Die Weltwoche
Ausgabe 46/09
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Angriff auf die Privatwirtschaft - Der Bund ist der grösste Preistreiber. Dass der gleiche Bund gegen die «Hochpreisinsel» vorgehen will, entbehrt nicht der Ironie. Die Swisscom als Lehrstück.
- Verkehr: Die Wegelagerer von Bern * - Die Camionneure hätten jahrelang widerrechtliche Abgaben zahlen müssen, urteilt das Bundesverwaltungsgericht. Der Schwerverkehr decke alle seine Kosten. Kein Verkehrsträger steht ökonomisch und ökologisch besser da. Der Bahnlobby gehen die Argumente aus.
- Medien: Geld regiert die Welt * - Der von Bundesrat Leuenberger per Konzessionsverweigerung geschlossene Radiosender Energy überlebt doch noch. Das Medienhaus Ringier kaufte sich eine Lizenz von einem lokalen Konkurrenten. Eine klare Niederlage für die Planwirtschaft aus Bern.
- Replik: Alte Klischees - Die Jesuiten haben sich nicht dem Zeitgeist angepasst, wie die Weltwoche behauptet, sondern die wahren Absichten ihres Gründers wiederentdeckt: Ignatius von Loyola dachte global, und nicht bloss europäisch.
- IV-Plakate: Welche Debatte? * - Die IV entfacht mit harmlosen Provokationen eine überflüssige Diskussion.
- Landesverteidigung: Maurer prüft Armee-Abbau - Eine Planungsgruppe arbeitet mit Hochdruck an Varianten zur Verkleinerung der Armee. Bis Weihnachten sollen die Vorschläge auf Ueli Maurers Pult liegen.
- Personenkontrolle: Largo, Girsberger, Vischer, Blocher, Widmer-Schlumpf *
- Bildung: Ganz ohne Leistungsdruck * - Die Weltwoche will, dass die Reichen reich bleiben und die Armen arm. Die SP nicht – deshalb müssen in der Schule die Hausaufgaben abgeschafft werden.
- Mauerfall: Reagans Diagnose war richtig - Der Kalte Krieg wurde nicht in Berlin entschieden. US-Präsident Reagan zwang die Sowjets an den Verhandlungstisch. Eine Erfolgsgeschichte, aber nicht nur.
- Wirtschaft: Nachruf auf den Dollar * - Der Wert des Greenback gegenüber dem Franken sinkt ohne Ende, was unseren Export schwächt. Die Schweizerische Nationalbank sollte Gegensteuer geben.
- 6 Fragen an: Reiner Eichenberger * - Der Ökonom ist gegen einen Mindestlohn von 3500 Franken, wie ihn der Schweizerische Gewerkschaftsbund via Volksinitiative fordert. So würden noch mehr ausländische Arbeitskräfte angezogen.
- Bodenmann: Untergangspropheten, bitte melden * - In der schwersten Wirtschaftskrise schreibt die Swiss nach wie vor schwarze Zahlen.
- Mörgeli: Karitativer Abzocker *
- Kostenkontrolle: Sorgen und Entsorgen mit dem Tram
- Medien: Wie in Monte Carlo - Unsere Medienpolitik ist so berechenbar wie Roulette, und der Croupier heisst Moritz Leuenberger.
- Leserbriefe
- Tessin: Vom Bundesrat verschaukelt * - Das Tessin und sein Finanzplatz stehen unter Druck. Der italienische Finanzminister will mit hemdsärmligen Methoden schwarzes Geld aus der Schweiz nach Italien holen. Bern leistet keine Hilfe. In Lugano fühlt man sich allein gelassen und ignoriert.
Hintergrund
- Frauen: Amors Waffen * - Ob Rache oder Langeweile, Karriere oder Kampf gegen Rivalinnen: Was wir immer schon vermutet haben, ist jetzt wissenschaftlich belegt. Sex ist eine Allzweckwaffe, die Frauen erstaunlich strategisch einsetzen.
- Lebenshilfe: Besser als Aspirin - Die erstaunlichsten Gründe, warum Frauen Sex haben.
- Wissenschaft: Vorteil Seitensprung - Auf welchen Männertyp stehen Frauen? Kommt darauf an, sagen Forscher, wie fruchtbar sie gerade sind.
- Klimadebatte: Schlimmer als zwei Weltkriege - Der britische Klima-Ökonom Nicholas Stern liefert Weltuntergangsszenarien, um den Kampf gegen höhere Temperaturen zu verschärfen. Jetzt regt sich sogar in der Fachgemeinde Widerspruch. Man wertet Sterns Diagnosen als massiv übertrieben und als kontraproduktiv.
