Die Weltwoche
Ausgabe 30/05
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Banalsex - Der Gang ins Bordell ist so selbstverständlich geworden wie der Kinobesuch. Bevor man jetzt moralisiert: Auch bei der gefühlsechten Kopulation geht es heute sachlicher zur Sache.
- SF DRS: «Das tut weh» * - Wer hat das Sagen beim TV-Produktionszentrum?
- Wildnis: Raubtier-Knigge * - Er macht die Zürcher Teddys vollends zu Witzfiguren: Der richtige Bär erobert die Schweiz. Was tun, wenn man ihm begegnet? Tot stellen? Steine werfen? Wegrennen?
- Terrorismus: «Eine Folge der Verwestlichung» * - Islamkenner Olivier Roy hält nichts vom herrschenden Multikulturalismus. Aber noch weniger davon, wegen Selbstmordattentätern die liberalen Grundsätze aufzugeben.
- Kopf der Woche: Masako, Kronprinzessin ohne Sohn *
- Personenkontrolle: Der heilige Geist *
- Bern-Bundeshaus: Er hat sie alle getäuscht * - Seit einem Jahr pflügt Preisüberwacher Rudolf Strahm die verkrusteten Wirtschaftsfelder des Landes um. Zeit für eine kurze Ehrenmeldung.
- Kommunikation: Chinesisch first * - Der Siegeszug des Englischen scheint unaufhaltsam. Doch wer künftig mitreden will, sollte auch anderer Sprachen mächtig sein: Spanisch beim Apéro, Chinesisch im Geschäft und Deutsch für Poesie.
- St. Moritz: Schlaflos in Piz Matratz * - Lärm! Gestank! Dreck! Und immer noch kein Hallenbad! Der Kurdirektor Hanspeter Danuser schreit öffentlich um Hilfe.
- China: Mao, eiskalt abgeduscht * - Die Erfolgsautorin Jung Chang und ihr Mann Jon Halliday rechnen mit dem Grossen Vorsitzenden ab. Jawohl, er war fast so übel, wie sie ihn zurichten.
- Islam: Die Koran-Show * - Im Vergleich zu Amr Khaleds Sendung ist das «Wort zum Sonntag» eine Hasspredigt: Allahs frommster Fernsehmann säuselt junge Muslime in aller Welt zu Tränen.
- Zürich-Paradeplatz: Warten auf Taten * - Eine Ladung Keynes brächte Euroland auf Trab. Die Politik setzt aber lieber auf das Prinzip Hoffnung.
- Konkret: Geschichtseugeniker *
- Bildlegende: Militanz der Hormone *
- Medien: Täler der Ahnungslosen - Was der Zuschauer nicht sieht, fehlt ihm nicht. Also? Also erstens: Streiche zweite Senderketten. Ein vernünftiger Vorschlag zum Sparprogramm der SRG.
- Mailbox: Lieber Alexander Tschäppät
- Namen I: Uschi Glas
- Namen II: Anthony Kiedis
- Namen III: Russell Simmons *
- Namen IV: Jelena Isinbajewa
- Namen V: Heino
- Im Auge: Giannas wahre Liebe *
- Nachruf I: Albert Mangelsdorff (1928–2005)
- Nachruf II: Alain Bombard (1924–2005) *
- Direktübertragung: «Genie der Menschheit» *
- Sport: Wiener Walze *
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. - Darf man bei einem Festakt die offiziellen Dokumente in einem rosa Plastikmäppli übergeben? Franziska Moser, Safnern
Interview
- Mathias Gnädinger: «Ich grüsse, sonst sind sie beleidigt» - Es gibt ein Leben ohne «Lüthi und Blanc» – und es ist süss. Seit Mathias Gnädinger seinen Schulschatz geheiratet hat, geht er vor Glück sogar ins Fitnessstudio. Der Schauspieler von Grossformat über Drehbuchautoren, Revolverschnorren und Provinzler wie er.
- Zur Person: Ramsen–Berlin–Ramsen
- Wir brauchen Visionen: Was sie nicht sagen - Politiker reden oft und gern und am liebsten in Floskeln. Aber was meinen sie mit Auslegeordnung, Handlungsbedarf oder gar Visionen? «Das ist eine Frage, die sich so nicht stellt», würden sie antworten. Weil das Gegenteil der Fall ist: ein Glossar der politischen Phrasen.
