Die Weltwoche
Ausgabe 27/09
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: 16 Wochen Selbstverwirklichung - Jasmin Staiblin, Schweiz-Chefin von ABB, hat ein Kind geboren und geht in den Mutterschaftsurlaub mitten in der schweren Wirtschaftskrise. Ist das verantwortungsvoll?
- Wirtschaft: Jung, faul und arbeitslos * - Bundesrätin Doris Leuthard will die steigende Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen – mit Millionen für Überbrückungsangebote und Praktika. Lehrmeister sehen das Problem bei den Jugendlichen, die vorzeitig ihre Ausbildung abbrechen und lieber vom Sozialstaat profitieren.
- Fall Schlatter: Ein schrecklich netter Querulant * - Das Schweizer Fernsehen präsentierte den Schaffhauser Psychiatrie-Flüchtling Erich Schlatter undifferenziert als Opfer sturer Behörden. Nun sitzt der angeblich harmlose «schräge Vogel» in Haft, weil er einen seiner Helfer erschlagen haben soll. Der «Fall Schlatter» wird zum «Fall SF».
- Frankreich: Barbaren vor den Stadttoren * - Entführt, gefoltert, wie ein sterbender Hund ausgesetzt: Dieses Ende erlitt ein junger Jude in der Pariser Banlieue. Der Prozess gegen die Täter findet ohne die Presse statt.
- Bundesrat: Das kleinste gemeinsame Übel - Die SP liebäugelt mit der FDP, die CVP ist isoliert, die Grünen artikulieren ihre Schwäche, und die SVP wartet. Verbleibt als Anwärter mit intakten Chancen: Fulvio Pelli.
- Essay: Unethische «Ethik» - Wirtschaftsethik ist zum Schlagwort geworden. Wirtschaftsethiker spielen Wirtschaft gegen Ethik aus. Ein Unsinn. Richtiges Wirtschaften ist immer auch ethisch.
- Personenkontrolle: Leuthard, Nause, Darbellay, Obama, Pelli *
- Die Deutschen: Wege zur Selbstüberschätzung * - Am Beispiel Iran beweist sich der Opportunismus der Friedensbewegung. Abenteuerliche Argumente und Wehleidigkeit prägen die Debatte.
- Interview mit Bani Sadr (lange Version): «Die Leute im Iran wollen eine zweite, demokratische Revolution» - Abdolhassan Bani Sadr, der erste Präsident der Islamischen Republik Iran (1979-81), hofft auf eine neue Revolution. Das herrschende System sieht er am Ende. Dem Westen rät er, sich rauszuhalten. Inklusive weitere Stimmen aus dem Iran.
- 8 Fragen an: Bani Sadr - Der erste Präsident des Irans nach der islamischen Revolution hofft heute auf eine weitere Revolution. Das herrschende System sieht er am Ende. Der Westen solle sich raushalten.
- Wirtschaft: Fantasievoller Beitrag * - Der bekannte Schweizer Publizist Roger de Weck fordert angesichts der Weltwirtschaftskrise einen neuen Kapitalismus. Die Replik des verärgerten Ökonomen.
- Mörgeli: Schrecklicher Richter *
- Bodenmann: Cargo Tube und Rapid-Express * - Neue Projekte in der Pipeline: Güterverkehr in die Röhre. Zürich–Bern in zwanzig Minuten.
- Wortkontrolle: «Rückfall ins Mittelalter»
- Medien: Do it yourself * - Frage der Woche: Warum arbeiten Chefredaktoren lieber für IWC und Coop als für Annabelle und Blick?
- Leserbriefe
Hintergrund
- Debatte «Homosexualität als Religion»: Handschellen in Rosarot - Schwule Tiere, schwule Offiziere, schwule Polizisten, Euro-Pride- und Gay-Paraden: Was als berechtigter Protest begann, ist zum schrillen Kult geworden. Neu werden auch Schulen bearbeitet, als «letzte heterosexuelle Bastion». Die Homosexualisierung der Gegenwart erreicht Rekordwerte. - Durch den Wiederabdruck dieses Texts in der «Welt» vom 17. Oktober 2009 ist in Deutschland eine lebhafte Debatte in Gang gekommen.
- Glauben: Kirche und Homosexualität * - Die Widersprüche der schwulenfeindlichen «grössten transnationalen Schwulenorganisation» der Welt.
- Adoption: Papi und Papi * - Sollen homosexuelle Paare Kinder bekommen oder adoptieren? Experten raten ab.
- Wirtschaftspolitik: Sonderfall ist abgebrannt * - Politische Fehlleistungen und Reformblockaden haben oft institutionelle Ursachen. Statt «Personenkontrolle» braucht es mehr Systemkritik. Die Hymnen auf den «Sonderfall» führen in die Irre.
