Die Weltwoche
Ausgabe 23/09
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Es braucht eine Schweizer Sezession - Verglichen mit dem Kulturfilz ist die SVP geradezu ein Muster an Vielfalt. Was die Kultur aber nicht nur sie braucht, ist eine schweizerische Sezession.
- Strategie: David gegen Goliath - Underdogs können überlegene Gegner besiegen. Wenn sie die Regeln brechen und härter arbeiten. Die biblische Geschichte von David und Goliath ist ein Lehrstück für die heutige Schweiz unter Druck.
- Bundesbern: Flut von Vorstössen * - Die Fraktionen klagen über zu viel Arbeit. Schuld daran sind die Politiker selber.
- Wissenschaft: Prof. Dr. Heckenschütze * - Christoph Mörgeli will Leiter des Medizinhistorischen Instituts an der Uni Zürich werden. Kollegen schiessen anonym gegen ihn. Aus politischen Gründen.
- Medien: Schwarze Schafe * - Reiche «überfremden» die Schweiz, schreibt der Tages-Anzeiger.
- General Motors: Was ich als Autozar lernte * - Die Geschichte zeigt, dass Regierung und Fahrzeugherstellung nicht zusammengehen.
- Personenkontrolle: Schwaller, Huber, Olibet, Müller, Waser, Lautenberg *
- Die Deutschen: Rabbis für die Berliner Republik * - Mit grossem Pomp werden in Deutschland wieder Rabbiner ordiniert. Ein Zeichen der Normalität? Nein. Nach wie vor sind Juden Exoten, die wie Freaks vorgeführt werden.
- 11 Fragen an: Ansgar Gmür * - Der Direktor des Hauseigentümerverbandes glaubt, dass weniger als die Hälfte der Vermieter die Mietpreise reduzieren werden. Es gebe eben eine Menge schwarzer Schafe.
- Replik: Rückständige Schweiz - Redaktor Alex Baur und BFE-Vize Michael Kaufmann liegen falsch: Wind und Sonne decken den Strombedarf.
- Mörgeli: Integration als Glaubensbekenntnis *
- Bodenmann: 15 Prozent mehr sind nicht genug * - Zu viele Spitäler, zu viele Apparate, zu viele Ärzte, zu teure Medikamente. Hier hilft nur eines: mehr Staat.
- Wortkontrolle: Erlebnispädagogik
- Medien: Könige der Abschreiber * - Heute entzaubern wir ein wenig den Traumjob der Journalisten, den Auslandskorrespondenten.
- Leserbriefe: Leserbriefe
Hintergrund
- Sozialwerke: Die 14,5-Milliarden-Lügen - Die drei Kernbotschaften der Propagandisten neuer Steuern für die Invalidenversicherung stimmen nicht. Das defizitäre Sozialwerk wird so nicht saniert, die AHV wird ruiniert, und die Steuer ist nicht befristet.
- Verbände: «Dümmster Augenblick» - Economiesuisse hätte die Mehrwertsteuererhöhung unterstützt, die Couchepin verlangt. Nun enthält sich der Spitzenverband der Stimme. Direktor Gentinetta erklärt, warum.
- Sozialreformen: Unerklärliche Leiden im Volksheim * - Schweden ist das Land der höchsten Invalidenquote. Mit scharfen Massnahmen will die Regierung die Misere bewältigen.
- Essay: Erleichterung des Abschieds * - CVP-Chef Christophe Darbellay hat die Debatte um die Sterbehilfe neu lanciert. Zu Recht, denn wir müssen lernen, auf lebensverlängernde Massnahmen zu verzichten. Eine Gesellschaft, die Gesundheit über alles andere stellt, ist auf dem Holzweg.
- EU: Kolosseum für Schnellredner * - Die EU-Bürger wählen ihr neues Parlament. Auch wenn sie sich ohne Zögern zu einem geeinten Europa bekennen: Mit der Scheindemokratie in Strassburg können sie weniger anfangen denn je.
- Roboter: Robo sapiens - Im Trainingslabor werden Roboter für den Alltag der Zukunft fit gemacht. Sie erweisen sich als erstaunlich lernfähig und zeigen sogar Gefühle. Forscher sind überzeugt, dass Maschinen bald als Altenpfleger, Butler oder Lehrer arbeiten.
- Gesundheitswesen: Scheinheilige Klagen - Wer zum Arzt geht, muss damit rechnen, dass er alles selbst bezahlt. Sechs radikale Vorschläge, die das Gesundheitssystem heilen würden.
