Die Weltwoche
Ausgabe 10/06
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Das erlöste Land * - Nachdem Wirtschaft und Sozialdemokraten die EU-Mitgliedschaft der Schweiz zum Irrtum erklärt haben, ist der Weg frei für eine entkrampfte Innen- und Aussenpolitik. Eine Zäsur.
- Idole: Um jeden Presley * - Elvis soll noch totaler vermarktet werden. It’s all right, Mammon.
- Rechtschreibreform: Tut uns leid - Was nach dem historischen Kompromiss übrig bleibt, ist zum Verzweifeln.
- Findling: Schanghai-Ladys *
- Integration: Der kürzeste Weg zum Erfolg ist der Bindestrich * - Ist es Toleranz? Ist es Gleichgültigkeit? In den USA bleibt es jedem selber überlassen, woran er glauben will. Hauptsache, an den Markt. Mit dem Ergebnis, dass die arabisch-amerikanischen Bürger oft besser integriert sind als die amerikanisch-amerikanischen.
- Tatort: Eigenliebe *
- USA: Erschöpfte, die * - Amerikanerinnen steigen aus der Berufswelt aus: zu wenig Zeit für doppeltes Glück.
- Justiz: Zahn der Zeit - 26 Jahre nach der Ermordung der Schülerin Ruth Steinmann zeigt ein Gebissabdruck: Werner Ferrari kommt als Täter kaum in Frage. Der mutmassliche Schuldige hat sich 1983 erhängt.
- Italien: Es rappelt in der Kiste * - Die Sesselkleber hat er vor die Tür gestellt und die Aktienwerte aus dem tiefen Keller geholt: Fiat-Lenker Sergio Marchionne wird als neuer Turboantrieb gefeiert.
- Mode: Reise zum Mittelpunkt der Welt - Mailand hin, New York her: Wenn es überhaupt einen Stoff gibt, aus dem Frauenträume sind, dann war er vergangene Woche in Paris zu sehen – an der Fashion-Week.
- Wissenschaft: Rauchentwicklung * - Gene bestimmen mit, wie viele Zigaretten man verträgt. Asiaten rufen: Feuer, bitte!
- Sudan: Gottes Kinder zweiter Klasse * - Muslime morden in Darfur Muslime. Doch die grösste humanitäre Katastrophe der Gegenwart empört die islamische Welt nicht – die Glaubensbrüder sind bloss Schwarzafrikaner.
- Schweiz: «Unsere Gegner haben es besser gemacht» * - Die Neue Europäische Bewegung könnte sich auflösen, so ungemütlich ist die Lage für sie geworden. Der abtretende Präsident Christen bittet um Geduld.
- Bodenmann: Einheizen *
- Mörgeli: Lüthi und Darwin *
- Medien: Guggenmusik vs. Greenspan * - Frontmeldungen aus der Kampfzone zwischen Gemeindehaus und Dorfbrunnen: Journalismus vor der Haustür ist der neue Trend. Jedenfalls auf den ersten Blick durchs Schlüsselloch.
- Mailbox: Lieber Sepp Blatter *
- Namen: Von Samuel L. Jackson bis Joan Collins *
- Nachruf: Henry M. Morris (1918–2006)
- Darf man das? Leser fragen: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf man einen rücksichtslosen Rucksackträger im übervollen Tram oder Bus darauf aufmerksam machen, dass er mit jeder Bewegung die Menschen hinter sich erheblich nervt, wenn er sie mit dem Unding, meistens geschmückt mit einem Plüschtieranhänger, zu zerquetschen versucht?
Michel Bösiger, Ittigen
Interview
- Die Spionin Melissa B. Mahle: «Spionieren wird schnell persönlich» * - Mittags bekam Melissa B. Mahle ein Baby, abends ging sie wieder an die Arbeit – als CIA-Agentin. Und das im Nahen Osten. Wenn Geheimdienstler so hart gegen sich sind, was dürfen dann Verdächtige erwarten?
- Zur Person: Intrigantin mit Moral *
- Verbrechen lohnt sich: Unternehmen Unterwelt - Paragraf 1: Das organisierte Verbrechen ist ein Markt. Paragraf 2: Der Markt gehorcht den Gesetzen des Marktes. Paragraf 3: Ein Staat, der Marktgesetze missachtet, regiert gegen sich selbst.
Zur Ökonomie der Kriminalität. - Die Perser: Vom Weltreich zum Politbüro * - Es war einmal Persien. Ein Imperium von sagenhafter Grösse, in dem die Zukunft aller Menschen zu Hause war. Heute sind die Iraner bedauernswert mit sich allein und verstehen sich umso entschiedener als die Hüter einer überragenden Kultur.
