Die Weltwoche
Ausgabe 01/09
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Und schon gar nicht anständig - Die Diskussion um einen Armee-Einsatz gegen somalische Piraten wird wieder einmal vom lockeren Umgang mit dem Kollegialprinzip überschattet.
- Asylrecht: Enttäuschte Immigranten, eitle Weltverbesserer * - Rund 150 Sans-Papiers besetzen seit zwei Wochen die Predigerkirche in Zürich. Angeführt werden sie von einer Gruppe linksextremer Schweizer, die jegliche Verhandlungsangebote ausschlagen. Der Präsident der Kirchenpflege befürchtet eine Eskalation.
- O-Ton: «Nur für Härtefälle» - Die Besetzer der Predigerkirche fordern «Bleiberecht für alle». Gemeint ist etwas anderes.
- Nahost: Wie ein zorniger Bulle - Die verheerenden israelischen Angriffe auf Gaza wurden von der islamistischen Hamas provoziert. Die Not der Bevölkerung dient den zynischen Extremisten als Propaganda.
- Die Deutschen: Auf die Gesundheit! * - Juristen sind in ihrem Benehmen an Standesregeln gebunden. Aber die Rüpel unter ihnen halten sich nicht daran. Und sie fühlen sich sichtlich wohl dabei.
- Personenkontrolle: Bichsel, Couchepin, Giezendanner, Rolex
- Wirtschaft: Staatliche Pille mit Nebenwirkung * - Swissair, Swisscom, Post oder Schweizerische Volksbank. Zahlreiche Beispiele in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Vater Staat als Grossaktionär versagt.
- 19 Fragen an: Claudia Fürst * - Die Kriegstetterin ist seit November Schweizer Meisterin in Natural Bodybuilding. Sie trainiert neunzig Minuten am Tag und schüttelt den Kopf über Fitness-Einsteiger, die sich stundenlang abstrampeln.
- Bodenmann: SVP-Heim in der Konkordanz * - In der Schweiz engagieren sich alle für die Konkordanz statt gegen die Krise.
- Mörgeli: Bewährungshelfer Couchepin
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Danke, 2008! *
- Medien: Und vergib uns unsere Schuld * - Das Schweizer Fernsehen entschuldigt sich unablässig. Das ist ein gutes Zeichen.
- Leserbriefe
Hintergrund
- Aussichten 2009: Aktien, Babysitter, Gelassenheit * - Es gibt ein Leben jenseits der Krise. Persönlichkeiten von Zürich bis Peking beantworten exklusiv die Frage, worauf wir uns 2009 trotzdem freuen können.
- Literatur: Im Minimum ein Meisterwerk - Sechs Bücher des kommenden Bücherjahres, mit denen Leser auf der sicheren Seite sind.
- Film: Turbo-Spektakel - Das sind die Kino-Highlights der Saison 2009.
- Gute Vorsätze: Mehr lächeln, nicht lächeln - Zehn Dinge, die man endlich tun sollte.
- Jörg Wolle: «Rückkehr der Vernunft» - Jörg Wolle, Chef des äusserst erfolgreichen Schweizer Unternehmens DKSH, über gute Nachrichten in der Wirtschaftskrise, die Stärken Asiens und die Lehren aus der Finanzmisere.
- Zur Person: Jörg Wolle
- FC Basel: Mehr Respekt * - Christian Gross ist der beste Trainer für den FC Basel. Eine Medienschelte.
- Fall Nef: Amtliche Desinformation * - Mit rhetorischen Tricks und irreführenden Daten täuschte die Zürcher Justizdirektion in ihrem Bericht zum Fall Nef die Öffentlichkeit. Im Visier hatten die Behörden auch den Polizisten, der die Affäre um den besessenen Armeechef publik gemacht hatte. Der Fahnder sollte desavouiert werden.
- Justiz: Schutz für Whistle-Blower - Alles weist darauf hin, dass der Polizist, der den Fall Nef durch eine Indiskretion auffliegen liess, im Interesse der Allgemeinheit handelte. Trotzdem läuft er Gefahr, bestraft zu werden. Ein neues Gesetz soll dies ändern.