- Geschichte: Mussolinis Muse * - Hinter dem «Duce del Fascismo» Benito Mussolini stand eine Frau, die ihn liebte und finanzierte und die den Faschismus miterfand: die eigensinnige jüdische Kunstkritikerin und Journalistin Margherita Sarfatti.
- Management: Hilf, Peter, hilf! * - In der Krise sind gute Ratschläge teuer, und so feiert der 2005 verstorbene Managementguru Peter F. Drucker an seinem 100. Geburtstag eine Renaissance. Mit verblüffenden Erkenntnissen.
- Robbie Williams: Trümmer aus dem Herrenhaus * - Dass der neue Robbie Williams so klingt, wie er klingt, ist dem genialischen Sound-Architekten Trevor Horn zu verdanken. Auf dessen aberwitzigem Landsitz bei London entstand eine Platte, die den 35-jährigen Williams mit neuen Eigenschaften zeigt: altersweise.
- Test Amazon Kindle: Das grösste Buch der Welt - Das elektronische Lesegerät Kindle von Amazon könnte die Bücherwelt revolutionieren wie iPod und iTunes die Musikindustrie. Unser Autor hat das Gerät ausführlich getestet und einige überraschende Entdeckungen gemacht.
- Noomi Rapace: Prinzessin Punk * - Bis heute kennt man die Schauspielerin Noomi Rapace nur in Schweden. Der Kinofilm «Verblendung» wird das ändern. In der Rolle von Lisbeth Salander spielt sie die berührendste Agentin seit Nikita: gewalttätig, beschädigt, düster und sehr sexy.
Interview
- Interview mit Ueli Maurer: «5000 Mann sind einsatzbereit» - Die Schweiz hat eine Rumpfarmee. Würde sie heute angegriffen, könnte sie sich nicht mehr verteidigen. Verteidigungsminister Ueli Maurer über das Chaos in seinem Departement, Ausrüstung, die man sich nicht leisten kann, und den Zustand des Bundesrats.
- Interview mit Bryan Ward-Perkins: «Wir sollten gewarnt sein» * - Die Frage beschäftigt die Historiker seit mehr als tausend Jahren: Warum ging das Römische Reich unter? Es sei nicht Dekadenz gewesen und nicht die militärische Gewalt der Germanen, sagt der britische Historiker Bryan Ward-Perkins, sondern einfach viel, viel Pech.
- Zur Person: Bryan Ward-Perkins *
Stil & Kultur
- Stil & Kultur: Heidis Feuchtgebiete *
- MvH: Meine Mädchen - Unser Kolumnist beschreibt Fussballer von ganz nah. Und Carl Hirschmann, aus der Nähe ebenfalls.
- Namen: Verhängnisvolle Mondfinsternis * - Die asiatische Klatschpresse befindet sich im Schockzustand: Das japanische Sauberfrau-Idol hat Drogen genommen.
- Im Gespräch: «Patricia Schmid ist jeden Penny wert» - Stefan Hottinger-Behmer ist Verleger des Luxus-Magazins Sein Heft stehe trotz der Krise gut da. Er wolle nichts Neues erfinden, sondern eine exklusive Alternative bieten.
- Luxus: Das bringt Sie in Champagnerlaune
- Auto: Grosse und kleine Gefängnisse * - Man muss nur einmal in einem Trabant gesessen haben, um zu wissen, dass der Sozialismus in die Sackgasse führt.
- Objekte: Einen Espresso, bitte schön - Mit einem Jura-Kaffeevollautomaten kommt schweizerische Freundlichkeit und Gründlichkeit in die Küche.
- Wein: Trinkig und hammerig *
- Apropos:: Schiller *
- Literatur: Lob auf die Gerüchteküche * - Ein amüsantes, kluges Buch erhellt den Klatsch. Der Autor, Redaktionsleiter von brigitte.de, weiss, wovon er spricht.
- Film: Armageddon war gestern * - Es geht wieder mal die Welt unter – aber so gigantisch wie in «2012» wars noch nie.
- Jazz: Der alte Mann und noch mehr *
- Thiel: Am Telefon - Moritz Leuenberger will am Samstagabend ins Theater am Hechtplatz. Vor der Kasse ist Stau. Wird das Ticket jetzt teurer?
- Roman: Finale * - Mike Keitas Aufenthalt in der Schweiz ist zu Ende. Sein Heimatland Guinea ist bereit, ihn aufzunehmen, und so kann seine Abschiebung endlich vollzogen werden. «Doppelpass», letzte Folge.
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet
- Hochzeit: Zögerliche Kernfusion - Die Sachbearbeiterin Diana Schär, 34, und der InformatikIngenieur Roger Leonhard, 28, haben im August geheiratet. Immer mit der Ruhe.
