Die Weltwoche
Ausgabe 38/08
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Der trojanische Elch * - Die Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ist das Hauptthema des amerikanischen Wahlkampfs. Die Gouverneurin rührt an die empfindlichsten Bereiche der modernen Frau.
- Finanzkrise: Eine neue, bedrohliche Dimension - Die Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten und die Bankenzusammenbrüche in den USA erfordern eine Neuordnung der globalen Finanzmärkte. In der Schweiz ist ein klares Bekenntnis der Politik zu den Grossbanken vonnöten.
- Finanzsystem: «Verkommene Zockerbuden» - Der Ökonom Peter Leibfried sieht den Aufschwung erst im Jahr 2010 kommen.
- Investmentbanking: Neue Ordnung - Eine Schockwelle zwingt die Banken in die Knie. Welche Chancen bleiben der UBS?Von Peter Hossliund Claude Baumann
- Politik: Langnau macht sich schlecht - Das Eis brennt: Nach dem Weltwoche-Artikel über den Langnauer Millionen-Deal ums neue Eisstadion regieren Schweigen und Redeverbote.
- Fernsehen: Girlanden der Verehrung - Die «Arena» des Schweizer Fernsehens diskutierte über «Calmy-Reys Aussenpolitik». Vor dem Lächeln der Bundesrätin erlahmte jede Gegenwehr.
- Volksmusik: Der singende Wildhüter - Ruedi Rymann war der berühmteste Obwaldner, blieb aber stets bescheiden. Begegnungen mit ihm liessen erahnen, warum seine Lieder so erfolgreich wurden.
- Kultur: Grosse Gefühle - Das Theater findet zu den Tugenden zurück. Zum Beispiel in Hamburg.
- Asyl: Über Lampedusa in die Schweiz * - Die Asylgesuche steigen. Die Abschaffung des Rechts, in ausländischen Botschaften Anträge zu stellen, ist kontraproduktiv.
- US-Wahlen: «Es ist die Wirtschaft, Dummkopf» - Der amerikanische Wahlkampf lebt von unerwarteten Wendungen. Die jüngsten Börsenturbulenzen rücken Wirtschaftsfragen ins Zentrum der Debatte. Wer profitiert?
- Personenkontrolle: Schmid, Wasserfallen, Girod, Müller *
- Wirtschaft: Tödliche Krankheit - Ciba wird von der deutschen BASF geschluckt. Es ist der letzte Beweis, dass in der Teppichetage über Jahre Missmanagement herrschte.
- 13 Fragen an Bernhard Bueb: «Ein Verbrechen an Kindern» * - Der renommierte Pädagoge Bernhard Bueb hat ein Buch über Führung geschrieben. Was sind die Qualitäten eines guten Lehrers? Muss man Schulen privatisieren?
- Bodenmann: Mehr Staat, weniger Markt * - In der Krise greifen die neoliberalen Prediger des Marktes auf die Hilfe des Staates zurück. Weiter so!
- Mörgeli: Mein lieber Peter Rothenbühler *
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Die Schöne und das Biest *
- Medien: MSM made in USA * - Wir wollten in den Staaten guten Journalismus lernen. Doch die MSM sind noch schlimmer als bei uns.
- Leserbriefe: Zynismus in Entenhausen
Hintergrund
- Fotogalerie: Weltwoche-Kantonsserie - Die Bilder
- Staatskunst: Bereit fürs Militär? * - Das Schicksal könnte Sarah Palin zur Oberkommandierenden der US-Streitkräfte machen.
- Sarah Palin: «Hinterwäldlerisches Missgeschick» * - Sarah Palin schiesst Elche, ist gegen Abtreibung, gegen mehr Staat und für den Verbleib der US-Truppen im Irak. In ihrer Heimat findet man nichts davon ungewöhnlich. Wer ist die Kandidatin aus Alaska, die Barack Obama die Show stiehlt und heftig angefeindet wird?
- Interview John Nagl: «Wir müssen aus ihren Töpfen essen» - John Nagl hat die Strategie mitentwickelt, die im Irak die Wende herbeiführte. Nun arbeitet der Anti-Guerilla-Spezialist an einer Lösung für Afghanistan. Er empfiehlt Beratermissionen, Strassenwalzen und Fingerspitzengefühl.
- Zipi Livni: Manchmal lächelt sie sogar - Israels Aussenministerin Zipi Livni galt als eiskalte, unbestechliche Sauberfrau und vertrat die harte grossisraelische Ideologie gegen die Palästinenser. Im Wahlkampf um die Nachfolge von Premier Olmert zeigt sie sich plötzlich biegsam und offen gegenüber den Linken. Die Strategie ging auf: Liwni wurde am Mittwoch zur Chefin der Regeirungspartei gewählt.
