Die Weltwoche
Ausgabe 13/08
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Aktuell
- Editorial: Calmy-Rey * - Alle Medien, die Calmy-Rey noch interviewen, diskreditieren dadurch ihre Unabhängigkeit.
- Kommentar: Das Chamäleon - Wird Barack Obama entzaubert? Seine jüngste Krise offenbart Schwächen. Grundsätzlich enttäuscht der Wohlfühl-Politiker mit Ideen aus der sozialistischen Mottenkiste.
- SBB: Weichenstellung im Tessin - Der anhaltende Skandal von Bellinzona ist ein Segen für das Land. Die Schweiz kann jetzt entscheiden, ob sie mit der Beamtenbahn weiterbummeln will.
- SBB: Linkisches Krisenmanagement * - Beim SBB-Streik fällt die Strategielosigkeit von Unternehmens- und Verkehrsdepartementsspitze auf.
- Personenkontrolle: Genner, Stocker, Schödler, Meier-Schatz * - Ruth Genner: Was gilt nun? – Sara Schödler: abenteuerliche Interpretation des Rechts
- Karriere: Mit Jean Ziegler in die Uno * - Der wendige Polemiker Jean Ziegler soll Menschenrechtsberater bei der Uno werden. Die Schweizer Empfehlung erstaunt. Der Genfer fällt durch Parteilichkeit auf.
- Bundesgericht: Vom Kosovo direkt in die Wohlfahrt - Ein IV-Rentner aus dem Kosovo sicherte sich geschickt zahlreiche Sozialleistungen. Die St. Galler Behörden wollten das Treiben beenden. Das Bundesgericht intervenierte.
- 11 Fragen an: Ernst Mühlemann - Der ehemalige FDP-Nationalrat und Aussenpolitiker verteidigt den Besuch von Bundesrätin Calmy-Rey beim iranischen Präsidenten Achmadinedschad.
- Die Deutschen: Die Endlösung * - Regelmässig kündigt der iranische Präsident die Auslöschung Israels an. Nun beruhigt eine renommierte Zeitung, der Präsident habe es gar nicht so gemeint.
- Wirtschaft: Der beste Weg zum Wohlstand * - Für die Schweiz war der Zeitpunkt noch nie so günstig, auf den Agrarprotektionismus zu verzichten. Eine spezielle Behandlung der Landwirtschaft drängt sich nicht auf.
- Konkret: Behagliche Nabelschau * - Die 68er betrachten ihre eigene Jugend mit erstaunlicher Altersmilde.
- Bodenmann: Comandante Lafo * - Der Schweizer Finanzplatz lebt von und mit den Steuerhinterziehern.
- Medien: Terror im Morgenmantel * - Die normalen Tageszeitungen haben dazu gelernt. Sie wissen inzwischen noch besser, warum ihnen ihre Abonnenten schon immer auf die Nerven gegangen sind.
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Rambazamba, Samba-Samba * - Das ist die 200. Fernsehkritik der reinen Vernunft – hurra!
- Namen: Von Nigella Lawson bis Raquel Alvarez * - Nigella Lawson – Michael Spycher – Roger Schawinski – Raquel Alvarez
- Moderne Liebe: Klub der erotischen Eremiten * - Das Konzept «Mann und Frau» ist etwas für Bastler.
- Nachruf: Paul Scofield und Gabriel París Gordillo - Paul Scofield (1922–2008), Schauspieler, Brite, und Gabriel París Gordillo (1910–2008), Ex-Diktator, Viehzüchter
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf man beim Drücken der «Apfel-Taste» ein Gefühl der Überlegenheit verspüren? Flavio Carrera, Steffisburg
Hintergrund
- Tsunami-Hilfe: Geisterdörfer im Niemandsland - Die von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey eingefädelte Tsunami-Hilfe der Schweiz in Thailand gilt als Vorzeigeprojekt. Recherchen der Weltwoche vor Ort zeigen: Viele Häuser stehen leer, Schulen und ein Gesundheitszentrum werden kaum gebraucht.
- Jean-Marie Weber: Der Mann mit dem Koffer - Jean-Marie Weber war der Geldbriefträger, der die Potentaten der Sportwelt bestach. Jetzt steht der Freund von Joseph Blatter vor Gericht. Beim Kaffee bricht er das Schweigen.
- China: «Klare Indizien für eine Überhitzung» * - Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts, ist überzeugt, dass die China-Blase nach den Olympischen Spielen platzen wird. Schweizer Firmen sollten bereits jetzt auf neue Märkte ausweichen.
- Erziehung: «Sprich nicht so!» * - Der Psychologe Allan Guggenbühl über den Sinn von Sexualunterricht in der ersten Klasse.
- Sexualkunde: Zeitalter der Aufklärung - Sexualkunde wird in der Schule immer früher betrieben. Schon Erstklässler wissen über Tampons und Penetration Bescheid. Und verstehen oft nur Bahnhof. Der Grund für die zeitige Aufklärung: die «Fick dich»-Sprache der Kleinen und der Kinderschutz.