- Hip-Hop-Groupie Karrine Steffans: Memoiren einer Übersehenen * - In vielen Rap-Videos sind Frauen bloss Dekoration. Allerdings liefern sich wenige so willig aus wie Karrine Steffans. Nun scheint die Hip-Hop-Kurtisane, die Gast in einigen Musikfilmchen war, den Ausstieg geschafft zu haben – als Enthüllungsautorin
- UBS-Präsident Marcel Ospel: Alle Schalter besetzt * - Wo UBS-Präsident Marcel Ospel auch hinschaut: Er sieht Leute von seinen Gnaden. Ausgerechnet das Swissair-Grounding, das ihn nach aussen zum Buhmann machte, nutzte er intern zum Ausbau seiner Macht. Jetzt, da er sie hat, soll alles bleiben, wie es ist. Ist das gut?
- Diät, halb so schwer: Viel leicht - Was essen, wenn man schwer an sich trägt? Ein Schweinskotelett macht erstaunlicherweise ebenso schlank wie ein trockenes Brötchen. Weil sich die Ratschläge der Experten die Waage halten, zur Vorspeise erst einmal dies: Lesefutter.
- Am 6.8.1945 explodierte die erste Atombombe über Hiroshima: Ein Tag im August - Radio Hiroshima meldete noch «Feindliches Flugzeug nähert sich...», dann fiel die Sonne auf die Erde. Vor 60 Jahren explodierte die erste Atombombe. Rekonstruktion der Stunden, die alles veränderten.
- «Enola Gay»-Pilot: «Es war einfach grossartig» * - Paul Tibbets flog die Bombe nach Hiroshima. Er ist noch heute stolz, dass er den Auftrag perfekt ausgeführt hat.
- Gender Studies: Eine neue Gattung *
- Das Wort zum Donnerstag: Was tun? *
- Wanzen: Auf der Mauer, auf der Lauer *
- Krieg und Frieden: Krisenherde I *
- Tatort: Tritt, Brett, Fahrer *
- Editorial: Von Nichtlesern und Antieseln
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: LSD im Zwetschgenkompott *
- Parallelgesellschaft: «Die gucken nur so» * - Einmal im Jahr verwandeln die Gothics Leipzig in den grössten Friedhof der Welt. Was nicht heisst, dass Satan mit ihnen zufrieden ist.
- Film: Böse Absicht * - Der talentierte Jungregisseur Christian Alvart mutet sich mit seinem Erstling «Antikörper» einen Serienmörderthriller zu. Unter den Opfern: der Thriller.
- Film: Das Gespinst der Freiheit *
- Belletristik: Hat man da noch Worte * - Urs Faes zeigt Alban Bergs unglückliche Liebe zu Hanna Fuchs als Exempel männlicher Verlorenheit. Der Mann will, die Frau bleibt still. Tröstlich, gibt es Briefe und SMS.
- Bestseller: Belletristik
- Bestseller: Sachbücher *
- Reklamation: Apropos Frank Heer
- Kunst: Onkel Bins Hütte * - Architektur ist nichts anderes als angewandte Politik. Den Beweis liefert die Fri-Art in Fribourg.
- Klassik: Mouse on Venus * - Olga Neuwirth lärmt sogar mit bayerischen Zithern. Aber nur, wenn sie schön verstimmt sind.
- Jazz: Herzlich erfreut * - Soviel der Pianist Marc Copland auch mit sich spricht, bleibt ihm doch Luft für andre.
- Pop: Mamas und Papas * - Carl Barât von den Libertines präsentiert, was ihn prägte. Ganz offensichtlich nur Gutes.
- CD-Tipp I: Die Stimme
- CD-Tipp II: Die Schwelle
- CD-Tipp III: Das Genie
- Kaufzwang: Die Hose - Endlich ein Interview mit einem Rapper. Doch die Zungenfertigkeit von The Game verdient nicht maximalen Respekt.
- Auto: Von Zero zum Hero * - Der Citroën C1 ist noch der schönste unter den Billigen. Vielleicht verkraftet er sogar ein Piercing aus der Heimat von Sarah Connor.
- Zu Tisch: Weisse Röschen *
- Zu Fuss (4 Stunden): Dreigänger
- Am Anfang: Dina Vierny und Aristide Maillol * - Der Altersunterschied war gross, gross wie die Liebe. Als der greise Bildhauer seinem Modell begegnete, schien er schon immer nur sie geformt zu haben. Und so brennt ihr Feuer in einem Tempel weiter: Das Leben ist lang und ewig die Kunst.
