Die Weltwoche
Ausgabe 16/06
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Editorial
- Intern: Editorial - Iran und sein Nuklearprogramm – das angebliche Foltercamp in Spanien – der Mathematiker Kurt Gödel würde am 28. April 100 Jahre alt
- Die Blogger: Die neue Macht der Meinung * - Man liest es zwar, doch glaubt es kaum: Seit 1999 ist die Zahl der persönlichen Online-Journale weltweit von vier Dutzend auf 30 Millionen gestiegen. In den USA sind Blogs schon die Nachrichtenquellen, an denen sich auch Weltblätter erfrischen – und Politiker verschlucken.
Aktuell
- Kommentar: Courant normal * - Das Kapital ist beweglicher als die Politik: Nach den Wahlen schaffen die Italiener ihr Geld wieder zu uns. Die Schweiz soll sich nicht einreden lassen, dies sei ihr Problem.
- Neidkultur: Gerecht so! * - Nicht Spitzenverdiener sind das Problem, sondern geistige Minusmänner.
- Leidkultur: Schräge Vögel * - Im Aufstellen von durchgeknallten Rekorden ist Malaysia Weltmeister.
- Findling: Zusammenschnitt * - Schönheitsoperationen als Paartherapie
- Iran: Notizen aus dem Jemandsland - Neuerdings schnallen sich in Teheran alle an beim Autofahren – und das ist ein gutes Zeichen für den Weltfrieden. Es gibt auch andere Gründe, angesichts der Drohgebärden um die Atombombe etwas genauer und nüchterner hinzuschauen.
- Tatort: Small Deal * - Zwei Fäuste und ein Halleluja
- Historie: Folterchamp * - Wie die eiserne Jungfrau zu Kindern kam.
- Die Deutschen: Raum ohne Volk * - Das Land muss lernen, dass es Zuwanderer nicht wie rassige Bräute aus dem Katalog bestellen kann.
- Erziehung: «Heute überleben Kinder trotzdem» * - Mütter arbeiten, Väter sowieso, und was machen die Kleinen den ganzen Tag? Na also. Anthropologin Sarah Blaffer Hrdy plädiert für moderne Betreuungsformen wie zu ganz alten Zeiten.
- Korruption: Hilfe im Trockenen * - In Banda Aceh versickern die Tsunami-Spenden. Die Gelder aus der Schweiz sind kaum betroffen, weil die Glückskette nichts mit Indonesiens Regierung zu tun haben will.
- Fussball: Das Geheimnis der Nike - Wurde der originale WM-Pokal durch eine Kopie ersetzt? In Brasilien zu Barrengold geschmolzen? Liegt er noch irgendwo unter einem Bett? Eine Zitterpartie ohne Schlusspfiff.
- USA: Fürchtet euch vor dicken Brillengläsern * - Die Amerikaner haben Angst vor dem Wirtschaftkoloss China – aber den lernen sie, wenn auch schmerzlich, wenigstens kennen. Bedrohlicher erscheint ihnen die Anonymität der politschen Macht.
- Sozialpolitik: Arm ist, wer will * - Genau genommen ist das Gegenteil von Vermögen Unvermögen. Und das wächst, je mehr Finanzhilfen der Staat verteilt.
- Mörgeli: «Sozialkämpfer» Rauh * - Manager mit Schamgefühlen
- Bodenmann: Gekaufte Demokratie * - Finanzspritzen von Unternehmen
- Medien: Erhöhter Blutdruck * - Weil das Tagesgeschehen schon am Abend im Altpapier landet, schreiben immer mehr Journalisten fürs Bücherregal – also fürs Ego. Neustes Opfer der Überflüssigschreiber: die Fax-Affäre.
- Mailbox: Liebe Nelly Wenger * - Verräterische Bilder
- Namen: Namen * - Von Cicciolina über Hugh Grant bis zu den Zürchern
- Nachrufe: Arthur Winston, Joseph G. und William E. - Busputzer und Triebtäter
- Darf man das? Leser fragen: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf man heutzutage als an die Wissenschaft glaubender Mensch an die ewige Liebe glauben? Jan Strässle, Dietikon
Interview
- Efraim Halevy: «Das Schlimmste am Terror? Er ist zu einer Lebensweise geworden» * - Efraim Halevy, ehemaliger Chef des israelischen Geheimdienstes, versteht die Hamas. Wer 19 Jahre lang Kampfanzug trug, muss erst lernen, im Zweireiher zu denken. Und der Iran, der wird auch noch zur Vernunft kommen, sagt der fantasievolle Spion.
- Zur Person: Efraim Halevy * - Drahtzieher im Nahen Osten
- Italien: Bella ciao - Erst lassen sie sich klaglos das Rauchen an der Bar verbieten. Dann kommt raus, dass sie im Schlafzimmer auch nur mit Wasser kochen. Von den Wahlen ganz zu schweigen. Ist der Lieblingsnachbar Italien nicht mehr der Alte? Oder sahen wir Schweizer immer nur alles azzurro?
