Die Weltwoche
Ausgabe 16/08
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Aktuell
- Editorial: Abrüstung * - Ist es eine Krise der Kultur, wenn eine Bundesrätin zum Rücktritt aufgefordert wird? Unsinn.
- Kommentar: Hungeralarm * - Brot und Reis sind teurer geworden, die globalen Armenhäuser geraten unter Existenzdruck. Die Panik der Politiker vor Chaos und Revolte ist kopflos und unnötig.
- Medien: Szenen einer harmonischen Beziehung - Wie kritisch und objektiv berichten die Medien über Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf? Die Widersprüche ihrer Wahl werden beschwiegen, unangenehme Fragen vermieden. Selten war die politische Einseitigkeit der Branche offenkundiger.
- Bundesrat: Fanatischer Rachedurst * - Dass sich die SVP über die Abwahl Christoph Blochers ärgert, ist verständlich. Aber es ist Zeit, darüber hinwegzukommen. Die Partei muss in sich gehen.
- Deutsch: Die Besserwisser * - Sprachkritiker Bastian Sick hat seine Neider. So what? Gut ist er ja.
- US-Wahlen: Obama und die «Jacksonianer» * - Obama, der Favorit der Jugend, der Akademiker, der urbanen Oberklasse und der Europäer, kommt bei der ländlichen weissen Unterschicht nicht an. Wieso?
- Personenkontrolle: Widmer-Schlumpf, Rauch, Waldvogel, García * - Bündner SVP-Sektion war nicht immer so zimperlich – Isabel García konnte sich nach einer Karriere in der Privatwirtschaft nicht an die Usanzen im Staatsbetrieb gewöhnen – Unterstützung von den Schriftstellerinnen und Schriftstellern der Schweiz für Bundesrätin Widmer-Schlumpf
- Italien: Macht der Gewohnheit - Zum dritten Mal haben die Italiener Silvio Berlusconi gewählt. Im Ausland wundert man sich. Der Cavaliere ist zur menschlichen Marke geworden.
- 10 Fragen an: Christoph Siegrist - Der «Meteo»-Moderator verrät, wie der Sommer wird, was von Bauernregeln zu halten ist, was mit den Gletschern passiert und ob man in zehn Jahren in der Schweiz noch Ski fahren kann.
- Wirtschaft: Historische Konstante * - «Diesmal ist alles anders», jammern die von der Kreditkrise überraschten Anleger. Die Wahrheit ist: Finanzblasen gibt es, seitdem es Geld gibt. Und sie laufen immer gleich ab.
- Bodenmann: Die Geschichte als Farce * - Die Bundesratswahlen 1993 und jene von 2007 werden nun verglichen. Was ist tatsächlich gleich – und was ist anders?
- Konkret: Wehret den Anfängern! * - Woran dachte wohl alt Bundesrat Rudolf Friedrich, als er schrieb, das Verhalten der SVP in Sachen Widmer-Schlumpf erinnere ihn an allerlei üble Vorbilder?
- Medien: Gehen wir offen miteinander um * - Bill Gates, Rudolf Friedrich und Luqman Arnold wissen, wie es geht. Wenn sie wieder einmal in der Zeitung stehen wollen, schreiben sie einen offenen Brief.
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Integration – aber richtig! * - Adromina – Planet der Lust
- Namen: Von Priscilla Presley bis Roger Schawinski * - Priscilla Presley – Karl Alpiger – Carl Hirschmann – Keeley Hazell – Roger Schawinski
- Moderne Liebe: Frau aus der Juristensicht * - Erblinden Männer, wenn sie vor einer Frau sitzen, oder schauen sie unterschiedlich?
- Nachruf: Anna Michaltschuk und John A. Wheeler - Anna Michaltschuk (1955–2008), Künstlerin, Putin-Kritikerin, und John A. Wheeler (1911–2008), Physiker, Atombombenbauer
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet * - Darf man sein heissgeliebtes und vielbeachtetes iPhone zum Tausch für zwei Euro-08-Tickets anbieten? Olivier Dinichert, Bern
- Mode-Business: Schalk und Kraft * - Wie ich Tom Ford nach Zürich holte.
Hintergrund
- Tom Ford: «Knöpfen Sie Ihr Jackett wieder zu» - Tom Ford, als Gucci-Designer zum Mode-Superstar aufgestiegen, ist zurück. Letzte Woche eröffnete er in Zürich seine erste Boutique für Luxus-Herrenbekleidung in Europa. Und erteilte dem Weltwoche-Journalisten eine Lektion in Stil.
- Biografie: Meister des Zeitgeistes * - Der Texaner Tom Ford wollte Architekt werden, bis er merkte, dass er jedes Haus wie ein Kleid baute.
- Anti-Rassismus-Gesetz: Wächter der richtigen Gesinnung * - Was gut gemeint war, kommt nicht gut: Das Anti-Rassismus-Gesetz ist zu einem Instrument der Abstrafung politischer Gegner und ungewollter Meinungen geworden. Medien und Justiz spielen willig mit. Echte Rassisten trifft die Strafnorm kaum.
- Justiz: Im Fadenkreuz der Advokaten * - Politische Debatten werden an die Gerichte delegiert. Von diesem Trend ist auch die Weltwoche betroffen.
- Nestlé: Brabecks nächste Mission - Nestlé hat seine Spitze neu geordnet. Optikspezialist Alcon wurde für eine Rekordsumme verkauft. Die wichtigste Frage aber muss Peter Brabeck noch beantworten: Was tun mit dem Kosmetikkonzern L’Oréal? Die beiden Riesen passen eigentlich perfekt zusammen.
