Die Weltwoche
Ausgabe 49/07
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Aktuell
- Kommentar: Tektonische Verschiebungen - Blocher wird kaum abgewählt. Die Schweiz ist weiter nach rechts gerückt. Das fällt auf, wenn man einen Tag im neuen Parlament verbringt.
- Nahost: Dünne Fakten - Hat Iran die Atombombe aufgegeben? Zweifel sind angebracht.
- Klimagipfel: Sesam, öffne dich * - 15000 Klimaretter haben sich dieser Tage in Bali versammelt. Sie wohnen in Luxushotels und schaden der Umwelt. Von der Angst ums Klima lässt sich gut leben.
- Lateinamerika: Regime der Antipolitiker * - Bonapartisten, Protektionisten, Populisten: Von Venezuela bis Ecuador ist ein Diktator neuen Typs an der Macht. Er praktiziert den Staatsstreich von innen.
- Personenkontrolle: Couchepin, Meier-Schatz, Niederberger - Pascal Couchepins Rache – Lucrezia Meier-Schatz und das GPK-Subkommissions-Präsidium – Lukas Niederberger und das Doppelleben
- 9 Fragen: Walter B. Kielholz * - Vor 125 Jahren starb Alfred Escher vereinsamt. Nun erlebt der Wirtschaftspionier ein Revival. Mit grossen Gestalten tat sich die Schweiz schon immer schwer, sagt der Präsident der Credit Suisse.
- Schweiz: Avancen an den Zeitgeist - Der Historiker Jakob Tanner schreibt, das Modephänomen der «Swissness» besiegle den Untergang der «Sonderfall-Ideologie». Wahrscheinlicher dürfte sein, dass die Deutungsmacht der linken Intelligenz durch solche Diagnosen weiter schwindet.
- Volksmusik: Ruedi Rymann Superstar * - «Schacher Seppli» ist der grösste Schweizer Hit. Triumph der Authentizität oder des Kitsches?
- Konkret: Lichter löschen * - Wenn es um symbolisches Handeln geht, sind die üblichen Verdächtigen nicht weit.
- Bodenmann: Goldfinger Solarenergie * - Die Schweiz hat die Förderung alternativer Energien verschlafen.
- Am Ball: Gürkan Sermeter * - Er ist einer der meistunterschätzten Spieler in der Super League. Das ist die eine Erklärung, warum er beim FC Aarau Erfolg hat. Die andere lesen Sie hier.
- Die Liste: Trends * - Von «Kuriose Fortbewegungsformen» bis «Tragen von Unterhosen unter der Badehose»
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Abwasch 2007 (1. Teil) * - Silent Cooking. 3sat; Bauer sucht Frau. RTL
- Medien: Globale Gewichtsverlagerung * - Die morgendliche Kolportage nimmt überhand. Während wir den Verteilern von Gratisblättern geschickt ausweichen, denken wir ein wenig über die Globalisierung der Presse nach.
- Von Heinzmann bis Walder: Namen * - Stefanie Heinzmann – Sepp Trütsch – Marco Büchel – Marianne Cathomen – Marc Walder
- Moderne Liebe: Tom und das Ozonloch * - Das Singledasein geniessen oder männliche Wechseljahre überspielen?
- J. R. Cade und Roger Smith: Nachruf - James Robert Cade (1927–2007), Mediziner, Drink-Erfinder, und Roger Smith (1925–2007), General-Motors-Präsident, Filmtitelfigur
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf man braune Schuhe zu einem dunklen (schwarzen) Anzug tragen? Peter Mathoy, Zürich
Hintergrund
- Tatwaffe: Messerland Schweiz - Politiker und Medien ereifern sich – wieder einmal – über das Sturmgewehr. Gemordet, verletzt und geraubt wird in der Schweiz hingegen vor allem mit dem Messer. Zweifelsfreie Fakten wider die gezielt inszenierte nationale Hysterie.
- Geschichte: Waffenstarrend * - Seit Morgarten bewahren die Schweizer ihre Waffen zu Hause auf. Das kann sich nur eine Demokratie erlauben.
- Armee: Munitionsklau * - Ein Panzergrenadier erinnert sich an seine Dienstzeit in den achtziger Jahren.
- Mordfall: Grüne Gewalt * - Luis W., der Todesschütze von Höngg,war militanter Demonstrant mit Bezug zu den Grünen.
- Grossbritannien: Mr Bean in der Downing Street - Spendenaffären, abgesagte Wahlen, verschwundene Steuerdaten: Der britische Premierminister Gordon Brown wurde vom respektierten Schaffer zur Witzfigur. Die Konservativen stehen in Umfragen besser da als zu Margaret Thatchers bester Zeit.
