Die Weltwoche
Ausgabe 39/06
Blau markierte Artikel sind frei, jene mit * nur
registrierten Weltwoche-Abonnenten zugänglich
Editorial
Aktuell
- Kommentar: Marsch an den Hindukusch - Die Schweiz hat ein Interesse an stabilen Verhältnissen auf der Welt, militärisch dafür einsetzen will sie sich aber nicht, obwohl sie es könnte – ja, müsste.
- Schweiz: Der Aufstand der Bünzli - In der Schweiz gehört es zu den Privilegien der Privilegierten, vom Volk zurechtgewiesen zu werden. Analyse eines linken Debakels.
- Chronik: Bundesrat im Dopingrausch * - Mit schärferen Gesetzen und der Gründung eines neuen Amts will der Bundesrat den Kampf gegen das Doping intensivieren. Typisch für unsere Staatsschizophrenie.
- Wirtschaft: Der heilige Markus * - Er kassierte als Insider, er stritt ab, und er lügt weiter: Dreister als Alt-Swisscom-Präsident Rauh ist wohl kaum einer mit der Öffentlichkeit umgesprungen.
- Attentat: Schützenhilfe? - Ein restriktives Waffengesetz hätte Friedrich Leibacher auch nicht bremsen können.
- New York: Amerika den Kriech erklärt * - Nichts wird jemals wieder so sein, wie es war: Wanzen und Tausendfüssler, Ratten und Bakterien, Mücken und Zecken bedrohen die westlichen Werte.
- Die Deutschen: Abgeschlagene Köpfe * - In Berlin setzte die Oper ihr Mozart-Singspiel ab. Eine Szene hätte Muslime beleidigen können.
- Tatort: So wird’s gemacht * - Er missbrauchte seine Tochter, nun will er Therapie statt Gefängnis.
- Thailand: Gestrauchelte Demokratie - Die Militärs wollen die Herrschaft des Volkes retten. Doch wie sie das tun, irritiert den Westen. Gemach.
- Affäre Alex Frei: Wann der Spuck vorüber war - Widersprüche, Lügen und ein Zeitplan, der nicht stimmen kann: Bei der Fussball-EM in Portugal trickste das Schweizer Fernsehen die Öffentlichkeit aus.
- Findling: Heiliger Bimbam - Hillary Clinton, der Prediger und die Präsidentschaftswahlen.
- Mörgeli: Links liegengelassen * - Ein Wesensmerkmal der Linken ist, dass sie alles besser wissen, aber selten besser machen.
- Bodenmann: Es läuft wie geschmiert * - Immer mehr reiche Menschen wollen ein Appartement in den Alpen kaufen. Vielleicht bringt das absehbare Chaos intelligente Lösungen
- Medien: Der Duze * - Zu beobachten, wie Politiker und Journalisten bei Pizza sitzen, ist gewöhnlich sehr schweisstreibend. Immerhin: Neulich war’s für einmal nicht so klebrig.
- Mailbox: Lieber Mäni Weber * - Mit Mäni Weber ist der erste und vor allem der grösste Fernsehstar, den die Schweiz je hatte, gestorben
- Namen: Von Sibylle Nicolai über Matthew Barney bis Eva Longoria * - Sibylle Nicolai, Urs Schwarzenbach, Ingrid Mattson, Ali G., Werner Herrmann, Paris Hilton, Eva Longoria, Matthew Barney
- Nachruf: Jean Villain, Schriftsteller und Stasi-Spitzel - Jean Villain (1928–2006), Schriftsteller und Stasi-Spitzel, erreichte mit seinen Büchern Auflagen wie nur wenige andere Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts.
- Darf man das? Leser fragen: CDs, vor dem Verschenken kopieren * - Darf man CDs vor dem Verschenken auf den iPod laden
Interview
- Michael J. Gerson: «Wir schrieben wie auf Adrenalin» - Er ist der Kopf und auch der Bauch des mächtigsten Mannes der Welt: Michael J. Gerson, 42, verfasste alle Reden, die Präsident George W. Bush halten musste – bis zu drei pro Tag. Wie giesst man Gefühle in Worte, die jeder verstehen muss?
- Zur Person: Bushs innere Stimme * - Bushs Chef-Redenschreiber Michael J. Gerson (42) war bis zu seinem Rücktritt diesen Sommer der Lieblingsautor des amerikanischen Präsidenten, der Hauspoet, der dessen Begegnung mit der Geschichte in Worte fasste.
- «The Female Brain»: Und so denken Frauen - Eine Million Jahre nach Evas Geburt wurde das weibliche Gehirn endlich und erstmals erforscht: In dem Buch «The Female Brain» entschlüsselt die amerikanische Neuropsychologin Louann Brizendine, warum ihre Geschlechtsgenossinnen die Welt so gründlich anders sehen als Männer.
- Interview: «So ist es» - Die Soziobiologin Sarah Blaffer Hrdy empfindet das Buch als zu sexlastig. Lesen sollte man es trotzdem.
- Die Bertarellis: Im Namen des Vaters * - Sie kamen aus Rom und landeten in Genf, sie holten Wissen aus Israel und hatten den Papst an Bord: Die Geschichte der Bertarellis – Aufsteiger zu Pharmamilliardären, Aussteiger ins Segelgeschäft.
