Die Weltwoche
Ausgabe 13/09
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: 500 Jahre Missverständnis - Deutsche und Deutschschweizer verstehen sich seit langem nicht mehr, auch wenn sie fast die gleiche Sprache sprechen. Der Zorn über Peer Steinbrück steht in einer guten Tradition.
- Bundespolizei: Die «Tiger» tarnen sich jetzt als «Tigerli» - Die Bundeskriminalpolizei täuschte die kantonalen Polizeikommandanten über den wahren Zweck ihrer «Einsatzgruppe Tigris». Ausländische Anti-Terror-Spezialisten bildeten den Kampftrupp des Bundes aus.
- Italien: Krokodil gegen Haifisch * - Mit dem Zusammenschluss der italienischen Rechten hat Silvio Berlusconi seine Machtbasis gefestigt. Im TV-Geschäft bricht Rupert Murdoch mit Sky Italia erstmals die Monopolherrschaft des Cavaliere.
- Bundeshaus: Die Überläufer * - Im Trend: vom Journalisten zum Staatspropagandisten.
- Deutschland: Die andere Seite * - Seit Monaten geisselt der deutsche Finanzminister angebliche Mängel im Steuersystem der Schweiz – Absurditäten im eigenen Land blendet er aus.
- Die Deutschen: Kultur und Kohle * - Um das Volk ruhigzustellen, verspricht die deutsche Politik allerhand, was sie nicht halten kann. Da die Juden nicht zur Verfügung stehen, braucht es die Schweiz als Sündenbock.
- Personenkontrolle: Meier-Schatz, Lustenberger, Couchepin, Jost, Stöckling
- Wirtschaft: Flugjahre für Regulierer * - Die Finanzmarktaufsicht will mit mehr Paragrafen und Personal Risiken minimieren. Die Risikoanalyse einer Bank ist aber Sache von Management und Verwaltungsrat.
- Bodenmann: Reif für die Pension - Orientierungslos taumelt der Bundesrat durch die Krise. Höchste Zeit für einen Personalwechsel in Bern.
- Mörgeli: Indianer und Rothäute
- Medien: Statistik für Anfänger * - Die Friedhöfe mit den toten Blättern quellen über. Wir sind noch vergleichsweise lebendig.
- Wortkontrolle: Von «Steueroasen» und «Steuerwüsten»
- Leserbriefe
Hintergrund
- Privatfernsehen: Revolution im Wohnzimmer * - Laut, schrill, lustig, krank, brillant und provokativ – vor 25 Jahren sind Sat 1 und RTL auf Sendung gegangen.Die Programme haben das Fernsehen revolutioniert. Zum Jubiläum nennen wir 25 gute Gründe, warum die Privaten unser Leben bereichern.
- Wirtschaft: TV-Monokultur Schweiz * - Das Schweizer Privatfernsehen führt eine Nischenexistentz. Die SRG dominiert. Warum?
- Service public: «Ausbauen, sonst gehen wir unter!» * - Der ehemalige Fernsehdirektor Peter Schellenberg über Rosamunde Pilcher und die SF-Gebühren. Von Bettina Weber
- Essay: Willkür als Maxime - Der Kampf gegen staatliche Willkür ist die Raison d’être eines Rechtsstaates. Im Fall der Immunität von Lucrezia Meier-Schatz, Jean-Paul Glasson und Toni Brunner hat die Ungleichbehandlung der eidgenössischen Räte System.
- Patchwork-Familien: Aschenputtel der Gegenwart - Jugendliche aus Patchwork-Familien werden eher kriminell als Kinder, die in traditionellen Familien aufwachsen. Das belegt eine breit angelegte Studie der Universität Lausanne. Es stellen sich Fragen gesellschaftlicher und politischer Natur.
- Hugo Chávez: König im Märchenreich * - Hugo Chávez, Präsident Venezuelas, herrscht praktisch uneingeschränkt über sein Volk und den grössten Ölschatz der Welt. Mit dem Schmelz eines Operettensängers verzückt er die Wähler. In zehn Jahren hat er kaum ein Problem seines Landes gelöst, aber viele neue geschaffen.
- EDA: Am Tor zur Welt * - Aussenministerin Micheline Calmy-Rey kämpft für die Anti-Rassismus-Konferenz Durban II. Aber die Schweizer Diplomatie verhält sich erstaunlich passiv.
