Die Weltwoche
Ausgabe 40/05
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Editorial
- Intern: Editorial
- Marianne Kaltenbach: Man nehme: - Ein grosses Herz; eine Zunge, die sich von keinem Schickimicki einseifen lässt; mehr Hingabe als Glück; eine ordentliche Prise Lebenserfahrung und: inneres Feuer für zwei. Das ist Marianne Kaltenbach, die Frau, die der Schweiz das Kochen beibrachte.
- Exklusiv: Für Sie - Drei Rezepte für Paare und solche, die es werden wollen.
Aktuell
- Kommentar: Zu Ende gedacht - Wir haben keine Intellektuellen mehr. Nein, schlimmer: Wir haben nur noch Hans Küng, Tarik Ramadan, Jean Ziegler und Ringierköpfe.
- Lebenshilfe: Die Aus-Diät - Jetzt ist es klipp und klar: Fernsehen macht dick.
- Justiz: Voodoo in Basel * - Als Mann verkleidet, soll eine verschmähte Geliebte ihre Nebenbuhlerin getötet haben. Auf Fragen zum Tathergang fällt ihr wenig mehr ein als: «Phhuu».
- Europäische Union: Do you really want to hürt me? * - Ob die Türkei in die EU darf, sagen Konzerne, Militärs, die USA. Und nicht konservative Parteien. Die sind dazu da, ihre Wahlgemeinde mit Misstönen abzulenken. Eine Polemik.
- Kopf der Woche: Anna Nicole Smith, Scheinerbin *
- Personenkontrolle: Gesundheit! *
- Bern-Bundeshaus: Gemeinsam gehen wir unter * - Ist wirklich die Mehrheit der Schweizer für eine Einheitskrankenkasse? Schon am Suva-Sumpf sieht man, wie einfältig diese Idee ist.
- Wirtschaft: Er nimmt das Kabel und meint das Lasso * - In einer Nacht-und-Nebel-Aktion kaufte John Malone den Netzbetreiber Cablecom. Solche Überraschungen liebt der sagenumwobene Amerikaner mehr als Geld.Denn er wäre gern: ein echter Cowboy.
- USA: Die fünfte Stimme * - Die Republikaner wollen endlich und auf lange Zeit hinaus das Sagen haben im Obersten Gericht. Ob sie das mit Bushs Kandidatin erreichen, weiss nicht einmal der Präsident selber.
- Affäre: Einstürzende Altlasten * - Die in Verruf geratene Suva riskiert fröhlich weiteren Schaden, nun auf neuem Terrain: Ihre Chefs machen nebenher Privatgeschäfte. Wie immer heisst es... kein Problem.
- Direct Marketing: Druck am Ohr * - Bei Anruf Werbung: Die Methoden werden immer aufdringlicher.
- Sachbuch: Mann, du störst * - In seinem neusten Werk setzt Jean Ziegler seine letzte Hoffnung im Kampf gegen Hunger und Armut auf das Schamgefühl von uns allen. Wohl vergeblich.
- Zürich-Paradeplatz: Tanz auf dem Vulkan * - Wer schon immer wissen wollte, wieso man die Inflation bekämpfen muss: Der hohe Erdölpreis zeigt es.
- Konkret: Sein Name ist Geckeis *
- Bildlegende: Schweizer Kreuz mit Haken *
- Medien: Hochglanz und Gloria? * - Am liebsten drucken Zeitungsverleger Geld. Deswegen sind für sie Zeitschriften das Aaah und Oooh des Geschäfts. Mal sehen, für wen es tatsächlich ein Geschäft war.
- Mailbox: Lieber Patrick Frey *
- Namen I: Jean-Claude Duvalier
- Namen II: Buddhadeb Bhattacharya
- Namen III: Susanne Wiigh-Maesak
- Namen IV: Miroslav Blazevic
- Namen V: Diane Cilento
- Im Auge: Neues Geld, neues Glück *
- Nachruf I: Leo Sternbach (1908–2005)
- Nachruf II: Filiberto Ojeda Ríos (1933–2005)
- Sport: Dame schlägt Mann *
- Direktübertragung: Telefonsex und Brotdüfte *
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. - Darf man einen Gesprächspartner auf seine Grammatikfehler aufmerksam machen?
Regula Schöb, Luzern - Robert Conquest: Der Mann, der Recht hatte - Robert Conquest machte Maggie Thatcher zur «eisernen Lady» und Ronald Reagan zum Gewinner des Kalten Kriegs – allein durch Vor- und Nachdenken. Als Historiker bringt er das Weltgeschehen auf die Reihe, als Dichter alles auf fünf Zeilen.