- Interview: «Die Abscheu gegenüber Amerika wächst» * - Irans Präsident Machmud Achmadinedschad – der Mann, der den Holocaust leugnet – fordert mehr Vernunft.
- Kutti MC: Das Fast-Universalgenie * - Als Rapper Kutti MC ist Jürg Halter ein Grosser, als Poet kann er eine Grösse werden. Da verwundert es nicht, dass ihm die Babys zu Füssen liegen. «Danke für diese Einführung», würde der 25-Jährige jetzt sagen, «ich nehme sie an.»
- Das Wunder von Basel: Ausuferndes Glück * - Mit der Fasnacht sind in Basel die schönsten Tage vorbei, jetzt kommen wieder die noch schöneren: Ob grosszügige Sozialhilfe, üppige Beamtenlöhne oder die teuren Spiele zum Brot – diese Stadt kann sich alles leisten. Vom geerbten Wohlstand lässt sich gut leben, aber nicht ewig.
- Der Potentat muss weg: Jetzt gegen den Mann von gestern * - Ein apokalyptischer Hollywoodfilm war ihre Inspiration – für ein besseres Weissrussland. Nun versuchen demokratische Aktivisten, Europas letzten ex-sowjetischen Diktator loszuwerden. Unzensiertes von einer Art Wahlkampf, in dem die besten Zuhörer die Spitzel des Regimes sind.
- Auftakt: Kulturgut *
- Auftakt: Mozart zum Kugeln * - «Eine kleine Zauberflöte», gespielt von der Augsburger Puppenkiste – nie war der Komponist süsser.
- Auftakt: Applaus *
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: «Al dente» essen Seele auf *
- Internet: Ruhm ist vergänglich, Überleben für immer - Für Menschen mit Rock-’n’-Roll-Herzen ist das Webportal MySpace eine Bühne, auf der sie Musiker treffen, die seit längst vergangenen Hitparaden nicht mehr aufgetreten sind.
- Bestseller: Belletristik
- Bestseller: Sachbücher
- Bestseller: Hörbücher (CDs)
- DVD: Der Himmel liegt auf der Couch * - Von Buster Keaton die Gags, von Fritz Lang die Spannung, von Frank Capra den Humor: Der Totentanz «Ladykillers» ist wie gemacht für einen spiessig-süssen Sonntagnachmittag.
- Film: Der Lauf einer Patrone *
- Sachbuch: Geistesblitzkriege - Als das vergangene Jahrhundert noch jung war, stellte es den klügsten Köpfe die Frage: Was kostet die Freiheit?
- Belletristik: Wählt Grün! * - Nach Julien Greens «Fremdling auf Erden» fragt man sich: Wie konnte man ohne ihn so lange am Abgrund flanieren?
- Kunst: Grosse Blende * - Ist Fotografie näher beim Sein oder beim Schein? Die Antwort verweigert sogar Winterthur.
- Klassik: Zweite Linie * - Was, wenn Interpreten davon träumen, Komponisten zu sein? Das kann verblüffen.
- Jazz: Weg ist das Ziel * - Gäbe es für das Berliner Konzert des Tenorsaxofonisten Warne Marsh ein besseres Wort als «Sensation», es würde hier stehen.
- Pop: Alles fliesst so - Bei EKR erhält jedes Hormon eine Stimme, denn: Sex kommt immer vor Diskussionen! Klar, sonst würde man ja auch das Leben verpassen.
- CD-Tipp: Adam Green
- CD-Tipp: Stereolab
- CD-Tipp: David Gilmour
- CD-Tipp: Skye
- Journal der Gegenstände: Perle des Hafens * - Was wirklich zählt auf dieser Welt, bekommt man auch für Geld: zum Beispiel ein Jeans-Jäckchen, wie es die Kriegsgeschichte schrieb.
- Gender Studies: Ausspannen ohne Drogen *
- Die Liste: Vogelkunde *
- MvH: Der lustige Knochen - Marco Rima hat noch nie was gehört von unserem Kolumnisten. Auch ein Grund, weshalb er hier auftritt.
- Auto: Giftig, billig, kauf ich * - Im VW Golf 32, von der Stereoanlage verwöhnt, Porschefahrer im Rückspiegel auslächeln: Was will man weniger?
- Zu Fuss: Engel auf Bergen
- Chez moi: Ein Lustspiel *
- Ich über mich: Erich von Däniken *
