Die Weltwoche
Ausgabe 46/05
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Keine Ausnahme vom Zustand - Einen desaströseren Leistungsausweis als Jacques Chirac hat kein französischer Präsident. Doch statt Jobs geschaffen, werden bloss Messer gewetzt.
- Ahnenforschung: Es ist ein Vater! * - Achtung, anonyme Samenspender: Bald könnte der Sohn anrufen.
- China: Kopf oder zahl? - Ein zum Tode Verurteilter soll sich kurz vor dem Schuss mit 7,5 Milliarden Franken freigekauft haben. Einspruch: Normalerweise reagiert die Justiz nur auf vorauseilendes Feingefühl.
- Dritte Welt: Der Fisch stinkt ein wenig - Die euphorischen Kritiken, auch der Weltwoche, zum Dokumentarfilm «Darwin’s Nightmare» müssen neu geschrieben werden. Ein Augenzeugenbericht.
- Kopf der Woche: Gisele Bündchen, Ex
- Personenkontrolle: «Bin dr Sämi» *
- Bern-Bundeshaus: Verfall eines Standes * - Sie ist eine sechzigjährige Story des Misserfolgs, die systematisch alle Realitäten ausgeblendet hat: die Schweizer Agrarpolitik. Darum klammern sich alle an sie.
- Weltpolitik: Eine Reise nach Fantasien * - George W. Bush besucht eine Region, die ihm nur im Traum entgegenlächelt. Denn die Ostasiaten besinnen sich auf sich selbst und haben mit ihrem Leben mehr im Sinn, als nur Plastikramsch für den Westen zu giessen. China ist längst gross – und bald auch erwachsen.
- Beziehungen: Schäferstunden auf dem Datenbänkchen * - Ein Jahr Online-Partnersuche brachte einem Statistikfetischisten 52 Rendezvous, 27 Bettgefährtinnen und als Höhepunkt 1 Traumfrau. Erfahrungen eines Internet-Casanovas.
- Geisteswissenschaften: «Das können andere auch» * - An den Hochschulen nimmt angeblich die Bedeutung der Schweizer Geschichte ab. Weil mehr Deutsche und Linke lehren? Historiker Jörg Fisch zu einer Debatte von heute.
- Nahost: Und morgen Jerusalem * - Der Terroranschlag von Amman zeigt: Al-Sarkawi baut den Sinai und Gaza zur Basis für Attacken auf Israel aus. Sein Haupthindernis sind ausgerechnet andere Islamisten.
- Fiskus: Wo Reiche gerne Steuern zahlen * - Der Steuerwettbewerb in Europa wird brutal. Am aggressivsten sind nicht kleine Länder im Osten, sondern kleine Kantone in der Schweiz.
- Zürich-Paradeplatz: Wort zum Sonntag * - Wenn wir nicht jeden Tag einkaufen dürfen, müssen wir uns vielleicht bald im Wollkleid beerdigen lassen.
- Konkret: Die B-Kolumne *
- Bildlegende: Begleitetes Ausmerzen *
- Medien: Heisse Tränen auf Papier * - Bitte im bestürzten Tonfall laut lesen: Sollte der Bund sterben, ist die Meinungsvielfalt in Bern dann weniger bunt? Oder braucht kein Mensch mehr als eine Stimme?
- Mailbox: Lieber Franz Steinegger *
- Namen: Madonna - Ion Tiriac - Wladimir Iljitsch Uljanow - Enrique Iglesias - Joschka Fischer
- Im Auge: Die Tränen der S. *
- Nachruf I: Peter Drucker (1909–2005)
- Nachruf II: Kocheril Raman Narayanan (1920–2005)
- Sport: Woran wir glaubten *
- Darf man das?: Darf man während des Telefonierens die Toilette aufsuchen? Ch. Grossenbacher, Basel
- Interview: Mondfragen
- Leben nach dem Mond: Vor allem für Männer, die auf dem Mond waren, gilt die Boxer-Regel: «They never come back.» - Neun amerikanische Astronauten können heute noch von ihrem Alltag nach den Alltagen erzählen. Und wie schwer es ihnen fällt, auf Erden Fuss zu fassen.
- Fahrpläne: «Endlich wieder grössere Schritte» * - Für den Weltraumexperten Bruno Stanek liegt die Zukunft zwischen den Sternen: Mondflüge wird es wieder geben, Marsflüge dazu, und beides ist sinnvoll.
- Ein Countdown: Mondsüchtig - Welche Gebiete dieser Welt der Himmelskörper erobert hat. Und wie.
- Sonntagsverkauf: Wohlstand im Angebot * - Sonntagsverkauf ist angenehm en détail und notwendig en gros: Ein starker Einzelhandel treibt die ganze Wirtschaft voran. Lehren aus dem Land der unbegrenzten Öffnungszeiten.
- Christina Surer: Nach oben gefahren - Sie gehört nicht zu den Schweizern, die morgens aufstehen, um sich zufrieden zu geben: Christina Surer schaffte es von der «Frau an seiner Seite» zur respektablen Rennfahrerin. Nach Bildern im Playboy bekam sie viele Angebote, doch ihr bester Freund ist und bleibt: Adrenalin.