- Harte Jugend: In der Wildschweinfalle * - Schweizer Jugendliche im spanischen Foltercamp? Unglaublich! Stimmt. Erstens ist die Geschichte kaum halb so schlimm wie von der Schlagzeilenpresse gemacht. Und zweitens ist sie schlimmer: Wirklich hart sind die Mauscheleien des Zürcher Sozialamts.
- José Mourinho: Play, boy - Wenn José Mourinho an der Seitenlinie steht und einfach nur aussieht, schweigen Frauen genüsslich. Seine Spieler gehen für ihn in jeden Zweikampf, gegnerische Teams verachten ihn mehr als eine Schwalbe. Was ist dran am Trainer des FC Chelsea, des reichsten Fussballvereins der Welt?
- Kurt Gödel: Und plötzlich diese Klarheit - In seinem Kopf wohnten Mickymaus und Schlagersänger. Und dennoch konnte Kurt Gödel so logisch denken, dass er auf einer Skala von 1 bis 10 die 11 bekommen hätte. Zum hundertsten Geburtstag des österreichischen Mathematikriesen eine Bewunderung von Mathias Plüss
- Scheitert Amerika?: Weltordnung machen * - Francis Fukuyama sieht die USA am Scheideweg und schwankt selbst zwischen Auswegen und Sackgassen. Sein neues Buch ist Symptom für den Umbruch in den internationalen Beziehungen.
- Auftakt: Kulturgut * - Ignacio Ramonet, Walter Züst, Rolling Stones, «Total Recall»
- Auftakt: Naturtrüber Melancholiker * - Als junger Migrant wollte er nur Zoff – nun schreibt sich der Türke Feridun Zaimoglu das Leiden zwischen den Kulturen von der Seele.
- Auftakt: Applaus * - Buch über Roman Polanski, DVD zum Ersten Weltkrieg und die deutsche Musikband Britta
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Mister Alterssiedlung * - «Mister Universum» 2001
- Belletristik: Gewalt ist keine Einbildung * - «Aschemenschen», der Tatsachenroman von Ulrich Schmid, wird Deutschland und China wenig Freude machen. Gut so.
- Film: Eine Melanchomödie vom Dogmatischsten * - Nach dem Prager Frühlingsende brach für das tschechische Kino ein langer Winter an. Nun ist es an der Zeit, ein neues Wunder an Skurrilität zu begrüssen. Willkommen «Something Like Happiness».
- Film: Verstopftes Rohr *
- Philosophie: Trau, schlau, wem * - Über zwanzig Jahre waren sie weggeschlossen, die Filme des Franzosen Guy Debord. Drei DVD zeigen nun die Kunst, die Kunst abzuschaffen. Prädikat: besonders spektakulär.
- Belletristik: Ein Prosit auf Attila * - Der Räuber mit der Alkoholfahne erhält ein literarisches Denkmal.
- Belletristik: Der Trugschluss * - Paul Auster müsste wissen: Ein mässiger Roman darf auf der letzten Seite nicht noch richtig schlecht werden.
- Bestseller: Belletristik
- Bestseller: Sachbücher
- Bestseller: Hörbücher
- Kunst: Bewegend * - Seit vierzig Jahren neu: Video-Instellationen.
- Klassik: Schwer schwerelos - Licht im Gralstempel: Plácido Domingo als Parsifal.
- Jazz: Wunder Bar * - Wiesendanger/Weber/Ulrich: Das Piano-Trio brennt aus Standards Hochprozentiges.
- Pop: Selige Überdosis * - Einer, der seine Band Casiotone for the Painfully Alone nennt, hat alles – und weniger.
- CD-Tipp: Candi Staton - Traditioneller Soul
- CD-Tipp: Luzerner Rock - Erfinderische Rockband
- CD-Tipp: Frauenpunk - Dreimal Rock mit Frauenstimmen
- Gender Studies: Lügenmuster * - Zweigleisigkeiten
- Die Liste: Alte Eidgenossen * - Alte und Junge, Kantone und Gemeinden
- Journal der Gegenstände: Die richtige Antwort lautet: Darum * - Was wirklich zählt auf dieser Welt, erhält man auch für Geld: zum Beispiel ein Mobiltelefon mit einer Zusatztaste.
- MvH: Das V-Wort - Man darf ein wenig schwindeln als Kolumnist, wenn es Jane Birkin glücklich macht, oder?
- Auto: Aus Freude am Aus-der-Haut-fahren * - Das BMW-630i-Cabrio muss man aushalten können, denn ja: Pracht treibt Zukurzgekommene in die Rebellion.
- Chez moi: Das ist der Hon. * - Restaurant «Gandria» in Zürich
- Zu Fuss: Le Drämmli - Über den Blauen ins Leimental
- Ich über mich: Boris Becker - Zitate des Freizeit-Tennisprofis, Unternehmers, Teilzeit-Rentners
