Die Weltwoche
Ausgabe 26/07
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Aktuell
- Mansur Dadullah, Militärchef der Taliban: «Unser Kampf ist global» - Das Interview entstand am 7. Juni 2007 im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Geführt wurde das Gespräch von einem pakistanischen Journalisten. Es basiert auf einem Fragekatalog, den die «Weltwoche» dem Journalisten mitgegeben hat. Die Video-Aufzeichnung des Interviews (Dauer: 18’17’’) befindet sich im Besitz von «Weltwoche»-Mitarbeiter Sami Yousafzai.
- Kommentar: Schwindel als Staatsräson - Die EU gibt sich keine neue Verfassung, sondern einen neuen Vertrag, der fast alles bringt, was in der Verfassung stand, aber nicht so heisst.
- Banken: Fehlkonstruktion * - Die Zürcher Kantonalbank hat frühere Gutachten ignoriert.
- Herztransplantation: NZZ auf Abwegen * - Mit dem Teilfreispruch des Herzchirurgen Marko Turina im «Fall Rosmarie Voser» ist klar: Die NZZ am Sonntag hatte dem Arzt fälschlicherweise eine Absicht unterstellt.
- Terrorismus: «Hand in Hand mit Bin Laden» - Die Weltwoche hat den neuen Militärchef der Taliban aufgespürt. In einem exklusiven Interview droht Mansur Dadullah dem Westen mit neuen Angriffen.
- 11 Fragen: Boris Johnson * - Der Starjournalist und Tory-Politiker über den neuen britischen Premier Brown, den Klimawandel und den Sieg der politischen Korrektheit.
- Bundesfeier: Das Réduit der Frauen - Die grosse Heerschau der Frauen auf dem Rütli solle eine Demonstration werden für die Freiheit der Rede und für den nationalen Zusammenhalt, sagen die Protagonistinnen. Bewirkt hat die Aktion der Berufspolitikerinnen genau das Gegenteil.
- Bodenmann: Lafontaines Elektroschock * - Der Kapitalismus ist flexibler, als seine Befürworter und Gegner denken.
- Konkret: Die Rütli-Retter * - Wer rettet Hayek vor sich selbst?
- Medien: Hokuspokus verschwindibus * - Es ist selten, dass im Mediengeschäft über Nacht ein ganzer Markt verschwindet. Wir müssen also die parallele Geschichte von Facts und Cash bis zu den tröstlichen Schlusspsalmen nacherzählen.
- Chronik: Geheuchelte Demokratie * - Das EU-Parlament täuscht Demokratie vor, wo keine ist.
- Namen: Namen * - Victoria Hart – Martin Kall – Ségolène Royal – Luka Rakitic – Mok und Lai
- Mailbox: Lieber Ueli Steck * - Der Spitzenbergsteiger wird von einem Stein k.o. geschlagen, ein Medienereignis.
- Nachruf: Nachruf - Klausjürgen Wussow (1929–2007), Schauspieler, Chefarzt, und Edouard Brunner (1932–2007), Staatssekretär, Uno-Sondergesandter
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf ein Mann im Haushalt besser sein als eine Frau? Paul Thuile, I-Gargazon
Hintergrund
- Hillary Clinton: Die Auster - Als First Lady Amerikas kämpfte sie mit glühender Hingabe um die Ehre ihres Mannes. In ihrem eigenen Wahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten verströmt Hillary Clinton die Emotionalität einer Parkuhr.
- US-Wahlkampf: Warten auf Fred * - Welcher Kandidat wird Präsident? Die Republikaner sind verzweifelter als die Demokraten.
- Medien: «Das sind zwei, die einander lieben» * - Carl Bernstein über Hillary Clintons Kontrollwahn, ihre Beziehung zu Bill und faule Journalisten.
- Asylanten: Fluchtgründe ab Fliessband - Nach den Vorgaben der Asylrichter erfinden Kleinunternehmer Flüchtlingsgeschichten für ihre Kunden,
sie verschleppen systematisch Verfahren und tricksen den Rechtsstaat mit seinen eigenen Mitteln aus. Finanziert wird das einträgliche Geschäft durch den Steuerzahler. - Apple: Geniale Veredelung * - Apple bringt den neuen Wunderautomaten iPhone auf den Markt. Die Firma kündigt mit dem Handy eine Revolution an. Konzernchef Steve Jobs will zum globalen Cheftrendsetter avancieren. Das Rezept: Er bringt zur Vollendung, was andere erfinden.
- Kunstmessen: Lärmende Leere * - Kunstmessen versammeln reiche Männer und schöne Frauen. Und die Kunst, dürftige Ideen als Meisterwerke zu verkaufen.
