Die Weltwoche
Ausgabe 22/09
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Sozialismus live * - Vertragszwang, Subventionen, Praxisgebühr: Das ist Symptombekämpfung. Die Krankenversicherung ist nicht zu retten. Das Obligatorium muss fallen. Der Markt eingeführt werden.
- Aussenpolitik: Stunde der Heuchler - Deutschland tritt als Hüter internationaler Verträge auf und kritisiert die Schweiz. Tatsächlich hat Berlin jahrelang EU-Geldwäschereigesetze nicht umgesetzt.
- Wirtschaft: «Linderung des Schmerzes» * - Die Krankenkassenprämien steigen rekordverdächtig. Mit welchen Folgen? Braucht die Schweiz ein drittes Konjunkturpaket? Ein Gespräch mit Jan-Egbert Sturm, Chef der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF.
- Einbürgerung: Schweizer Namen für Schweizer - Der Ständerat will eine freiwillige Helvetisierung von Namen bei der Einbürgerung nicht mal prüfen. Assimilation bleibt unerwünscht. Ein Fehler.
- Bildung: Kleiner Unterschied mit Folgen * - Die OECD legt eine Studie über die schulischen Leistungen von Mädchen und Knaben vor. Es zeigen sich grosse Differenzen. Man ist besorgt. Warum eigentlich?
- Schweiz: Gier in Bern - Plus drei Millionen: Die Parteien greifen tiefer in die Bundeskasse.
- Klimapolitik: Unheilige Allianz * - Firmen, Politiker und Wissenschaftler forderten auf dem Kopenhagener Umweltgipfel drastische Massnahmen — aus Eigennutz. Der «klimatisch-industrielle Komplex» wird zur Gefahr.
- Replik: Bagatellisierung der Gewalt * - Im «Fall Seebach» ist vieles schiefgelaufen. Der Freispruch und die Genugtuungszahlungen für die angeschuldigten «Täter» sind unhaltbar.
- Wirtschaft: Verlorene Unschuld * - In der Krise glauben selbst Ökonomen an das Falsche. Etwa an Konjunkturprogramme oder daran, dass man mit Regulierung Spekulationsblasen von morgen verhindern kann.
- Mörgeli: Stocker und die Schwarzarbeit *
- Bodenmann: Lieber Söldner haben als sein * - Fussballer sind Waren. Sie werden gekauft und verkauft. Das politisch schwarze Wallis feiert seine Stars.
- Wortkontrolle: Biodiversitäts- Monitoring
- Medien: Es knistert und riecht * - Wenn es den Journalismus nicht mehr gäbe, würden wir ihn vermissen?
- Leserbriefe
Hintergrund
- Essay: Bitte kopfrechnen! * - Die Schweizer Regierung rechnet mit den falschen Zahlen: Deshalb erkannte sie die Wirtschaftskrise zu spät. Deshalb droht sie die falschen Rezepte zu verschreiben.
- Partnerschaft: Weiblich, schön, erfolgreich sucht . . . * - Gutausgebildete Frauen zwischen 30 und 45 haben es zusehends schwer, einen Partner zu finden. Während eine Karriere Männer attraktiver macht, scheint bei Frauen das Gegenteil einzutreten. Die Emanzipation erweist sich als Bumerang. Was ist zu tun?
- Ständerat: Die Verwandlung * - Die kleine Kammer ist nicht mehr die gründlich und mit Mass argumentierende chambre de réflexion. Eilfertig segnet der Ständerat, Staatseingriffe meist verschärfend, bundesrätliche Vorlagen ab, fiebrig folgt sie populistischen Begehren.
- Experten: Der Zweifler * - Matthias Arnold gehört zu den ausgewiesenen Kennern Vincent van Goghs.
- Vincent van Gogh: Der echte und der falsche van Gogh - An der grossen Van-Gogh-Ausstellung in Basel werden mindestens zwei Fälschungen präsentiert. Die «Echtheitsgarantien» wurden von selbsternannten Experten ausgestellt, die trotz Gegenbeweisen an ihrem Urteil festhalten. Eine persönliche Forschungsbilanz.
- Deutschland: «Aus. Feierabend» * - Zu Hause auf dem Sofa mit Karl-Heinz Kurras, dem Mann, der 1967 den Studenten Benno Ohnesorg erschoss.
- Studentenunruhen: Eine bessere 68er Bewegung * - Wäre Kurras’ Stasi-Vergangenheit früher ans Licht gekommen, wäre die Geschichte anders verlaufen.