- Simbabwe: «Mr Mugabe ist böse» * - Ende letzten Jahres empfing Staatschef Robert Mugabe die südafrikanische Journalistin Heidi Holland in seiner Residenz in Harare. Ihr Fazit nach dem Gespräch: «Er schien sich als Opfer zu sehen.»
- Staatschef Simbabwes: Starrsinnig, einsam, gefährlich * - Als Robert Mugabe 1980 zum Staatschef Simbabwes gewählt wurde, galt er als Hoffnung für ein neues, freies Afrika. Heute ist das Land verwüstet, und der greise Mugabe klammert sich an die Macht. Die Tragik hat ihre Ursache auch in der komplexen Persönlichkeit des schwarzen Tyrannen.
- Robert Mugabe: Missionszögling * - Bei den nationalen Wahlen von 1980 ging der schwarze Guerillaführer und ehemalige Missionszögling Robert Mugabe als überwältigender Sieger hervor. Er errichtete in Simbabwe eine Einparteienherrschaft.
- Viagra: Lust auf Rezept - Seit zehn Jahren erfreut sich die Männerwelt an den blauen Viagra-Pillen. Ebenso lange wird schon nach einem Viagra für die Frau geforscht. Doch die weibliche Libido erweist sich als kapriziös.
- Kantons-Serie (8): Waadt - Betörender Zauber - Deutschschweizer sind von der Waadt ebenso begeistert wie grosse Schriftsteller. Die Waadtländer sind Meister der Integration und Liebhaber des Vereinswesens.
- Kantons-Serie (8) / Französische Uebersetzung: Le vrai berceau de la Suisse
- Nahrungsmittel: Gentechnik füllt die Mägen * - Der Hunger ist in die Schlagzeilen zurückgekehrt. Aufgrund von Bevölkerungswachstum und der Verarbeitung von Agrarprodukten zu Biokraftstoff sind die Nahrungsmittel knapp geworden. Will man die Erträge steigern, führt kein Weg an gentechnisch verändertem Saatgut vorbei.
Interview
- David Rockefeller: «Geld schafft ab und zu Probleme» - Der 93-jährige Milliardär David Rockefeller gehörte zu den mächtigsten Bankiers der Welt; er beriet Präsidenten und prägte die US-Aussenpolitik. Jetzt erzählt er aus seinem Leben und macht sich Sorgen über die Finanzkrise.
- Zur Person: Der Weltbankier * - Der letzte noch lebende Enkel des legendären Ölbarons John D. Rockefeller wird am 12. Juni 2008 93 Jahre alt. Geboren in eine der vermögendsten und einflussreichsten Familien Amerikas arbeitete sich David Rockefeller als Chef der Chase Manhattan Bank zu einem der mächtigsten Wirtschaftsführer der Welt empor.
Stil & Kultur
- Kultur: Erotik für Erwachsene * - Kylie Minogue ist wieder zurück auf der Bühne, nach vier Jahren Pause. Sie ist dem Tod von der Schippe gesprungen .
- Bücher: Bestseller und Apropos * - Bestseller: Belletristik und Sachbücher; Apropos: Talentierter Schüler
- Literatur: «Töte oder du wirst getötet» - Der südafrikanische Literaturnobelpreisträger J. M. Coetzee beweist in seinem neuen Werk, wie politisch Belletristik noch immer sein kann.
- Literatur: Lob des Unreinen * - Der Philosoph Kwame Anthony Appiah gibt uns in «Der Kosmopolit» einen Kompass für eine durcheinandergeschüttelte Welt in die Hand.
- Pop: Die süsse Killermelodie * - The Duke Spirit aus London gingen in die Wüste und kamen erquickt zurück. Und für die Schweiz punkten Little Bastard.
- Film: Der Rock-Zirkus - Mit «Shine a Light» dokumentiert Martin Scorsese die Rolling Stones in erbarmungsloser Nahaufnahme.
- Jazz: Vo Bärg u Tau * - Das Trio Depart präsentiert sein Opus 2 nach dem Comeback 2006. Viel Witz, kein Sauglattismus.
- Klassik: Musikalisches Opfer * - Seit 2002 lässt Roland Rasi, ehemals Manager des Bankvereins und heute Präsident von «Les Muséiques», in Basler Museen Musik machen.
- Stil: Agyness Deyn * - Was ist bloss so toll an Agyness Deyn, dass die Modewelt immer wieder in Superlativen über die Queen der Laufstege berichtet?
- Wein: Ein Enzyklopädist - Telmo Rodríguez ist so etwas wie ein Enzyklopädist des spanischen Weins, einer, der Terroirs sammelt wie andere Kunstobjekte.
- MvH: Meine neue Lockerheit * - Unser Kolumnist geht auf einen Event, den man auch kritisieren könnte als Journalist. Aber er findet ihn super.
- Auto: Das Beste in Frankreich * - Der neue Citroën C5 ist ein Wurf. Man nennt ihn den deutschen Franzosen.
- Zu Tisch: Aristokratenkalb - Der 40-jährige Bayer Peter Knogl kultiviert im «Cheval Blanc» in Basel eine bewundernswert transparente, aufs Maximum reduzierte und doch generöse Küche.
- Zu Fuss (2 Stunden, 30 Minuten): Betty wandert - Das Gehrezept der Woche schlägt die Felsenegg auf dem Albisgrat vor.
- Fragebogen: Dorothée Vogel * - Die Mode-Designerin ist ein Sonntagskind, mag den Gottschalk, aber nicht den Raab. Nicht wegen des Namens.