- Schweizer Banker: Unter Generalverdacht * - Der Schweizer Finanzplatz erzielt Gewinnrekorde. Seine Attraktivität scheint ungebrochen. Dennoch nagen Skandale und Vorurteile am Ruf der Schweizer Banker. Es sind nicht nur Klischees.
- Posh Spice: Victoria Beckham geht nach Hollywood * - Sie sucht den Auftritt, seit sie sich erinnern kann. Im Juli zieht Victoria Beckham nach Los Angeles.
Um Amerika zu erobern, fehlt ihr aber das passende Lächeln. - Herbert Lüthy: Melancholie der Geschichte - Er schrieb meisterhaft, dachte messerscharf und immer gegen die intellektuelle Mode: Herbert Lüthy war einer der anregendsten Schweizer Historiker des 20. Jahrhunderts. Nun ist er wiederzuentdecken, mit Gewinn für die Gegenwart.
Interview
- SPD-Chef Kurt Beck: «Weder nach links noch nach rechts» - Die SPD ist in der Krise, und ihr Chef Kurt Beck unter Druck. Doch ein Kurswechsel kommt
nicht in Frage. In Deutschland gebe es eine Mehrheit für Mitte-Links, sagt er. - Zur Person: Schweizer Gemütlichkeit * - Seit Kurt Beck nicht bloss Ministerpräsident, sondern als Vorsitzender für eine kriselnde SPD verantwortlich ist, hat er ein ungeheures Pensum zu leisten. Dies scheint ihn aber nicht zu belasten.
Stil & Kultur
- Kultur: Gottesdienst für einen Guru * - Die Weltreligion hat ihren Mitbegründer verloren. Am letzten Freitag ist er im Alter von 75 Jahren verstorben: Bernd Becher, deutscher Fotograf. Becher-Schule nennt man, was er hinterlassen hat.
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Dirrrty Jobs * - Das Model und der Freak. Pro Sieben. Aeschbachers Sommerjob. SF 1
- Kunst: Experte für Gegenwart - Ein Spaziergang mit Gianni Jetzer, Kurator des Swiss Institute, zu Highlights der jungen New Yorker Kunstszene.
- Film: Heavy-Metal-Slapstick * - Keiner leidet unter dem Irrsinn der Grossstadt so wie Bruce Willis. Seine «Die Hard»-Filme sind Beweis genug.
- Film: Auf dem Rüttelsieb - Marc Forster, halb Deutscher, halb Schweizer, darf den nächsten Bond inszenieren. Er dürfte der Richtige sein.
- Pop-Tipps: Skurriler Naturkundelehrer * - Dominik Eulberg: heimische Gefilde. Jenny Owen Youngs: Batten The Hatches. Michael Fakesch: Dos. Black Cab: Jesus East
- Klassik: Die Angst vor dem Aufschrei * - Dirigiert Mariss Jansons die Sinfonien Schostakowitschs, wird ein Konzert auch mal gefährlich.
- Jazz: Letzte Worte - Die letzte CD des Tenoristen Michael Brecker ist kein larmoyanter Abschied, sondern eine Tirade gegen den Tod.
- De’ Medici: Frau Bertarelli, eine Göttin * - Die Feier des America’s Cup Management (ACM) war grossartig.
- Gender Studies: Ernst oder Che? * - Ernst Fritschi muss in einen Kinderfilm flüchten.
- Die Liste: Stillgelegte Bahnstrecken * - Strecken von Privatbahnen, die stillgelegt wurden. Von Rigi Kaltbad–Rigi Scheidegg bis Heerbrugg–Diepoldsau
- MvH: «Mr. Frequent Flyer» geht in Zürich aus * - Man sollte zum Essen eingeladen sein, aber nicht bis zum Schluss bleiben: Galerie-Eröffnung.
- Auto: Maybach für Unbescheidene * - Der Azure, das neue Cabrio von Bentley, ist mehr Kriegserklärung als Auto: zu gross, zu beeindruckend, zu luxuriös.
- Chez moi: Im Röstigraben * - Pierre-André Ayer gelingen im Fribourger Restaurant «Le Pérolles» betörende Kontraste.
- Zu Fuss: Das siebte Wunder (5 Stunden) - Unter den Wanderungen der letzten Jahre ist die von San Nazzaro nach Indemini eine der allerschönsten.
- Roger Köppel: Tagebuch * - Neue EU-Wirrungen. Operntragik in St. Moritz. Der Spiegel mit Schweizer Sonderausgabe. Direkte
Demokratie.