- Spionage: Ende eines Mythos * - Die Erschiessung des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 durch den Westberliner Polizisten Karl-Heinz Kurras radikalisierte die 68er. Jetzt stellte sich heraus, dass der Polizist ein Spion der DDR war. Der Fall zeigt, wie sehr die Stasi in die Bundesrepublik hineinregierte.
- Tamil Tigers: Das Erbe des Tigers - Der Führer ist tot, seine Armee vernichtend geschlagen. Doch die Strukturen der Tamil Tigers sind intakt. Seit Jahren ist die Schweiz ihre wichtigste Drehscheibe. Dank einer largen Terrorgesetzgebung bleibt sie ideales Terrain für die mit repressiven Methoden operierenden Rebellen.
- Adelsserie Folge 3: «Es ging sackgrob zu und her» * - Sie gehören zu den bedeutendsten Schwyzer Familien und erlangten als Söldner Weltruhm. Niklaus von Reding über seine liebsten Vorfahren.
- Schweizer Adel: Von Reding - Die wichtigste Familie des Urkantons Schwyz.
- Gilbert Gress: Kopf der Mannschaft * - Mit seinen Auftritten im Champions-League-Studio des Schweizer Fernsehens ist Gilbert Gress endgültig zur Kultfigur geworden. Hinter der Rolle des Fussballclowns verbirgt sich ein Besessener, der sich nichts mehr wünscht, als nochmals eine grosse Mannschaft zu trainieren.
Interview
- Interview mit Christoph Eymann: «Elternbriefe in siebzehn Sprachen» - Christoph Eymann, Erziehungsdirektor von Basel-Stadt, kämpft trotz Niederlagen an der Urne weiter für eine Vereinheitlichung des Schweizer Schulsystems. Die Situation in manchen Klassen und Elternhäusern sei dramatisch. Es brauche staatliche Zwangsinstrumente.
- Doping: Im Zweifel gegen die Angeklagte * - Der Prozess gegen Martina Hingis war eine Farce. Niemand konnte ihre Schuld je beweisen.
- Interview: «Ich habe nie etwas verheimlicht» * - Nach ihrer Dopingsperre hat sich Martina Hingis aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Interview spricht die ehemalige Nummer eins im Tennis zum ersten Mal seit dem dramatischen Ende ihrer Karriere über diese schwierigen Zeiten und ihr neues Leben.
Stil & Kultur
- Stil & Kultur: Heilige und Hure *
- Namen: Die totale Entzauberung * - Kate Moss ist das Übermodel schlechthin. Auch, weil sie immer schwieg. Jetzt ist sie drauf und dran, ihre Aura kaputtzumachen.
- MvH: Ich, das kleine Rad - Unser Kolumnist fährt zur Formel 1, wo er der Schnellste ist (bloss nicht auf der Piste). Und, tatsächlich, der Bescheidenste.
- Im Gespräch: «Frauen empfehlen wir grössere Messer» - Michael Bach, Geschäftsführer des Messer-Shops CeCo Ltd. in Biel, über die Vorteile von Keramik, perfekte Schneidebretter und das Problem mit Messerschleifern.
- Luxus: Stars aus «Psycho» und «Halloween» *
- Jaguar E-Type OTS (Baujahr 1970): Männerwitz für Autofeinde * - Der Jaguar E-Type kommt so phallisch daher, dass ihm alle Feministinnen zu Dank verpflichtet sind.
- Zu Tisch: Wie in Frankreich - Diesmal gehen wir nicht nur essen, sondern machen einen richtigen Ausflug.
- Wein: Süsse des Lebens *
- Literatur: Pfeil im Herzen - Gilbert Adair ist ein literarischer Alleskönner. In seinem neusten Kriminalroman, der im Berner Oberland spielt, übertrifft der Zauberer sich selbst.
- Apropos:: «Literaturclub» *
- Jazz: Geometrie der Gefühle *
- Film: Die Mode-Fee * - Das Leben der Coco Chanel wurde verfilmt. Aus dem saftigen Stoff ist ein putzig verklärtes Märchen geworden.
- Ausstellung: Komplize der Kunst * - Der Künstler Andreas Züst war auch ein grosser Sammler. Jetzt sind Teile seiner Kollektion erstmals zu sehen.
- Roman: Ein spontaner Besuch * - Tom Keitas Freundin Claudia möchte gern Karriere machen. Da ist es immer nützlich, wenn man sich mit den wichtigen Leuten gut stellt. «Doppelpass», Folge 27.
- Hochzeit: Am Anfang war das Schoggi-Ei - Die Einkaufsassistentin Sukey Chang, 30, und der Bankangestellte Mathias Adam, 31, heiraten im August. Eigenständigkeit bleibe zentral.
