Die Weltwoche
Ausgabe 41/05
Blau markierte Artikel sind frei, jene mit * nur
registrierten Weltwoche-Abonnenten zugänglich
Editorial
Aktuell
- Kommentar: Alles O.K. mit O wie ojemine * - Nach sechs Monaten künstlichem Koma hat sich der Patient Deutschland etwas bewegt. Ein beruhigender Brief aus dem Seniorenheim Berlin.
- Intelligenz: Mehr Licht * - Eine Gruppe ist nur so klug wie ihr dümmstes Mitglied? Denkste.
- Völkerkunde: Überall – und bald auch im All * - Drei Viertel aller Laptops auf dieser Welt kommen aus China. Und was macht der Westen? Er hat nichts Besseres zu tun, als über Mao und Textilexporte zu klagen.
- Kulturpolitik: Eine Hand schwächt die andere * - Der Berner Erziehungsdirektor Mario Annoni wird versetzt: Ab 26. Oktober präsidiert er die Kulturstiftung Pro Helvetia. Seine Lehrer freuen sich riesig.
- Kopf der Woche: Robbie Williams, Dead-end Street Boy
- Personenkontrolle: Ein Tal für Tibet *
- Bern-Bundeshaus: Viel Geschrei um nichtsdestoweniger * - Es gibt kaum etwas Banaleres in den Wandelhallen als die Lobbyisten. Das Einzige, was diese Menschen interessant macht, ist das Brimborium um die Berufsbezeichnung.
- Kunsthandel: Fun Gogh - Zeigt die Ausstellung «van Gogh – echt falsch» aus der Sammlung Bührle eine Fälschung, von der die Verantwortlichen noch keine Ahnung haben? Oder wissen sie, dass den «Kastanienbaumzweig» nicht der Meister zum Blühen gebracht hat, und wollen sie es vertuschen?
- Schweizer Fernsehen: Ungebührlich * - Wer zahlt nun den Lohn des «Traumjob»-Siegers? Klar ist: Mit den 200000 Franken könnte sich SF-DRS-Chefin Deltenre einen Kommunikationstrainer leisten. Nötig hätte sie ihn.
- Tribunal: Keinen Deut Schlächter * - Im Verfahren gegen Saddam Hussein wird die Verteidigung Freispruch fordern. Die Weltwoche druckt hier ein mögliches Plädoyer.
- Zürich-Paradeplatz: Öl im Getriebe * - Die Folgen hoher Energiepreise sind eine Chance für die Umwelt und den Wohlstand des Volks.
- Konkret: Selbstmumifizierung *
- Bildlegende: Aldi hohen Preise *
- Medien: PERSILschein für Schleichwerber * - Besteht eine COOPeration zwischen Redaktion und Wirtschaft? Nein, nie MARS! Nicht mal eine MIGROSkopisch kleine ALLIANZ. DENNER das ist verboten!
- Mailbox: Lieber Chris von Rohr *
- Namen: Leonard Cohen, Helmut Lang, Oksana Robski ...
- Im Auge: Die schwarze Pause *
- Nachruf I: Milton Obote
- Nachruf II: Emilinha Borba
- Direktübertragung: «Soufflé im Ofen» *
- Sport: Spitze *
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. * - Darf man im Zug auf die Frage «Ist hier noch frei?» auch mit einem dezidierten Nein antworten? Michael Staub, Bonstetten
Interview
- Peter Eigen: «Es ist dumm, sich kaufen zu lassen» - Als Weltbank-Manager hätte Peter Eigen leicht den Glauben an Staatsmänner verlieren können – hat er aber nicht. Seit zwölf Jahren nun kämpft seine Transparency International gegen die Korruption. Mit einer Waffe, die aus der Mode gekommen ist: Ehrlichkeit.
- Zur Person: Der beharrliche Weltverbesserer *
- Erklärung zum Film: «Die Invasion der Immigranten und ihrer Gefolgschaft» - Das Dokument zeigt einen Anschlag auf eine Basis der US-Truppen in Ramadi vom 24. April 2005, ausgeführt durch Mitglieder von Sarkwis Abu Bakr al-Seddiq Brigade.
- Liebe ist ... ein dummes Ding: Gehen lernen - Liebe ist nur ein Wort. Schlussstrich auch. Doch wie ihn ziehen, wo es doch für immer sein sollte? Worüber schweigen, wenn es nichts mehr zu sagen gibt? Ade Ex und hopp ins nächste Liebesglück? Das gibt’s nur im Film. Fünf Geschichten über Herz- und Phantomschmerz. Zum nach- und besser machen.
- Schweizer, arbeitet mehr!: Die Schweiz braucht mehr Schweiss - Wir treten immer kürzer, freiwillig. Statistisch hat ein Arbeitstag nur noch 6,6 Stunden. Warum auch die Schlagzahl erhöhen? Krankenkasse, Alimente, Sozialhilfe und Steuern fressen die zusätzlich verdienten Franken. Was also tun? Drei Thesen zur Hebung der Arbeitsmoral.
