Die Weltwoche
Ausgabe 47/06
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Aktuell
- Kommentar: Geschraubte Banalitäten - Das Ansehen des psychosoziopädagogischen Gewerbes ist nicht sehr gut. Zu Recht, wenn man die Stellungnahmen seiner Vertreter zur jüngsten Sexualstraftat betrachtet.
- Familienrecht: Ende der Dynastien - Der gemeinsame Nachname soll die Ausnahme werden. Im Zweifelsfall entscheidet die Frau, wie das Kind heisst. Eine schlechte Lösung ohne bessere Alternative. Einblick in das Labyrinth schweizerischer Gleichstellungspolitik.
- Wirtschaft: Landflucht * - Mit den rot-grünen Städten wendet sich Economiesuisse ab vom Land.
- Bildung: Rechtschreibung bleibt Glücksache - Der Schweizer Schülerduden steckt voller Fehler und schickt uns durchs sprachliche Neandertal: Ermittlungen zur schon wieder neuen deutschen Orthographie.
- Die Deutschen: Manifest Grössenwahn * - Die Intellektuellen wollen wieder einmal die Welt verbessern. Damit beweisen sie bloss Schamlosigkeit.
- Chronik: Pascal der Mindergeliebte - Pascal Couchepin ist der unpopulärste der Bundesräte. Das ist so unverdient wie selbstverschuldet.
- Asien: Erwachende Giganten * - Hu Jintaos Besuch bei Premier Singh soll ein Auftakt zur chinesisch-indischen Freundschaft sein. Rücken die beiden Staaten zusammen, wird dies das Weltgefüge erschüttern.
- Irakkrieg: «Sehr unglückliche Situation» * - Henry Kissinger glaubt nicht an einen klaren militärischen Sieg Amerikas. Sich jetzt davonzustehlen würde jedoch bedeuten, später wieder eingreifen zu müssen.
- Begegnungen: Tremolo des Realismus - Der frühere US-amerikanische Aussenminister ist der faszinierendste Intellektuelle unter den Wanderpredigern der Politik.
- Mörgeli: Kniefall in Kenia * - Nichts gegen politische Schaukämpfe, aber stellt das moralistische Getue ab.
- Bodenmann: Ablenkungsmanöver * - Christoph Blocher macht Exekutivpolitik und liefert seiner Partei die Stickworte für Angriffe.
- Medien: Beruf Empörungsexperte * - Wer regelmässig in die Zeitung will, sollte nichts von der Sache verstehen – sondern jederzeit zu spontaner Entrüstung fähig sein. Je entrüsteter, desto besser.
- Mailbox: Lieber Roger Federer * - Zur Würdigung der Leistungen von Tennis-Gott Roger Federer ist ein peinliches Ringen um den alles übertreffenden Superlativ im Gang.
- Namen: Namen * - Roy und Silo – Daniel Edwards – Peter-Franz Walter – Italienische Mathematiklehrerin – Paul Gascoigne – Liza Minelli, Ellen Barkin – Art Buchwald – Benjamin Tewaag
- Nachruf: Nachruf - Der Fussballprofi Ferenc Puskás (1927–2006) war einst die Personifizierung des modernsten Angriffsspiels, das die Fussballgeschichte gekannt hat.
- Darf man das? Leser fragen: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf man endlich finden, dass Pascal Zuberbühler ein guter Torwart ist? Fabian Schmid, Bern
Hintergrund
- Zürcher Sexualtäter: Pöbeln, kiffen, ficken - Hinter der mutmasslichen Vielfachvergewaltigung einer Schülerin in Zürich Seebach steckt ein Balkan-Problem. Statt sich zu integrieren, lassen albanische Jugendliche ihre Faszination des Verruchten hochleben und terrorisieren das Quartier.
- Jugendkriminalität: Statistischer Klartext * - Gewalt- und Sexualdelikte von Minderjährigen nehmen zu. Ausländer delinquieren häufiger als Schweizer.
- Strafrecht: «Einfach nur Feigheit?» * - Der ehemalige Zürcher Staatsanwalt Marcel Bertschi über Handlungsbedarf bei Eltern, Lehrern und Behörden.
- Jugendkultur: «Wer gute Clips hat, ist ein geiler Siech» * - Wie gelangen Pornos aufs Handy? Was ist zu krass? Ehemalige Buhnrain-Schüler und ihre Freunde erzählen.
- Ursachenforschung: Im falschen Film * - Auch Italien rätselt über Jugendliche, die ihre Sexualstraftaten mit Handys aufnehmen.
- Milton Friedman: Prophet des freien Marktes - Milton Friedman, der einflussreichste Ökonom der Gegenwart, interpretierte die Welt und veränderte sie. Erinnerungen an einen kleinen Mann, der an das ganz Grosse glaubte: Freiheit und Frieden für alle.
