Die Weltwoche
Ausgabe 47/05
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Aktuell
- Kommentar: Falsch verbunden * - Die Swisscom gehört zu zwei Dritteln dem Staat. Geht sie im Ausland auf Einkaufstour, müssten wir alle mitbezahlen. Höchste Zeit, dass der Bund seine Aktien verkauft.
- USA: Rührstück * - Beim Lesen des Buches von John McCain bebt das Auge.
- Psychologie: Brennende Herzen * - Wenn schon eine Frau einen Mann verrückt machen kann – was können dann viele? Polygamie ist aller Pyromanen Schicksal, behaupten französische Kulturdeuter.
- Staatskunde: Das Herrenvolk * - Deutschlands Eliten haben immer unglücklich agiert. Eine grosse Koalition ändert daran nichts. Im Gegenteil, man muss sich Sorgen machen.
- Kopf der Woche: Kiefer Sutherland, Schmerzschrittmacher
- Personenkontrolle: Medienopfer *
- Bern-Bundeshaus: Verheerende Erziehungserscheinungen * - 53300 Bundesfranken für einen einzigen Platz: Selbst wer Krippen staatlich fördern will, muss diese Verschwendung stoppen.
- Börse: Wann kommt der nächste Aktiencrash? Ja * - Was rauf geht, muss auch wieder runter. Das ist keine Prognose, sondern eine Erfahrung. Aber bevor die Kurse richtig absacken können, müssen sie noch etwas höher hinaus. Und noch etwas höher. Wie diesmal.
- Finanzadel: Geld wie Heu für den Polospieler * - Wer zur Hochzeit von Athina Onassis mit dem Brasilianer «Doda» nicht eingeladen ist, muss wirklich nicht traurig sein: Das Fest wird langweilig wie ein toter Coiffeur.
- Kulturpolitik: Jeremias Mörgeli * - Was tut man nicht alles, um aufzufallen! Ein SP-Mann vergleicht einen SVP-Mann mit Nationaldichter Gotthelf. Einem wird dabei Unrecht getan.
- Naher Osten: Wie Mutter und Gründervater * - Mit seinem Austritt aus der Likud-Partei macht Ariel Scharon den Weg frei, Israel zu verändern. Und das Bild, das die Geschichte dereinst von ihm zeichnen wird.
- Telekommunikation: Endlich Anschluss an gestern * - Über ihr Bluewin TV strahlt die Swisscom bald Internet-Fernsehen aus. Das Hilfsprogramm kommt wohl zu spät – und ist doch das einzig sinnvolle.
- Zürich-Paradeplatz: Inflation: ja, wo denn? * - Aus Angst vor Teuerung liebäugeln Europas Notenbanker mit höheren Zinsen. Sie sehen Gespenster.
- Konkret: «Hurren son, du» *
- Bildlegende: Die Schweizer Strafbank *
- Medien: Blut ist nicht der Rede wert * - Ein TV-Sportjournalist geht nicht zur Arbeit, er geht seinem Hobby nach. Beim Spiel Türkei gegen die Schweiz hatte das wieder böse Folgen.
- Mailbox: Lieber Roger Köppel *
- Namen: Makosi Musambasi - Ann Wolfe - Michael Moore - King Kong - Ephraim Kishon *
- Im Auge: Der Spaziergänger *
- Nachruf I: Werner Schmidli (1939–2005) *
- Nachruf II: Link Wray (1929–2005) *
- Direktübertragung: «Heil Hitler, Tunte» *
- Sport: Werben und Sterben *
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf man heute aus den Ferien noch Postkarten schreiben, oder ist das zu bünzlig? Fabienne Friedli, Lyss
- Tod eines Bankiers: Weiss und schwarz, wie Tag und Nacht * - Edouard Stern war Sieger von Geburt und rücksichtslos aus Leidenschaft. Nachlässigkeiten verzieh er nicht einmal beim Smalltalk. Anfang März wurde der Bankier in seinem Genfer Penthouse erschossen: Er steckte in Schwierigkeiten – und einem Ganzkörperkondom. Enthüllungen von Bryan Burrough
- Alberto Fujimori: Rückkehr der Sphinx * - Die Geschichte um Aufstieg, Exil und Verhaftung des peruanischen Ex-Despoten Alberto Fujimori ist unfassbar wie eine Telenovela – aber wahr wie die Sonne. In der Fortsetzung geht es um die Frage: Kommt «el Chino» vor Gericht? Oder wieder in den Präsidentenpalast? Bleiben Sie dran.