- Sarkawi: Im Netz des Phantoms - Junge Männer reisen in den Irak, um von Sarkawi zu Kriegern geadelt zu werden. Aber für den Prinzen von al-Qaida sind nur die Frömmsten gut genug – und sie dürfen weder Tod noch Folter fürchten. Teil zwei der Serie.
- Al-Qaida im Zweistromland: Klare Führung, wenig Hierarchie: So funktioniert Sarkawis Terrorgruppe *
- Thomas Lüthi: Der Asphalt-Cowboy * - Drei Rennen vor Saisonende hat Thomas Lüthi gute Aussichten auf den Titel des Motorradweltmeisters in der 125er-Klasse. Um ins Ziel zu kommen, ist dem 19-jährigen Emmentaler kein Knochen zu wertvoll. Lohn der Angst: 2000 Franken im Monat. Geld ist also nicht sein Antriebsmotor. Was dann?
- Gender Studies: Kunst à la Art *
- Das Wort zum Donnerstag: Börsewichte *
- Forschungsstand: Vorsicht, Wild! *
- Expeditionen: Die unnötigste Sache des Universums *
- Krieg und Frieden: Projektile im Blut *
- Tatort: Freunde der Nacht *
- Philosophie: Radikal, pauschal, scheissegal - Schon seit Mitte der neunziger Jahre erfüllt er die Hörsäle mit mehr Inbrunst als Foucault und Derrida: Giorgio Agamben. Nun hat der italienische Meister Europas Studenten das Bändchen «Profanierungen» mit auf den Bildungsweg gegeben. Von der Ahnungslosigkeit zur Schrillheit.
- Naher Osten: «Wir sterben alle ohne guten Grund» - Azar Nafisi las Vladimir Nabokov, um zu überleben, und schrieb darüber «Lolita lesen in Teheran». Seit zwei Jahren halten sich ihre Erinnerungen auf der Bestsellerliste der New York Times.
- Italien: Atemlose Stimme * - Antonio Tabucchis neuer Roman ist...ein einziger Monolog, aus...dem Tod gesteuert und...mit Morphium imprägniert. Also wieder mal ein Traum.
- Grossmeister: So viel zur Kunst - In «Until I Find You» baute John Irving 117 Figuren ein. Und dabei etwas über Zürich und alles übers Tätowieren.
- Geschichte: Ist sein Ich ein anderer? - Und wieder eine Vergangenheitsdebatte: Der albanische Schriftsteller und Booker-Prize-Träger Ismail Kadare, geliebt von der westlichen Literaturkritik, soll ein Günstling des Diktators Enver Hoxha gewesen sein. Er selbst inszeniert sich als Wortführer der einstigen Regimegegner.
- Soziologie: Fluch nach vorn * - Die Steinköpfe auf der Osterinsel haben viel mit der Expansion von McDonald’s zu tun, raunt Jared Diamond. Warum das so ist, sagt der Experte nicht. Und der Laie wundert sich weiter.
- Kurzgeschichten: Weiterleben ist die beste Medizin * - Die gelernte Schauspielerin Monique Schwitter hat fünfzehn Erzählungen geschrieben. Das macht sie nicht zur schreibenden Schauspielerin, sondern zur Schriftstellerin.
- Lebenslauf: «Ein wichtiger Wert, den es zu verteidigen gilt, ist der Humor» - Martin Amis, der Sohn eines noch berühmteren Schriftstellers, hat seine Autobiografie geschrieben. Mit 56. Wer meint, das sei zu früh, hat das Buch also noch vor sich. Beneidenswert.
- Film: Doppelt magisch * - Von «Schattenlichter», dem Epos über die Droge Kino, kommt der Leser schwerer weg als von einer Highsmith. Dabei ist es lehrreicher als Goethes «Wilhelm Meister» – denn: Der Schluss leuchtet ein.
- Pop: Der Avantgardeoffizier * - Diedrich Diederichsen ist Professor für Popkultur. Und so schreibt er auch. Nachzulesen in seiner Kolumnensammlung «Musikzimmer».
- Kaufzwang: Die Busfahrerin - Eine alte Frau wie Designerin Andrée Putman zu interviewen, ist gewagt – jedenfalls wenn man ihre Antworten nicht mag.
- Auto: In zwei Stunden vom Buben zum Greis * - Den Mercedes SLR zu fahren, ist, mit Verlaub, Wahnsinn. Dass unser Kolumnist dennoch bei Verstand blieb, ist auch irre.
- Zu Tisch: Brust oder Knolle
- Zu Fuss (8 Stunden und 8 Stunden): Total verkalkt
- Am Anfang: Leo und Marianne * - Der 81-jährige Millionär mag nicht einmal Geld ausgeben für ein ordentliches Gebiss, wohl aber für ein Zeitungsinserat. Er sucht eine «liebe Freundin» und findet eine gestrauchelte Bordellmutter. Sie zeigt ihm, wie heiss der Winter des Lebens sein kann. Nur die Erben des Glücklichen haben seitdem nichts zu lachen.