- Adam Smith: Befreier der Gedanken * - Die Aufklärung hat viele Väter, einer der hellsten kommt aus Schottland: Adam Smith. Er gab Gerechtigkeit und Moral mehr als eine kanteske Bedeutung – wird aber 200 Jahre später noch immer verkannt und als Propagandist des Räuberkapitalismus geschmäht. Zeit für ein paar klärende Worte.
- Google: World Wide War - Google ist die Suchmaschine, die alle toll finden. Menschen, Güter, Ideen, Geld – der Internetriese kann alles bewegen und teilt seine Macht gern mit Nutzern. Doch keinesfalls mit Konkurrenten. Sogar der reichste Mann der Welt, Mister Bill Gates, schaut schon ängstlich auf seinen Bildschirm.
- Lebenshilfe: Googleblitze erhellen Tag und Nacht * - Und dann sagt der Riese: «Ploing». Was so viel heisst wie: Es gibt keine Probleme, es gibt nur Lösungen.
- Peter Sellars: Der rosarote Pantheist * - Gott ist tot!, wird behauptet – doch wer eine Theater- oder Opernarbeit von Peter Sellars sieht, ist da nicht mehr so sicher. Der 48-jährige Regisseur erkennt überall mehr Wunder als ein Kind. Im Mozartjahr 2006 lässt er Mozart ohne Musik spielen.
- Essay: Lasst uns mit den Schlimmsten rechnen - Mehr Entwicklungshilfe hilft: den Regierenden, die Zeit nach ihrer Herrschaft glänzend zu gestalten. Das Volk bleibt arm dran. Wie macht man Gutgemeintes besser?
- Gender Studies: Romantiktick *
- Das Wort zum Donnerstag: Meinung, Deinung *
- Forschungsstand: Es endet nirgends *
- Geparde: Formel 1 der Säugetiere *
- Krieg und Frieden: Gewalt ohne Staat *
- Tatort: Wir Aschenblödel *
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Waldfeen / böse Muslime *
- 2 D / 3 D: «Keine andere Band kann so etwas» * - Fünfmal hintereinander zeigte das Manchester Opera House ein einmaliges Schauspiel. In der Hauptrolle: die Comicgruppe Gorillaz; in zwei der achtzig Nebenrollen: Ike Turner und Neneh Cherry.
- Bestseller: Bestseller
- Reklamation: Apropos Giuseppe Genna
- DVD: Ein Zwerchfell wärmt mehr als jeder Nerz * - Alles wird teurer, und wir werden älter: Das ist ein Fall für Sledge Hammer. Der TV-Kommissar aus den Achtzigern sagt, was jeder Vernünftige sagen würde, wenn er keine Angst vor Prügeln hätte.
- Film: Der Zauber der Hormone *
- Klassik: Schwere See * - Ernest Chausson liebte Wagner und erschuf einen frankophilen Tristan: «Le Roi Arthus».
- Sachbuch: Es geht nirgendwo so zu wie auf der Welt * - Man liest Geert Maks Reise durch die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts und denkt: Hätte man doch nur einmal die Macht, einen Kauf zu befehlen.
- Belletristik: Briefe für Leser * - Wer auf den Roman zum Mauerfall gewartet hat, kann nun mit dem Warten aufhören: Ingo Schulzes «Neue Leben» ist da und wunderbar.
- Kunst: Genau so * - Der Schweizer Fotorealist Franz Gertsch wird zu seinem 75. Geburtstag geehrt, wie es sich gehört: gross.
- Jazz: Trauer macht lustig * - Wie erhellend es sein kann, Enrico Rava zuzuhören, dem italienischen Meister der Schwarzmalerei.
- Pop: Migrospel-Songs * - Animal Collective oder Das passiert, wenn Neohippies ein Album lang ausrasten dürfen, wie sie wollen.
- CD-Tipps - La Belle - The Beast: The Beast – La Belle
- Kaufzwang: Das Gestirn * - Ein Interview mit Elizabeth Teissier heisst, dass sie die Fragen stellt. (Doch der Kolumnist hat Merkur im Widder, das Zeichen des Kriegers.)
- Auto: Blutsbruder mit neuen Augen * - Schöne Vorstellung für Carreraisten: Wie der Porsche Boxster S im Selbstmitleid versinkt, blubb, blubb. Die Wahrheit ist überraschender.
- Zu Tisch: Volle Kraft hinein
- Zu Fuss (2 Stunden, 30 Minuten): Heiliger Bimbam!
- Am Anfang: Renée Zellweger und Kenny Chesney * - Als die Schauspielerin («Bridget Jones’s Diary») im Frühling den Country-Sänger («No Shoes, No Shirt, No Problems») heiratet, jubelt er: Es ist ein Traum! Die beiden leben ihn gemeinsam – an fünfzehn Tagen bis zum Herbst. Dann trauern sie: Es war ein Traum.