- Die Achtundsechziger: Zwangsbefreiungen aller Art * - Gerne rühmen sich die Alt-68er für ihren noblen Kampf auf Seiten der Unterdrückten dieser Welt. Aber hinter dem Einsatz für die Frauenemanzipation oder die Befreiungsbewegungen verbarg sich oft eigennütziger Machismo, Diktatorenbewunderung oder notorischer Antisemitismus.
- Nachruf Klaus J. Jacobs: Teil einer Mission * - Klaus J. Jacobs Lebensweg hatte zwei Fixpunkte: der familiäre Anspruch, das Erbe zu erhalten, und seine globalen Ambitionen als Unternehmer.
- Otto E. Rössler: Begegnung mit dem Chaos - Der Biochemiker und mehrfache Nobelpreiskandidat Otto E. Rössler weiss, dass die Experimente im Genfer Cern zum Weltuntergang führen. Noch hört ihm niemand zu. Wer ihm aber zuhört, trifft in Tübingen einen radikalen Denker im Kampf gegen den Rest der Welt.
- Nordkorea: Der grösste Star heisst Kim Il Sung - Die Operettendiktatur Nordkorea ist eine der unzugänglichsten Gegenden der Welt. Der Schweizer Fussballtrainer Andy Egli verbrachte als Ausbildner zwei volle Monate im asiatischen Skurrilstaat. Tief beeindruckt kehrte er zurück.
- Kairo: Tödliche Affäre * - Ein gruseliges Drama bewegt die arabische Welt. Im Mittelpunkt stehen die Eskapaden einer Pop-Prinzessin und die Rache eines Multimilliardärs.
- Zürich: Dadaistischer Kulturkampf - Soll ausgerechnet in Zürich, wo alles begann, der Dadaismus enden? Dort entscheidet das Stimmvolk, ob es auch künftig die Miete für das Geburtsthaus der wirkungsvollsten modernen Kunstbewegung zahlen will. Für einmal irren die Subventionskritiker.
Interview
- Hans-Ulrich Wehler: «Ich hab knüppeln gelernt» - Der grosse Historiker Hans-Ulrich Wehler ist mit dem fünften Band seiner «Deutschen Gesellschaftsgeschichte» in die Kritik geraten. Die DDR sieht er als Fussnote der Geschichte, die Wirkung der 68er hält er für überschätzt.
- Zur Person: Hans-Ulrich Wehler
Stil & Kultur
- Stil & Kultur: Der Einsamkeitsästhet *
- Moderne Liebe: Eroberungen *
- Namen: Oprah Winfrey, Roger Federer, Katja Diethelm, Cool Britannia, Lauren Bush
- MvH: Mein Sommer - Unser Kolumnist war auf einer Sonneninsel, schon wieder. Und auf dem Zürcher Fest, bei dem es am schwierigsten war, eingeladen zu werden.
- Trend: Republikanischer Chic
- Luxus: Stopp: Rot!
- Im Gespräch: «Das Abendkleid muss wie ein Rahmen sein» - Wenn am 27. September die neue Miss Schweiz gewählt wird, tragen die Kandidatinnen wie immer Abendkleider von Lisbeth Egli. Die Luzernerin entwirft seit fünfzehn Jahren für die Miss-Wahl.
- Auto: iPod für die Strasse * - Man könnte den Toyota iQ als kleinsten Viersitzer der Welt bezeichnen. Aber das ist irgendwie nicht gross genug.
- Wein: Überlebenskünstler *
- Zu Tisch: Melancholie in Thun * - Früher setzte man auf Freikirchen, heute soll ein Gourmetstübli helfen. Da kann einem die Spitzenköchin leidtun.
- Objekte: Alleskönner mit Telefon - Nokias neues Telefon ist eine Multimedia-Maschine. Wir haben sie in Wien ausprobiert.
- Apropos:: Peter Carey
- Geschichte: Im Erinnerungswald * - Hans-Ulrich Wehler lässt im letzten Band seiner monumentalen deutschen Gesellschaftsgeschichte die DDR links liegen und bezweifelt die Verdienste der Achtundsechziger.
- Film: Alle für die Möchtegern-Wirklichkeit * - «Son of Rambow», eine Hymne auf die kindlichen Kinoträume.
- Jazz: Kunst des Zwischenraums *
- Klassik: Sofiens Welt *
- Pop: Bye-bye U2! * - Das Jahrzehnt hat seine grösste Stadionrockband gefunden: Kings of Leon aus Tennessee.
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet
- Zitate: Berner Zeitung BZ, Basler Zeitung, Blick