- Fragen des Alltags: Wieder besseres Wissen * - Welches Stück vom Bären schmeckt am besten? Blähungen im Flugzeug – was tun? Intimfrisur: ja oder nein? 34 Fragen aus dem Alltag, auf die jeder Mensch eine Antwort weiss. Aber nur der Experte weiss es am besten.
- Peter Atteslander: Forschen schadet Ihrer Gesundheit - Der Sozialwissenschaftler Peter Atteslander ist ein angesehener Fachmann für Präventionsfragen – dabei liess er sich jahrelang von der Tabakindustrie für seine angebliche Unabhängigkeit bezahlen. Er bestreitet die Vorwürfe der verdeckten Lobbyarbeit, doch die Fakten lassen sich nicht vernebeln.
- Stanley Kubrick: Der unbekannte Freund - Stanley Kubrick war grösser als Hollywood. Punkt. Sechs Jahre nach dem Tod des Regisseurs ist nun ein Werkbilderbuch draussen, das dreizehn Pfund wiegt. Der Besitzer wünscht sich, es möge ihm den Fuss brechen – dann könnte er wochenlang dasitzen und versinken.
- Gender Studies: Fritschis Tage *
- Das Wort zum Donnerstag: CEO Midas *
- Essay: Der Fremde in uns * - Der Mensch ist nicht zum Pendeln geboren. Beim Hin und Her zwischen den Welten – leben, arbeiten, einkaufen – verliert er sich und sein Gefühl für andere. Also? Von Affen lernen.
- Forschungsstand: Gesunde Lügen *
- Krieg und Frieden: Ultima Randale *
- Tatort: Selbstversorger *
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Sauerstoff macht fröhlich *
- Autoren: «Ich bin ja gegen das Erzählen» - Die grosse Ilse Aichinger ist jetzt 84 und ihr Widerwille gegen die eigene Existenz immens. Wäre da nicht Stan Laurel.
- Bestseller: Belletristik - Sachbücher
- Reklamation: Apropos Irene Dische
- Film: Abruptes Ende eines Dornröschenschlafs * - Ein Diplomat will alles für seine vernachlässigte Frau tun – nachdem sie umgebracht wurde: «Der ewige Gärtner» nach einem Roman von John le Carré zeigt: Das Wichtige bleibt wichtig.
- DVD: Weight Watchers *
- Klassik: Herzflattern * - Schumann hatte Glück in der Liebe und Glück im Spiel.
- Theater: Wir haben keine Wahl * - Wenn eine Bühne das tut, was sie tun sollte, veranstaltet sie Gottesschau – und zeigt also auch: Gewalt vom Elementarsten. Freudig entsetzte Blicke nach Paris, Basel und München.
- Belletristik I: Wo Seelen sind * - Leisten Maximales en miniature: die Skizzen von Luc Bondy.
- Belletristik II: Leeren der Geschichte * - In Alberto Méndez’ Roman «Die blinden Sonnenblumen» blühen vier Prosastücke über die Trauer.
- Kunst: Etiketten und Schwindel * - Ist das jetzt museumsreif oder kalter Kaffee in einem alten Hut? Die Frankfurter Ausstellung «Spinnwebzeit» spielt mit den Besuchern.
- Jazz: Das Grab umdrehen * - Gillespie/Parker und nun auch Monk/Coltrane – aus dem Archiv klingt es hell: Früher war alles eine Tonspur besser.
- Pop: Fast Christmas * - Liebe Schweizer Wirtschaft, liebe Freunde des gemütlichen Punkrocks: Die Weltwoche empfiehlt ein Weihnachtsalbum.
- CD-Tipps: Obere Aare - Untere Aare - Rheinknie
- Kaufzwang: Das Gestirn (2. Teil) - Lange standen die Sterne schlecht. Dann traf unser Kolumnist Frau Teissier. Und weil sie die Fragen stellte, machte er eine Prognose.
- Schuhe: Für die Haut ab dreissig - Wir sind zu arm, um uns billige Sachen zu kaufen: Ein Paar von Ludwig Reiter schützt Mensch und Umwelt.
- Zu Tisch: Ja, aber
- Zu Fuss (7 Stunden): Trautes Heim
- Am Anfang: Tamara Bunke und Che Guevara * - Heimweh ist stärker als Sozialismus, und wenn dann noch die Liebe ins Spiel kommt, gibt es kein Halten mehr – so geschehen Anno 1960 in der DDR, als die argentinisch-ostdeutsche Doppelbürgerin dem kubanischen Industrieminister in seine Heimat folgt, um dort zu sein, wo es brennt: Die Revolution und das Herz.