- Schweizer Demokratie: «Äusserst bewaffnet, äusserst frei» * - Die Schweiz ist eine der erfolgreichsten Demokratien der Welt. Ihre Existenz beruht auf dem Prinzip der Selbstbestimmung. Die Eidgenossenschaft bleibt zahlreichen europäischen Pseudodemokratien überlegen.
- Viktor Giacobbo: Grossaktionär des Schweizer Humors * - Viktor Giacobbo ist der einzige Verwaltungsratspräsident der Schweiz, der öffentlich zugibt, ein Komiker zu sein. Damit gewinnt er auch in Wirtschaftskreisen Sympathien. Bald kehrt er nach fünf Jahren Pause als Satiriker ans Fernsehen zurück.
- Swiss Life: Einmarsch der Drückerkolonnen * - Erst wollte die Swiss Life zurück zu ihren Wurzeln, jetzt erhofft sie sich von wieselflinken deutschen Geldberatern Schwung in Osteuropa. Der grösste Schweizer Lebensversicherer sucht seine Bestimmung.
- Fotograf Platon: Die Wahrheit in zehn Minuten * - Der britische Fotograf Platon Antoniou, genannt Platon, gehört zu den gefragtesten Vertretern seiner Zunft. Es heisst, er habe einen sechsten Sinn für die Aura berühmter Leute.
- Fussball: Freut euch! - Der europäische Fussball ist erfolgreich demokratisiert worden. Die EM-Chancen der Schweizer sind intakt. Ökonomen sprechen von einem grossen «Glückszuwachs».
Interview
- Robert B. Laughlin: «Die Natur ist nicht logisch» * - Der Nobelpreisträger Robert B. Laughlin hält die Suche nach immer fundamentaleren Modellen wie etwa der Stringtheorie in der Physik für einen Irrweg. Er plädiert für Experimente, überprüfbare Thesen und praktische Anwendbarkeit.
- Zur Person: Der Wissenschaftsrebell * - Nobelpreisträger Robert B. Laughlin kommt an. Er kann gut reden und hat etwas zu sagen. Sein grosses Thema: Die Zeit der fundamentalen physikalischen Theorien sei endgültig vorbei. Es folge das Zeitalter der Emergenz.
Stil & Kultur
- Kultur: Der letzte Gladiator * - Überall dort, wo Jungs glaubten, sie könnten ihren Aufstieg zum Quartierhelden beschleunigen, indem sie etwas Tollkühnes anstellten, war Evel Knievel das Mass aller Dinge.
- Bücher: Bestseller * - Bestseller: Belletristik und Kinder- und Jugendbuch; Apropos: Kleiner Ritter Trenk
- Literatur: Blütenstaub der Verklärung * - Kinderbücher prägen stärker als alles, was später kommt. Und die besten altern nie. Eine ganz persönliche Favoritenliste des Literaturkritikers Michael Maar.
- Kinderbuchillustration: «Ich bin ziemlich unerwachsen geblieben, geradezu kindisch» - Niemand illustriert deutschsprachige Kinderbücher schöner als Rotraut Susanne Berner. Ihre erfolgreichen Wimmelbücher haben das Genre revolutioniert. Warum ist sie besser als andere?
- Pop: Von Pu bis Kindertrash * - Kinder sind Menschen mit mehr freiem Speicher. Daher gibt’s für sie die anspruchsvollsten Songs und Hörbücher.
- Film: Zauberlizenz * - Noch kaum je gab es so viele Fantasy-Filme für die Kleinen. Empfehlenswertes von «Der Goldene Kompass» bis «Terabithia».
- Jazz: Lozärn meets Brasil * - Peter Schärli, einer der eigenwilligsten Trompeter Europas, absolvierte einst die Jazz School Bern, die dieser Tage vierzig wird.
- Klassik: Warum der Prinz singt * - Die Zauberflöte für Kinder auf CD und im Opernhaus
- Stil: Der Totenschädel * - Überall springen einem seit einiger Zeit Schädel in die Augen.
- Wein: Mutter Courage * - Petite Arvine 2006, Provins «Maître de Chais»
- MvH: Weltstars in Zürich - Unser Kolumnist war an diesem Abend für die Ewigkeit mittendrin, natürlich. Aber irgendwie kam dann alles doch ein wenig anders...
- Auto: Der Kurvenflüsterer - Der BMW 525xd macht Spass, vor allem im Winter. Obwohl er doch so vernünftig sein soll.
- Zu Tisch: Von Totgesagten - Tommaso Vaglio will dem Restaurant «Barbatti» in Luzern resolut zu neuem Glanz verhelfen.
- Zu Fuss: Drei Pläne, ein Ziel - Sagenhafter Tiefblick hinab auf den tiefblauen Vierwaldstättersee.
- Roger Köppel: Tagebuch * - Russlands Wahlen. Die NZZ greift ein. Sturmgewehre und Demokratie. Der Papst. Matthias Matussek.
