhalle»-Chef Paul Senn.
- Meine Ehrung *Unser Kolumnist fährt an eine Veranstaltung, wo halbfette Namen ausgezeichnet werden. Ihm passiert etwas Ähnliches.
- Gesellschaft: Dunkle Triade *Von Beatrice Schlag - James Bond und die Einsichten der Wissenschaft.
- Thiel: Eine politisch korrekte Anzeige *Vom toleranten Opfer zum feigen Täter. Auf dem Polizeiposten.
- Unterhaltung: Der Barbier von Seldwyla *Der verstorbene Volksschauspieler Walter Roderer hat sich insgeheim ein Leben lang gewundert, dass ihn die Leute lustig fanden. Dass er sich gegen den EWR einsetzte, haben ihm seine Kollegen verübelt – mehr aber noch, dass er ein eigenes, erfolgreiches Tourneeunternehmen führte.
- Wein: Später Abschied *