Interview
- Köbi Kuhn: «Jetzt rede auch ich etwas daher» - Wer Wichtiges zu sagen hat, macht nicht viele Worte – das gilt in der Liebe wie beim Fussball. Köbi Kuhn überzeugt auf beiden Gebieten: Er ist seit 40 Jahren Ehemann und noch länger Sportprofi. Dieser Trainer weiss also genau, was Frauen ins Stadion lockt.
- Zur Person: Tiefstapler aus Leidenschaft
- Zur Person: Saif al-Adel
- Die deutsche Übersetzung: Das Zeugnis des Saif al-Adel (Mohammad Makkawi)
- Abu Mussab al-Sarkawi: Der Shooting Star - Abu Mussab al-Sarkawi war bis weit über seine Jugend hinaus bloss ein Taugenichts. Heute ist er al-Qaidas Statthalter im Irak und das grosse Idol der Islamisten – ein Mann der Untat, der auch selber das Messer zückt, um Feinde zu schlachten. Teil I der Serie: sein Aufstieg zum Terrormeister.
- Jodie Foster: Und wieder eine Rolle vorwärts * - Nächsten Monat wird Jodie Foster 43. Dann könnte sie auf 40 (in Worten: vierzig) Jahre im Showgeschäft stolz sein. Für dieses Gefühl ist die zweifache Oscarpreisträgerin aber zu klug. Freude kommt eher auf, weil sie nach «Flightplan» einen Film plant, der es keinem recht machen wird.
- Zoophilie: Da vergeht sogar Hyänen das Lachen * - In der Schweiz ist seit siebzig Jahren eine Abart menschlichen Verhaltens erlaubt, die mit dem niedlich klingenden Begriff «Zoophilie» all jene erfasst, die Sex mit Tieren haben. Was bei der Masse Ekel hervorruft, gehört für geschätzte 80000 inzwischen zum Lifestyle.
- Gender Studies: Schicksal schlagen *
- Das Wort zum Donnerstag: Heucheln heute *
- Forschungsstand: Live Aids *
- Honigbienen: Tanz die Nahrungsquelle *
- Krieg und Frieden: Marktordnung *
- Tatort: «Scheissleben» *
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Schinken im Nebelflor *
- Museum: Palast der Kulturpolitik * - Freunde der Filmgeschichte, schaut nach Paris: Im Parc de Bercy hat die Cinémathèque française eine neue Heimat gefunden.
- DVD: N – eine Stadt sucht eine Narbe * - Er gab Chicago ein Gesicht: Al Capone, der Mann, der allein die Halbwelt füllte. Um diese Karriere schon zu Lebzeiten verfilmen zu können, musste Howard Hawks gegen Gute und Böse kämpfen.
- Paris: Hirn und Weg und Hirn und weg * - Vive le Centre Pompidou! Es zeigt eine Dada-Ausstellung, die den Besucher nicht für dumm verkauft. Und dabei nie vergisst, dass er’s ist.
- Film: Oha, pathetische Besserwisser *
- Kunst: Erst die, dann Dada * - Elsa von Freytag-Loringhoven ist die Mutter des Suppendosenpop. Das Zürcher Cabaret Voltaire zeigt’s den undankbaren Urenkeln.
- Kino: «Alles muss leicht sein? So ein Blödsinn!» * - Terry Gilliam drehte «The Brothers Grimm» und tötete die Nerven der Brüder Weinstein – alles für Don Quijote. Von Daniel Kothenschulte
- Pop: Fortsetzung erfolgt * - Experten sind auch nur Irrende: Franz Ferdinand haben ihr zweites Album abgeliefert und sind trotzdem nicht tot.
- Jazz: Wo Ruhe herrscht * - Lizz Wright duldet keine Ausrufezeichen. Dabei hat es eins verdient!
- Klassik: Für Patriohren * - Lied Vaterland: 375 Hymnen, eingespielt vom Radio-Sinfonieorchester Bratislava.
- Kaufzwang: Der grosse Lord - Allein die Aussicht auf einen Termin bei Ralf Dahrendorf ist jede Reise wert. Mann, diese Aussicht!
- Auto: Oh, la la déesse * - Citroën DS, oder: Jede Revolution beginnt auf der Strasse, aber nur eine wurde vom Himmel geschickt.
- Zu Fuss (5 Stunden): Sergio-Leone-Groove
- Zu Tisch: Der Chef empfiehlt
- Am Anfang: Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Hegel * - Wieder und wieder und immer wieder versucht der Geheimrat aus Weimar, die «Phänomenologie des Geistes» zu fassen, doch, ach, er fasst sie nicht. War das Geld, mit dem er den 21 Jahre jüngeren Philosophen unterstützt hatte, für die Katz? Auf jeden Fall der Beginn einer gefühlten Freundschaft.