- Essay: Die Kleinen im Visier * - Die G-20 treffen sich zum Krisengipfel. Die Staatschefs wollen Hedge-Funds kontrollieren und Steueroasen trockenlegen. Das ist nur eine Übersprunghandlung. Sie sollten besser die Wirtschaft ankurbeln und den Welthandel beleben.
- Online-Medien: Der 800-Pfund-Gorilla - Die Republikaner hocken im Jammertal. Newsmax bietet ihnen eine Plattform. Das Portal ist die prominenteste Online-Stimme des konservativen Amerika. Trotz der Krise macht Gründer Chris Ruddy steigende Millionenumsätze.
- Affen-Karriere: Die Legende von Cheeta * - Jedes Jahr wird in Kalifornien der Geburtstag des angeblich «ältesten Affen der Welt» gefeiert. Leider stimmt das schöne Märchen von Tarzans Affen im Ruhestand nicht.
- Schweizer Popmusik: Ungespitzte Hunderternägel * - Schweizer Pop- und Rockbands sind auf dem internationalen Markt nicht konkurrenzfähig. Was sind die Gründe?
- Pop: «Die Qualität ist einfach ungenügend» * - Ivo Sacchi ist Chef von Universal Music. Er denke in erster Linie national. Die Schweizer hätten einen guten Musikgeschmack.
Interview
- Interview mit Peter Brabeck: «Ein Stück Schokolade mehr» * - Peter Brabeck, VR-Präsident von Nestlé, spricht über fehlende Schweizer Aktionäre, die bevorstehende Lebensmittelkrise und seine Rennauto fahrende Frau.
- Interview mit Helmut Berger: «Ich sah besser aus als Brad Pitt» * - In jungen Jahren galt er als schönster Mann der Welt. Er war der Geliebte von Visconti und wurde weltberühmt in der Rolle des Bayernkönigs Ludwig II. Schauspieler Helmut Berger über den «Strichburschen» Alain Delon, seine Selbstmordversuche und Arbeit als Therapie.
Stil & Kultur
- Stil & Kultur: Der Erreger
- MvH: MvH im Hotel - Ihr Kolumnist schläft für Sie. Dieses Mal in Vier-Sterne- Häusern in den Schweizer Bergen. Gute Nacht.
- Namen: Mit den Waffen des Glamours * - Vogue-Paris-Chefin Carine Roitfeld kann sich nicht recht für die US-Kollegin Anna Wintour erwärmen, gibt sich aber diplomatisch.
- Im Gespräch: «Das beste Model aller Zeiten war Linda Evangelista» - Ursula Knecht, Chefin der Zürcher Modelagentur Option, über Casting-Shows, Gisele Bündchens Einsamkeit und das Erfolgsgeheimnis osteuropäischer Models.
- Luxus: Retro in die Zukunft
- Porsche Carrera Cabrio (Bj. 1983-1989): Wie von Jil Sander designt - Die erste Liebe unseres Autors war der Prosche 911 von 1983. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
- Zu Tisch: Das Schöne daran - Bei einem Ausflug in den Aargau erleben wir die wohltuende Normalität guter Küche.
- Wein: Aschenbrödels Wein *
- Apropos:: Kunst ist käuflich *
- Literatur: Posttraumatische Träumereien * - Mit seinem gefeierten Roman «Niederland» hat Joseph O’Neill den literarischen Jackpot geknackt. Er erklärt der Welt Cricket und das menschliche Dasein im Zeitalter des Terrors.
- Film: Der Anti-Rambo - «Che» versucht die Revolutions-Ikone Guevara zu entmystifizieren – und erreicht das Gegenteil.
- Jazz: Französischer Walzertraum *
- Pop: Charme und Hormone - Pet Shop Boys, Peter Doherty, White Lies: Aus England kommt ein kräftiger musikalischer Schub.
- Roman: Fast eine Idylle * - Ohne Papiere und ohne Aufenthaltserlaubnis ist der illegale Immigrant Mike in einer ländlichen Schreinerei gelandet. Und könnte sich an die neue Situation beinahe gewöhnen. «Doppelpass», Folge 18.
- Hochzeit: «Dreihundert Gäste sind wenig» - Die Praxisassistentin Burçak Tuna, 19, und der Informatiker Ufuk Karaca, 23, heiraten im Juni dieses Jahres.
