Die Weltwoche
Ausgabe 21/09
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Eine Volksschule, die das Volk will * - Im Aargau ist eine umfassende Schulreform an der Urne gescheitert. Mit Auswirkungen auf die ganze Schweiz: Die Zeit bildungsbürokratischer Grossprojekte scheint abgelaufen.
- Einwanderung: «Man sagt nicht die Wahrheit» * - Die Ausländerpolitik droht ausser Kontrolle zu geraten. Trotz Krise ist die Zuwanderung ungebrochen. Bei den Kontrolleuren in den Kantonen wächst der Unmut. Die Kritik am Führungsstil von Bundesrätin Widmer-Schlumpf nimmt vernehmlich zu.
- Asyl: Einbürgerung in zwei Versionen * - Jahrelang lebt ein Singhalese mit falscher Identität in der Schweiz. Erst nach der Einbürgerung fliegt der Schwindel auf. Ein solcher Fall ist im Gesetz nicht vorgesehen.
- Steuerstreit: Berlin spielt auf Zeit - Steinbrücks Tiraden im Ohr, könnte man meinen, Deutschland möchte mit den «Steueroasen» schnell einig werden. Das Gegenteil trifft zu, wie sich im Fall Liechtenstein zeigt.
- Romandie: Obsessives Grübeln - Immer wieder wird in der Romandie das Wir-Gefühl beschworen. Minderwertigkeitskomplexe sind jedoch neuerdings überflüssig.
- Kultur: Wunderkind am Ende? - Der Schweizer Erfolgsregisseur Michael Steiner steckt in finanziellen Nöten. Sein Projekt «Sennentuntschi» läuft auf Grund. Die Beteiligten schieben sich die Schuld zu.
- Personenkontrolle: Bachofner, Thalmann, Bieri, Tschäppät *
- Die Deutschen: Rache der Geschichte - Endlich darf über Hitler gelacht werden. Jahrzehntelang hatte die Deutschen der Gedanke geplagt, auf eine Witzfigur reingefallen zu sein.
- Telekommunikation: Funkloch Liechtenstein * - Die Handy-Antennen-Gegner im Fürstentum bekämpfen mit Hochdruck die angeblich gesundheitsgefährdende Mobilfunk-Strahlung. Es droht der Rückzug der Netzbetreiber.
- Steuerstreit: Kein Vorrecht für den Staat * - Warum die deutsche Kritik an den Schweizer Steuergesetzen ins Leere zielt – und die schweizerische Kritik am deutschen Finanzminister auch.
- Mörgeli: 50 000 Franken sind zu viel *
- Bodenmann: «Chüngeli»-Politiker * - Investmentbanker erhalten schon wieder Lohnerhöhungen. Und niemand mag sich aufregen.
- Wortkontrolle: Work-Life-Balance sichern
- Medien: Kulturgeschichte des Spargelsalats * - Zeitungsredaktionen werden kleiner. Grösser wird darum die Hoffnung, dass Zeitungen besser werden.
- Leserbriefe
Hintergrund
- Porträt: Unter Deck - Doris Leuthard ist zuständig für die Bekämpfung der Krise. Es fällt auf, dass sie kaum etwas tut. Nicht aus Klugheit, sondern aus Verunsicherung. Ihr Charme stösst an seine natürlichen Grenzen.
- Steuerpolitik: Kulturrevolution im Bauernland * - Der Kanton Obwalden steht in der Kritik. Ausgerechnet wegen seiner Kreativität. Replik eines Nidwaldners.
- Konjunkturpaket: Angst vor der nächsten Blase * - Der Bundesrat bastelt an einem dritten, umfassenden Konjunkturpaket. Führende Ökonomen bezweifeln dessen Wirksamkeit. Es wäre ratsam, sich nicht von der internationalen Hektik anstecken zu lassen.
- Miss Schweiz: «Wir sind ein wenig neidisch» * - Sie wird nicht besonders stark wahrgenommen, Miss Schweiz Whitney Toyloy. Die 18-Jährige aus Yverdon vermutet, das liege an der Und hat dennoch ihre Liebe zu den Deutschschweizern entdeckt.
- Le Corbusier intim: Der nackte Wahnsinn - Der Schweizer Weltbaumeister Le Corbusier hat einen ganzen Berufsstand auf die schiefe Bahn gebracht, glauben seine Verächter. Und seine Verehrer halten ihn für heilig. Jetzt zeigt eine fulminante Monografie aus dem unveröffentlichten Nachlass, wie er wirklich war.
- Nachruf: Alles echt * - Jörg Zintzmeyer, Grafik-Pionier und Schöpfer der Schweizer Banknoten, ist tot. Ein persönlicher Nachruf auf den eigenwilligen Perfektionisten.
- Ernesto Moeri: Der Klimafreund - Sparlampen und kleine Autos sind gut und recht. Aber wenn wirklich etwas für das Klima getan werden soll, dann muss der Amazonas geschützt werden. Das sagt der schweizerisch-brasilianische Geschäftsmann Ernesto Moeri.
Stil & Kultur
- Stil & Kultur: Cherchez Truffaut! *
- Namen: Unternehmen Gisele * - Kein anderes Model hat je so viel Geld verdient wie sie. Keines war so clever. Und liebenswürdig ist Gisele Bündchen auch noch.
- MvH: Ich, der Mr. Fix It - Eigentlich ist es nicht der Job unseres Kolumnisten, Probleme grosser Unternehmer zu lösen. (Aber jemand muss es ja tun.)
- Im Gespräch: «Die Frau soll im Vordergrund sein, nicht das Make-up» * - Norman Pohl, Make-up-Artist von Dior, über die häufigsten Fehler beim Schminken, Männer mit gezupften Augenbrauen und wie man den perfekten Lidstrich hinbekommt.
- Luxus: Kleine, feine Augenwischerei *
- Mercedes SL 280 (Baujahr 1969): Cabrio von Kate Moss - Die Pagode von Mercedes ist mehr als bloss ein Auto, findet unser Autor. Sie sei sozusagen automobiles Kulturgut.
- Wein: Ätna parterre *
- Objekte: iPod für Bücherwürmer - Lohnt sich für Leute, die noch lesen, die Anschaffung eines elektronischen Buchs wie der Sony Reader?
- Biografie: Der kleine Bruder * - Jürg Acklin hat das Beste aus seinen familiären Verstrickungen gemacht.
- Literatur: Vertrauen ist gut, manchmal * - Der Psychoanalytiker und Autor Jürg Acklin nimmt seine eigene Biografie als Inspiration. Davon profitiert der Leser.
- Apropos: Paul Flora *
- Jazz: Musikalische Tiefbau-Architektur *
- Film: Flatter, flatter * - Ein Baby hebt ab. François Ozons «Ricky» ist einfach nur Quatsch.
- Pop: Herold einer Generation - Sein neues Album heisst «Relapse»: Rückfall. Eminem alias Marshall Bruce Mathers III hat gleich mehrere davon. Kuhn
- Roman: Schweizermacher * - Vereinspräsident Eidenbenz hat seinem Goalgetter Tom Keita vorgeschlagen, er solle doch Schweizer werden. Aber kann das so einfach sein? «Doppelpass», Folge 26.
- Hochzeit: Es geht auch ohne Romantik - Die Pflegefachfrau Jasmin Stihl, 21, und der Bauingenieur Raphael Acklin, 25, heiraten im August. Sie hoffen, ein immer besseres Team zu werden.