- Bürokratie: Die Thesenritter * - Nirgendwo wäscht eine Hand die andere so gründlich wie beim Nationalen Forschungsprogramm, NFP. Wie hier Staatsgelder vergeben werden, könnte in einem Lehrbuch für Vetternwirtschaft stehen. Und die Ergebnisse sind auch fragwürdig.
- Sozialwissenschaften: Die neue Erkenntnis * - Das einstige Gütesiegel «NFP» ist nur noch ein Feigenblatt für Inkompetenz.Das jüngste Beispiel.
- Grossbritannien: Einer, der das Richtige tut - Tony Blair war ein 5-Sterne-Regierungschef. Er konnte Probleme erkennen, analysieren und konsequent für eine Lösung einstehen. Wer immer auch den Thron des britischen Premiers besteigen wird, wird es nicht schwer haben – sondern sehr schwer.
- Sita Mazumder: Fräulein Wunder * - Sita Mazumder, 36, hat sechs schöne Gesichter. Eins davon gehört der brillanten Ökonomin, ein anderes, natürlich, dem Fotomodell. Dass eine solche Karriere manchem Schweizer Kollegen hochkommt wie Magenbrennen, erträgt sie – auch das noch – mit Humor.
- Vertrauen: Die Seligkeit des Gebens - Zahlt sich Vertrauen aus? Wirtschaftswissenschaftler der Universität Zürich starteten ein Experiment, bei dem einer, mehrere oder keiner profitierte. Reich an Erkenntnis sind nun alle.
- Auftakt: Kulturgut * - Marcel Reich-Ranicki, Jack Osbourne, Juliette Lewis, Michael Jackson, Ötzi
- Auftakt: Der Beppo ist immer der andere - Gutes Essen ist – wie auch eine Bach-Fuge – Luxus. So gesehen ist das «Lexikon der überflüssigen Dinge» schön alltagstauglich.
- Auftakt: Applaus * - Krimi: Vergessene Stimmen von Michael Connelly; Hörbuch: Gott schütze dieses Haus von Elizabeth George; Kinderbuch: Schneetreiben von Daniela Bunge
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Bad, bader, am badesten * - «Jazzkönig Bad Zurzach»
- Buch: Huere guet - Raquel Pacheco könnte die berühmteste Prostituierte seit Irma la Douce werden. Ihr «Tagebuch eines Freudenmädchens» verkauft sich noch besser als sie sich früher.
- Bestseller: Belletristik – Sachbücher – Hörbücher - Belletristik – Sachbücher – Hörbücher
- Film: Sturztrunkener Heldenschwank * - Die Stunde des Kummers war gross, als in New York die Türme fielen, keine Frage – aber: Darf ein Regiekoloss wie Oliver Stone deshalb hohl werden?
- DVD: Sympathie für den Godard - «Sympathy For The Devil»: Jean-Luc Godard und die Stones
- Klassik: Intim geworden * - Wie Brahms’ Klaviertrios von der Liebe erzählen.
- Belletristik: Ach, Jein * - Benjamin Kunkel beschreibt in «Unentschlossen» die Unfähigkeit, sich zu entscheiden. Lesen? Sofort.
- Sachbuch: Eine für alle - Der Weg der USA von der Supermacht zur Hypermacht und was das für das Land und den Rest der Welt bedeutet.
- Jazz: Klavierzeug * - Keine Übertreibung wäre übertrieben genug, Irène Schweizers Improvisationen in Lausanne zu loben.
- Pop: Verfluchte Liebe * - Und nun zu einer Band, die überhaupt nicht mit Coldplay zu vergleichen ist: Willkommen in unserem Herzen, Guillemots.
- CD-Tipps: International Pony, Yo La Tengo, Maximilian Hecker - International Pony: Mit dir sind wir vier; Yo La Tengo: I Am Not Afraid Of You And I Will Beat Your Ass; Maximilian Hecker: I’ll Be A Virgin, I’ll Be A Mountain
- Journal der Gegenstände: Skandinavien überall * - Was wirklich zählt auf dieser Welt, bekommt man auch für Geld: zum Beispiel ein faltbares Sieb.
- Die Liste: Bäume und Vögel der Schweiz * - Die häufigsten Waldbäume und die häufigsten Brutvögel der Schweiz. Von Fichte bis Hopfenbuche und von Buchfink bis Rauchschwalbe
- Gender Studies: Keine Hose ohne Dornen - Julias Mann weckt Zweifel an seiner Männlichkeit
- MvH: Die Feministin - Mit Popstars sollte man nicht über Musik sprechen, findet unser Kolumnist. Mit Jamelia spricht man etwa über ihren Hintern.
- Auto: Eine Art Car oder Identität und Differenz * - Der Titel dieser Kolumne gilt besonders für BMW auch umgekehrt, denn Motoren haben Künstlern viel zu sagen.
- Chez moi: Auge und Zahn * - Restaurant «Rathauskeller» in Zug
- Zu Fuss: Im Wadi Safi - Über den Safierberg
- Ich über mich: Ich habe ein Programm im Kopf - Tony Blair, Politiker, Rock ’n’ Roller, Neinsager