- Alexander von Humboldt: Wenn die Wunder nicht aufhören * - Er entkam Jaguaren und Krokodilen, erklomm Vulkane und schluckte im Selbstversuch das Pfeilgift Curare. Alexander von Humboldt scheute bei seiner Expedition durch Südamerika keine Gefahr. Vor 150 Jahren starb einer der grössten Abenteurer der Welt.
- Wirtschaftskrise: Kleines Abc zur Finanzpleite - Wir schreiben das zweite Jahr der globalen Krise. Zeit für eine selbstkritische Analyse der Zeitenwende. Wie konnte die Blase überhaupt so riesig werden und platzen? Nüchtern betrachtet: Wir haben jeglichen Sinn für Risiken verloren.
- In sechs Schritten:: Der Weg in die Weltwirtschaftskrise
- Schreiende Tenöre: Ruinöse Männlichkeit * - Wer als Tenor ein Weltstar werden will, forciert seine Stimme oft bis zum Brüllen. Mit Folgen für die Gesundheit. Das Phänomen hat mit der Geschlechterfrage zu tun: Früher kastrierte man die Sänger. Noch heute fürchten Tenöre, als zu weiblich zu gelten.
- TV Show: Jay Lenos letzter Coup * - Siebzehn Jahre moderierte der Hüne mit dem mächtigen Kinn NBCs «Tonight Show». Jetzt ist David Lettermans ewiger Rivale abgetreten. Bald aber kehrt er zurück.
- TV Serie: Hip-Hop, Heiliger Krieg * - Die kühne US-Serie «Sleeper Cell» provoziert mit islamistischen Terroristen aus Europa – und zeigt sie nicht einmal unsympathisch.
Interview
- Interview mit Keyvan Imani: «Nette Worte reichen nicht» * - Der Iran warte auf konkrete Schritte Obamas, sagt Keyvan Imani, iranischer Botschafter in Bern. Die Schweiz könne eine wichtige Rolle spielen bei einer Annäherung an die USA. In Menschenrechtsfragen habe man einiges von unserem Land gelernt.
- Interview: «Ich bin ein Gourmand auf Fastenkur» * - Charles Lewinsky ist der produktivste Schweizer Schriftsteller und Schweizer Meister im Fach Unterhaltung; die Literaturkritik nimmt ihn erst seit kurzem ernst. Sein neustes Stück hat er für das Casinotheater Winterthur geschrieben, «Tie Break», eine Beziehungsgroteske.
- Biografie: Charles Lewinsky *
Stil & Kultur
- Stil & Kultur: Familienidyll *
- Namen: Reif für die Privatinsel * - Nach langer Durststrecke ist Johnny Depp in Hollywood zu viel Geld gekommen. Und zu etwas verspäteten Einsichten.
- MvH: L. A. Confidential - Unser Kolumnist reist in eine seiner Lieblingsstädte. Und erinnert sich dort an einen seiner alten Lieblingsbekannten.
- Jubiläum: Formel der Schönheit - L’Oréal wird hundert Jahre alt. Der grösste Kosmetikkonzern der Welt ist so jung geblieben, dass ihm eine blendende Zukunft sicher scheint.
- Luxus: Schokolade auf neuen Jeans
- BMW 325i Cabrio (Baujahr 1987): Unverschämter Klassiker * - Das 325i-Cabrio von BMW war das Yuppie-Auto schlechthin. Bis heute ist sein Minimalismus kultverdächtig.
- Wein: Ziselierter Hammer *
- Objekte: Der Rivale - Im Juni kommt das Google-Handy in die Schweiz. Endlich bekommt das iPhone echte Konkurrenz.
- Literatur: Die Vater-Karte - Ursula Priess arbeitet die oft sehr schwierige Beziehung zu ihrem berühmten Vater Max Frisch auf – mit seinen literarischen Mitteln.
- Apropos:: Enzensberger *
- Jazz: Trance durch harte Arbeit *
- Film: Heavy Metal - «Terminator Salvation» ist purer Gigantismus. Visuell betörend, inhaltlich weniger.
- Sachbuch: Deutsch für alle - Als ehemaliger Chefkorrektor der Weltwoche hat Max Wey den Fehlern ganzer Generationen von Journalisten den Garaus gemacht. Nun legt er ein amüsantes Buch zur Rechtschreibung vor.
- Antworten
- Roman: Kreuzlingen * - Mike Keita war schon einige Monate ohne Papiere in der Schweiz. Aber jetzt wollte er versuchen, an dieser Situation etwas zu ändern. «Doppelpass», Folge 28.
- Hochzeit: Über sieben Reishügel - Die Krankenschwester Britta Winkowski, 34, und der Unternehmer Daniel Bottignole, 31, heirateten letzte Woche. Es war eine spirituelle Fusion.