- 3+-Chef Dominik Kaiser: Grenzenlos unbekümmert * - Mit der erfolgreichen Kuppelshow «Bauer, ledig, sucht . . . » hat der junge Privatsender 3+ den Monopolisten am Leutschenbach überraschend ausgebremst. Für den Gründer Dominik Kaiser ist das erst der Anfang.
- Archäologie: Heilige Gebeine * - Die katholische Kirche zeigt sich als Meisterin der Inszenierung: Papst Benedikt XVI. verkündete, man habe die sterblichen Überreste des Apostels Paulus entdeckt. Und alle Welt glaubt daran.
- Vincent van Gogh: Faule Ernte * - Das prominenteste Bild der Basler Van-Gogh-Ausstellung wurde nicht von Vincent van Gogh gemalt. Es ist wie andere in Basel gezeigte Gemälde eine Fälschung des Pariser Malers Emile Schuffenecker.
- Gesellschaft: Scheidung auf Italienisch * - Die Polemik um den alternden Satyr Silvio Berlusconi ist nur das Vorspiel zum Rosenkrieg mit seiner Frau Veronica. Ist damit auch seine Liebesgeschichte mit Italien beendet?
- Michael Jackson: «Tot ginge es mir besser» - Michael Jackson war lungenkrank, medikamentenabhängig und hatte Panik, an der neuen Konzerttour in London zu scheitern. Ob Selbstmord oder Herzstillstand: Dass seine Pillensucht ihn umzubringen drohte, war ein offenes Geheimnis.
- Pop: Peitsche im Nacken - Eine Ära ist zu Ende. Es wird nie mehr so etwas geben wie Michael Jackson. Zum Glück.
Interview
- Interview mit Max Haller: «Ungeheure Macht der Verwaltung» * - Die Beamten der EU sind die am besten bezahlten der Welt. Sie üben Macht aus – und werden kaum kontrolliert. Der österreichische Soziologe Max Haller hat die Mandarine untersucht. Sie sind nicht das einzige Demokratie-Problem der EU.
- Interview: «Die Atombombe führt zum Frieden» * - Martin van Creveld, einer der weltweit führenden Militärhistoriker, über die weibliche Lust am Krieg, effiziente Strategien gegen den Terror und die unnötige Angst vor der islamischen Bombe.
- Kurzbiografie: Martin van Creveld *
Stil & Kultur
- Stil & Kultur: Hüterin des Hohns
- Namen: Michael Jackson – unsterblich tot - Der «Big Boy» hatte überhaupt keine Chance, in der harten Welt der Mega-Deals zu überleben.
- MvH: Meine Avenue - Unser Kolumnist reist an den Sitz einer Weltfirma und trifft einen Weltstar. Der verrät ihm ein Geheimnis.
- Im Gespräch: «Stefanie Heinzmann klingt am schwärzesten» - Jubaira Bachmann, Musikchefin von MTV Networks, zum Tod von Michael Jackson, über schwarzen und weissen Hip-Hop und die peinlichsten Deutsch-Rapper.
- Luxus: Die Schönheit des Mannes . . .
- Audi A5 Cabrio 3.2 FSI Quattro: Goethes Wagen * - Auf der Fahrt von Berlin nach Weimar zeigt sich der wahre Charakter des Audi-A5-Cabriolets: Es wird zum Kulturgut.
- Wein: Schule der Geduld
- Objekte: Klick, klick, klick - Die neue Nikon D5000 ist eine passende Ferienbegleitung und macht sehr schöne Geräusche.
- Literatur: Melancholie der Raubtiere * - Philippe Jaccottet ist ein ebenso genialer Dichter wie Übersetzer. Nun liegt eine deutsche Ausgabe aktueller Werke des bedeutendsten Lyrikers der Romandie vor.
- Apropos:: Bauernmalerei *
- Jazz: Der Künstler als Odysseus
- Film: Glühwürmchen im Käfig - Eine ungewöhnliche Lovestory mit hohem Spannungsgrad: «Two Lovers».
- Theater: Marthaler kehrt heim *
- Pop: Aus Alt mach Neu * - Der Krautrock der siebziger Jahre hat viele Musiker beeinflusst. Das Tribut-Album «Brand Neu!» zeugt davon.
- Roman: Achtundvierzig Stunden * - Mike Keita hat in Kreuzlingen einen Asylantrag gestellt. Jetzt wartet er auf eine Entscheidung. Ohne sich allzu viel Hoffnung zu machen. «Doppelpass», Folge 32.
- Hochzeit: Man wächst zusammen - Die Arzthelferin Cornelia Pfäffli, 25, und der Polygraf Thomas Spinnler, 25, heiraten nächsten Frühling. Alles ist schon heute bis ins Detail organisiert.
