Die Weltwoche
Ausgabe 39/05
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Aktuell
- Kommentar: Good Morning, America - Die Schweiz hat fast alle offenen Geschäfte mit der Europäischen Union erledigt und kann jetzt nach Westen streben. Eine überfällige Rückkehr.
- Lebensart: Das Gelbe vom Ei * - Vor Olympia 2008 trainieren Chinesen, sich zu benehmen.
- Tierreich: Pfeil und grosser Bogen * - Selbst der grosse Aristoteles dachte zu kurz: Dass Störche sehr wohl Zugvögel sind und sich nicht in Höhlen verstecken, kam erst raus, als einer am Stiel geflogen kam.
- USA: Warmer Regen nach dem Sturm * - Kaum haben sie das Elend hinter sich, sollen aus New-Orleans-Rückkehrern Versuchskaninchen werden: Die Politiker planen mit ihnen die beste Gesellschaft. Koste es, was es kosten wird.
- Kopf der Woche: Gudrun Schyman, Extremfrau *
- Personenkontrolle: Gespaltene Seelen *
- Bern-Bundeshaus: Balken in der Luft * - Das Militärdepartement will im Eiltempo einen Helikopter beschaffen und kürzt dafür sogar die Dienstwege ab. Jetzt muss das Ding nur noch gebaut werden.
- Aussenpolitik: «Stopp, stopp, stopp!» * - Wohin bewegt sich denn nun die Schweiz? Geht sie wirklich näher auf die Wachstumsmärkte in den USA und Asien zu – oder in die EU? Bundesrat Joseph Deiss nach dem Ja zur erweiterten Personenfreizügigkeit.
- Deutschland: Ich will, also bin ich * - Gerhard Schröder führt sich auf wie ein Boxer, der das ...8...9...Aus... des Ringrichters nicht gehört hat. Und der Gewinner geht mit ihm tatsächlich in die nächste Runde.
- Parteien: Das Vermächtnis des Poltergeists * - Die SVP muss Christoph Blocher folgen, ihm also auch von der Opposition in die Regierung. Doch sie hat das treue Fussvolk am rechten Rand gegen sich. Und die Zeit.
- Glücksspiel: Wie zerronnen, so gewonnen * - Viele Regeln verderben den Spass und sorgen bloss für Probleme. Die Schweizer Kasinos sollten alle Einsätze zurückzahlen: Das wär der Jackpot für alle.
- Zürich-Paradeplatz: Dümpler ertrinken schneller * - Alte Wahrheit aus aktuellem Anlass: Gibt der Staat in harten Zeiten Geld aus, erspart er sich den Stillstand.
- Konkret: Unverfroren unbürokratisch *
- Bildlegende: Ei unterm Teppich *
- Medien: Genosse Journalist * - Wenn Zeitungen, Radio und Fernsehen nicht mehr die Ansichten grosser Teile der Bevölkerung vertreten, herrscht Meinungskommunismus. Verstanden!
- Mailbox: Lieber Matthias Ackeret *
- Namen I: Muktaran Mai
- Namen II: Peter Dorje
- Namen III: Jack La Motta
- Namen IV: Alain Delon
- Namen V: Halle Berry
- Im Auge: Die Zenn-Methode *
- Nachruf I: Jonathan Fischer
- Nachruf II: Mark Matthews (1894–2005)
- Direktübertragung: «Der Tag wird kommen» *
- Sport: Die eiserne Lady *
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. - Darf frau ihren Geldbeutel in der Gesässtasche tragen? Christian Hochuli-Scheuzger, Filzbach
Interview
- Pieter Bouw: «Ich hatte nichts zu geben» * - Pieter Bouw, zurückgetretener Swiss-Präsident, geht als jener Manager in die Geschichte ein, der tat, was er schon lange tun wollte: die Airline den Deutschen verkaufen. Das schaffte der Niederländer, weil er begriffen hatte, wie die Schweiz funktioniert. Sagt er.
- «Black’n’Blond»: «Jetzt aber ernsthaft» - Wer je überlegt hat, was er von Roman Kilchspergers und Chris von Rohrs Late-Night-Show erwarten darf, kann nun mit dem Überlegen aufhören: «Höschen runter, Hirn abschalten» wird es nicht sein. Das ist eine gute Nachricht. Oder nicht?
- Zu den Personen: Die Music-Stars
- Krankenkassenprämien: Die unheilbare Allianz - Jeden Herbst fühlen wir Schweizer uns schlecht – dann nämlich steigen die Krankenkassenprämien. Aber deswegen gleich losjammern? Wir bezahlen doch nur, was wir vom Gesundheitswesen verlangen und auch bekommen: mehr, mehr, mehr. Erkundungen an der Schmerzgrenze.