- James Bond: Der Autor, der sich neu erfand * - Ian Fleming glich James Bond in vielem: Er war Geheimdienstler, er zelebrierte den Luxus, er hatte unzählige Frauen. Der Thrillerschreiber war aber auch das Gegenstück seines Superhelden: ein ewig pubertierendes Herrensöhnchen, das weder das Leben noch sich selber liebte.
- Stadtgespräch: Bond in Zürich * - An die Premiere von «Casino Royale» in London ging die Queen. Und in der Schweiz?
- Der neue Bond: Ein erwachsener Mann - Pierce Brosnan war ein Smoking-Killer. Daniel Craig ist ein schwitzender Pitbull. Also einiges attraktiver.
- Partnerschaft: Reif fürs Zölibat - Sex wird überschätzt. Erst recht in der Ehe. Denn was bedeutet für verheiratete Frauen freier Sex? Die Freiheit, keinen Sex haben zu müssen. Doch es gibt eine einfache Formel für dauerhaftes Liebesglück.
- Wirtschaft: Tabula rasa * - Tiefere Preise, mehr Markt und weniger Vorschriften: Die neue Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard will das «Cassis-de-Dijon-Prinzip» einführen. Die Folgen sind womöglich schwerer, als sie denkt.
- Preispolitik: Die Kostenwahrheit * - Warum die Schweiz so teuer ist. Ein Kurzlehrgang.
- Kunst: Einmalige Bilder * - Rankin macht selbst seine Ausschussfotos zu Geld und Kunst.
Interview
- Ahmed Sheikh: «Sie klingen verbittert» – «Das bin ich» - Ahmed Sheikh, Chefredaktor des TV-Senders Al-Dschasira, hält die Lage im Nahen Osten für hoffnungslos. Daran – und an den dauernden Niederlagen gegen Israel – werde sich nichts ändern, solange die Araber bei ihren Regimen keine Reformen durchsetzen
- Zur Person: Nachrichten im Blut * - Ahmed Sheikh, 57, gehört zu den wichtigsten Meinungsmachern im Krisengebiet Nahost. Der gebürtige Palästinenser ist seit drei Jahren Chefredaktor beim Fernsehsender Al-Dschasira.
- Biografien: «Weisheit ist sowieso langweilig» - Dreimal war der Satiriker Tomi Ungerer klinisch tot – nun wird er 75. Trotz Krankheit arbeitet er auch jetzt an zehn Büchern.
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Jede Sekunde zählt * - «24 – Twenty Four V»
- Kulturpolitik: Kraftwerk der Gefühle * - Berlin betreibt drei Opern. Viel zu teuer für die Stadt. Aber eines der Häuser zu schliessen, kann sie sich noch weniger leisten.
- Film: Am Ende der Zeit - Weltuntergangsfilme haben Konjunktur. In «Children of Men» drohen weder Meteoritenhagel noch Klimakatastrophen. Der Menschheit fehlt der Nachwuchs.
- Pop: Blindflug auf Oahu * - Bezaubernd an The Last Town Chorus sind die Stimme der Sängerin und der irritierende Klang ihrer Hawaiigitarre.
- Jazz: Geniestreich ohne Verfalldatum * - Jazz Lab war eine kurzlebige Formation, die den Hard Bop mitbegründete. Ihre Musik ist eine Zeitmaschine.
- Journal der Gegenstände: Kommunikation heute * - Alle Bürger der Ersten und Zweiten Welt sind verbunden – über ein Stereo-Headset zur Internet-Telefonie.
- Gender Studies: Neues vom Hexer - Fritschi möchte die Hexen filmen.
- Die Liste: Sechs mal sechs * - Sechs Eidechsen, Quarks, Bushaltestellen, Nordwände, Söhne Ludwigs IV., Fliegen, Robben, Grillen, Russen
- Chez moi: Ohne grosse Worte * - Das Restaurant «Oliv» in Basel bietet gute Alltagsküche ohne grosse Worte. Dafür ist die Bedienung alles andere als alltäglich.
- Zu Fuss: Wo ist Bella? - Nach Guggenbühel über dem Bodensee
- MvH: Der Vorruhestand * - Zu Besuch bei Marius Müller-Westernhagen, dem erfolgreichsten deutschen Popstar der neunziger Jahre.
- Auto: Hört die Signale * - Den Porsche Cayenne Turbo S umgibt die Aura von Wohlstand und Kraft. Aber protestantisch diskret.
- Ich über mich: Ich über mich - Brad Pitt, Schauspieler, Sexsymbol und Familienvater: «Ehrlich gesagt, will ich nicht, dass die Leute mich kennen.»