- Udo Lindenberg: «Auch die Seele hat nun Patina» * - Er ist der Adriano Celentano Deutschlands. Er hat den Jazz der Fünfziger, die Flausen der Sechziger, das Nervenkostüm der Siebziger und das Langzeit-Star-Geheimnis für alle weiteren Jahrzehnte. Ein Gespräch mit Udo Lindenberg.
- Geldschwemme: Ein Gespenst geht um * - Die milliardenhohen Finanzspritzen der Zentralbanken retten die Finanzinstitute und beruhigen die Anleger. Der Preis dafür ist hoch. Die Geldschwemme löst eine Teuerungswelle aus. Die Folgen: eine scharfe Rezession und die kalte Enteignung der Mittelklasse.
- Konjunktur: «Vorübergehende Blutspur» * - Das Börsenbeben schlägt sich verzögert auf die Wirtschaft nieder. In der Schweiz gibt es Krisenanzeichen.
- Finanzkrise: «Viele Europäer ignorieren, was noch alles auf sie zukommt» * - Für den amerikanischen Star-Ökonomen Nouriel Roubini ist die Lage der Märkte bedrohlich. Staatliche Interventionen hält er für richtig.
- Richard Branson: Urknall der Weltraum-Privatisierung * - Der Plan des britischen Multiunternehmers Richard Branson, Touristen ins All zu fliegen, nimmt Gestalt an. Doch nicht nur das: Der Weltraum wird zum Geschäftsfeld auch anderer privater Anbieter. Es locken angeblich gewaltige Umsätze.
- Tourismus: «Nasa-Windeln eingebaut» * - Der Schotte Will Whitehorn soll die hochfliegenden Pläne von Richard Branson realisieren.
- Miranda de Ebro: Hauptstadt des Kokains * - Jede fünfte Linie Kokain innerhalb der Europäischen Union wird in Spanien gezogen. Und im Norden des Landes gibt es eine kleine Stadt, wo gemäss einer Uno-Studie soviel gekokst wird wie sonst nur in New York. Willkommen in Miranda de Ebro.
Interview
- Sonbol Fatemi: «Ich bin die freiste Frau im Iran» - Sonbol Fatemi ist iranische Rallye-Meisterin, Zahnärztin und würde nie den Rennsport für einen Mann aufgeben. Der Regisseur Niko Apel hat über sie einen Film gedreht. In Paris sprach sie über Scheidung, Männerwitze und ihre Angst, im Gottesstaat alt zu werden.
- Zur Person: Königin der Strasse * - Sonbol Fatemi, 36, ist mehrfache iranische Rallye-Meisterin. Sie stammt aus der heiligen Stadt Maschad, wo sie ihre eigene Zahnarztpraxis betreibt.
Stil & Kultur
- Kultur: «Mein Herz ist mein Auge» * - Thomas Schmidheiny und Christoph Blocher verbindet eine tiefe Liebe: Sie sammeln seit Jahrzehnten Ferdinand Hodler.
- Bücher: Bestseller und Apropos * - Bestseller: Belletristik; Apropos: Matthias von Gunten
- Literatur: Wenn Schweizer Afrika retten wollen - Lukas Bärfuss hat einen glänzenden Roman über den Völkermord in Ruanda und die Schuld der Schweizer Helfer geschrieben.
- Pop: Rückkehr eines Monsters * - Die spätestens 2004 wegen rapidem Kurszerfall abgeschriebene US-Band R.E.M. wird neu wieder in Gold aufgewogen.
- Theater: Bündner Bestie - Bruno Cathomas ist das Gegengift zu Bruno Ganz und der Schweizer Schauspieler mit dem grössten Potenzial. Jetzt spielt er den Macbeth.
- Klassik: Schulmädchenreport * - Nino Machaidze singt an der Scala in Mailand in Puccinis «Trittico».
- Jazz: Cross-Country und Alpen-Blues * - Erika Stucky hat zwischen ihrer kalifornischen Kindheit und ihrer Schweizer Gegenwart den eigenen Ton gefunden: sehnsüchtig und traurig und wild und komisch.
- Stil: Ellen von Unwerth - Die in Paris arbeitende deutsche Fotografin Ellen von Unwerth hat ein fröhliches Lächeln.
- Wein: Durch die Nacht * - Château Labégorce-Zédé: Das rustikale, auch nach Jahren noch ziemlich kantige Kraftpaket hat einen beträchtlichen Reiz.
- MvH: Ich, der Freeloader * - Unser Kolumnist wird eingeladen und beschenkt. Richtig unprofessionell fühlt er sich deshalb aber nicht.
- Auto: Das Flüster-Rad * - Elektromotorrädern wie dem Enertia Bike gehören die Zukunft vielleicht. Schade, dass es kein Motorengeräusch dazu gibt.
- Zu Tisch: Gemütsleim - In Zürich schwärmen alle vom Wiener Schnitzel, das im kleinen, schmucken «Freieck» im Seefeld auf den Tisch kommt.
- Zu Fuss (5 Stunden): Zauber im Gelände - Überwindung der Stadt durch das Land: So lautet das Thema der Wanderung von Zollikofen bei Bern nach Krauchthal.
- Fragebogen: Roland Berger * - Der Unternehmer mag Spaghetti mit Knoblauch und wäre gerne ein italienischer Dirigent. Er ist sehr oft glücklich.