- Toyota: Alles wagen - Toyota ist schneller – im Denken. Der Welterfolgskonzern, vor wenigen Jahren noch belächelt wegen seiner äusserst praktischen, jedoch seelenlosen Fahrzeuge, ist im Jahr 2005 dort, wo viele seiner Konkurrenten nie hinkommen werden.
- Zu viel des guten Schlechten: Moss wanted * - Seit Charles und Diana hat kein Paar die Scheinwelt mehr erregt als Kate Moss und Pete Doherty. Drogen, Sex, Schläge – das Model und der Punkpoet gaben der Boulevardpresse ihr täglich Brot. Doch dann zeigte der Daily Mirror, was jeder wusste. Das war zu viel des guten Schlechten.
- Anarchy in the UK: Die Sex-Pistols-Welle * - Von Franz Ferdinand bis Pete Doherty: Wie neue britische Bands die Verschwendung der Jugend feiern.
- Evo Morales: Der König der Indianer - Seine Visitenkarte schmückt ein Kokablatt; und wenn es um Sozialpolitik geht, nennt er Fidel Castro als Vorbild: Eliteschreck Evo Morales, 46, will Präsident Boliviens werden – und nur ein Wunder kann das verhindern. Oder George W. Bush.
- Fernando Alonso: Ende einer Dienstfahrt * - Am 25. September 2005 starb in der Formel 1 der Rock ’n’ Roll: Fernando Alonso wurde Weltmeister. Aber nicht irgendeiner. Er ist der erste spanische und der jüngste Schnellste unserer Zeit – und nicht minder erstaunlich: noch blasser als Michael Schumacher. Wie konnte er so weit kommen?
- Das Wort zum Donnerstag: Rebellion: 5 *
- Forschungsstand: Es war einmal *
- Expeditionen: Darwinci *
- Krieg und Frieden: Über Lieferungen *
- Tatort: In der Wolle *
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Kurt Felix zeigt es allen *
- Fotografie: Rosen aus dem Rinnstein * - Wie wertvoll sind eigentlich private Digitalbilder im Internet? Die Weltwoche blätterte in Logbüchern, auf Deutsch: Blogs.
- Bestseller: Belletristik
- Bestseller: Sachbücher
- Reklamation: Apropos Steve Tesich
- Film: Herz, was willst du weniger? * - Wann kommt er, der Junge auf dem weissen Pferd? Joe Wright beleuchtet in Jane Austens «Pride and Prejudice» den gehobenen Heiratsmarkt im England des 19. Jahrhunderts. Romantik ohne Zuckerguss.
- Film: Liebesschwüre, gereimt *
- Literatur: Sein letzter Coup, Ehrenwort * - Lieber in der Hölle herrschen als im Himmel dienen? Keine Frage für Ludwig Lugmeier. Der deutsche Grossgangster schrieb im Zuchthaus seine Biografie und sprach mit Arno Luik.
- Selbstverwirklichung: Schlechte Zeiten, gute Seiten * - Gangster, Dompteur, Schiffsjunge: Ludwig Lugmeier lebte seine Fantasien aus. Deshalb schreibt er auch so unspiessig.
- Kunst: Terrorbewältigung * - Von einem, der auszog, das Fürchten zu lehren: Christoph Büchel befasst sich mit Gewalt.
- Klassik: Urvater unser * - Wie die Leipziger Kapellmeister Blomstedt und Chailly ihren seligen Vorgänger ehren.
- Jazz: Opas Maximum * - Der 73-jährige Berufsbasler George Gruntz plant, schreibt, arrangiert, komponiert und spielt wie nie.
- Pop: Jackson the Ripper * - Endlich ein paar Nachrichten aus dem späten 21. Jahrhundert. Das Warten hat sich gelohnt: Sie tun sehr weh.
- CD-Tipp I: Auf dem Friedhof
- CD-Tipp II: Im Herzen
- Kaufzwang: Die Vinaigrette - Als Weltstar ist Boris Becker Weltklasse. Und als Interviewpartner? Na ja – auf alle Fälle braucht er keine Balljungen.
- Auto: Politisch Verfolgte geniessen BMW * - Wenn Rot-Rot-Grün Deutschland regiert, findet die Leistungselite Unterschlupf im neuen M5.
- Zu Tisch: Ausflug ins Grüne
- Zu Fuss (4 Stunden und 7 Stunden): Wo ist Heidi?
- Am Anfang: Tristan Egolf und Marie Modiano * - Es war, wie ein Amerikaner sich l’amour vorstellt: Der Punk-Rocker will Schriftsteller werden, trampt barfuss durch Europa und verzaubert die Tochter eines Pariser Grossliteraten. In ihrem Mädchenzimmer schreibt er einen Roman, den auch William Faulkner nicht besser hinbekommen hätte. Elf Jahre später fällt ein Schuss.