- Informanten: Achtenswerte Beweggründe * - Sie deckten den BMW-Skandal beim Zürcher Sozialamt auf - und ruinierten damit ihre Existenz.
- Betrugsfall Madoff: Messer im Herzen * - Der Jahrhundertbetrüger Bernard Madoff suchte und fand seine Opfer oft in den vermögenden jüdischen Kreisen Amerikas. Jetzt, wo der Hochstapler aufgeflogen ist, macht sich in anonymen Blogs im Internet Antisemitismus breit.
- Finanzbetrug: Die Liste der Opfer * - Bernard Madoff nahm Gelder, wo er sie kriegen konnte: bei Banken, Pensionskassen, Stiftungen. Die Summen von A bis Z.
- Videogames: Der Spieler ist der Star - Videospiele haben sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt wie kein anderes Medium. Bereits erzielen sie höhere Umsätze als Hollywood-Produktionen. Die Filmindustrie versucht vom Boom zu profitieren und sucht die Zusammenarbeit mit den Game-Produzenten. Doch die intellektuelle Herausforderung der Spiele können Verfilmungen nicht erreichen.
- Circus Conelli: Solang die Musik spielt * - Der Circus Conelli sorgt alljährlich für romantischen Winterzauber in Zürich. Hinter den Kulissen geht es nicht ganz so beschaulich zu und her. Wer von den Erben sich durchsetzen wird, ist unklar.
- Gesellschaft: Die ewigen Buben - Sie sind zwischen dreissig und fünfzig und wild entschlossen, nicht erwachsen zu werden. Ihre Frauen und Freundinnen verzweifeln, die Soziologen rätseln: Will keiner mehr ein Mann werden?
- Aktmodelle: Streik der Musen * - Aktmodelle üben eine strenge Arbeit aus. Sie dürfen sich nicht bewegen und müssen trotzdem Emotionen ausstrahlen. In Paris haben die Aktmodelle nun gestreikt. Für einen höheren Stundenlohn. Vor allem aber für die Anerkennung ihrer Tätigkeit als Beruf.
Interview
Stil & Kultur
- Auftakt: Warten auf Finnisch
- Moderne Liebe: Mann in High Heels *
- MvH: Mein St. Moritz (Teil 1) - Unser Kolumnist berichtet von dem Ort, an dem jemand wie unser Kolumnist zurzeit natürlich sein muss.
- Namen *
- Trend: Lydia Hearst *
- Luxus: High Life im Schnee
- Im Gespräch: «25 bis 30 Krawatten sollte man schon haben» * - Horst Fetzer, der Kreative hinter dem Label Windsor Men, mit Sitz im thurgauischen Kreuzlingen, über Massanzüge, Herrenbeine und die drohende Inflation des Karomusters.
- Skoda Superb 2,0 TDI: Tschechische Schönheit * - Skoda macht robuste und gutverarbeitete Autos ohne Starallüren. Der neue Superb ist aber auch was fürs Auge.
- Wein: Lesen statt trinken *
- Zu Tisch: Die beste Armee - Der Koch sieht auf den ersten Blick etwas militärisch aus. Doch man speist bei ihm ganz ohne Achtungstellung.
- Objekte: Und es ward Licht - Die meisten technischen Geräte lassen Frauen kalt. Dieses hier nicht.
- Apropos:: Literaturführer
- Musik: «Mit verzweifelter Leidenschaft» * - Giacomo Puccini ist einer der erfolgreichsten Opernkomponisten. Dennoch achten ihn die Hohepriester der Zunft gering. Wo liegt der Fehler? Nicht bei Puccini.
- Film: Römer wie du und ich - Die zweite Staffel der «Rom»-Serie schliesst ein kühnes TV-Unternehmen beeindruckend ab.
- Jazz: Instant composing *
- Klassik: Narkotisches aus dem Operngiftschrank *
- Pop: Neujahrstrompeten * - Mit Anni Bass hält ein anderes Singen Einzug. Die Schweizerin könnte ganz Frankreich bezirzen.
- Roman: Homestory * - Offenheit ist etwas Schönes. Aber schwierig, wenn man etwas zu verstecken hat. «Doppelpass», Folge 6.
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet
- Zitate
