Die Weltwoche
Ausgabe 28/05
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Editorial
- Intern: Editorial
- Exklusiv-Gespräch: «Auch Sie ertragen die Freiheit nicht» – «Ich?»–«Ja»–«Öhhh...»–«Was öhhh?» - Als Harald Schmidt ging, weinten die Menschen, als gäbe es kein Morgen ohne late night. Kurz nach seiner öffentlich-rechtlichen Wiedergeburt heulten sie wie enttäuschte Liebhaber. Gespräch mit dem einzigen Mann im Fernsehen, der nur mit sich selbst zu vergleichen ist.
Aktuell
- Kommentar: Allahs Metzger - Der islamistische Terror ist keine Folge einer westlichen Kreuzzugs-Politik – die Gewalt ist in der muslimischen Welt angelegt. Und das kann sie nur selber ändern.
- Nationale Fragen: Swissmania * - Die frivolsten Namenskreationen der jüngeren Geschichte.
- Classe littéraire: Schneewittchen war hier * - Aus Zoë Jennys Romanen klingt immer, immer, immer eine starke Kindlichkeit. Wenn sie als Vortragsrednerin auftritt, bleibt’s dabei.
- Geldwäscherei-Affäre: «Kollegiale Hilfestellung» * - Der Eidgenössische Untersuchungsrichter weist Vorwürfe gegen die Bundesanwaltschaft zurück. Hat sie das entlastende Communiqué etwa selbst geschrieben?
- Kopf der Woche: Micky Maus, Held der Ersatzwelt
- Personenkontrolle: Wirtschaftsförderer *
- Bern-Bundeshaus: Angstfreie Zone * - Anfang Jahr sang er den Wachstumsblues. Nun, da alles noch viel schlechter steht, färbt Jean-Daniel Gerber, Staatssekretär für Wirtschaft, schön. Abstimmungstaktik?
- US-Justiz: Jailhouse Rap * - Nach drei Freisprüchen für männliche Stars, die wegen Vergewaltigung und Mord angeklagt waren, gehen nun zwei weibliche Stars ins Gefängnis: wegen Meineid.
- Schweizer Strassen: Via mala * - Zum WK mit allen Autofahrern? Eine Lektion in Staatskunde.
- Deutschland: Wolfsburger Puppenkiste - Manager, die Gelder in Tarnfirmen stecken; Personalräte, die sich mit Dienstreisen und Dirnen belohnen: Bei VW wird längst nicht mehr nur «aus Liebe zum Automobil» gearbeitet. Das Vorzeigekind des fröhlichen Kapitalismus hat sich selbst überholt.
- Unternehmen: «Gewinnernationen haben Familiensinn» * - Die Schweizer Firma Logitech macht Milliarden mit Computermäusen. Ihr CEO Guerrino De Luca feiert Weihnachten in China – arbeiten will er langfristig in Europa.
- Zürich-Paradeplatz: Umverteilen, bis die Tränen fliessen - Wenn nun auch noch der Steuerwettbewerb unter Beschuss kommt, droht der wirtschaftliche Kollaps.
- Konkret: Alles hat ein Ende *
- Bildlegende: Die neue Wischiwaschi-Partei *
- Medien: Dem Voyeur ist nichts zu schwör *
- Mailbox: Lieber Moritz Leuenberger *
- Namen I: Barbara und Jenna Bush
- Namen II: Henry Kissinger
- Namen IV: Norman Mailer
- Namen V: Whitney Houston
- Im Auge: Paris Moskau *
- Nachruf I: Peter Boenisch (1927–2005)
- Nachruf II: Claude Simon (1913–2005)
- Direktübertragung: «1500 daN Schutz» *
- Sport: Schwarzer Oktober *
- Darf man das?: Darf man das? - Darf eine Frau einem Herrn in den Mantel helfen? Immer wieder komme ich als Frau in Versuchung, nach einem Restaurantbesuch einem Kollegen oder dem Chef in den Mantel zu helfen. Diese reagieren jeweils sehr verlegen.
Christine Ruprecht, Luterbach
Interview
- Iggy Pop: Iggy und Pop - Er machte schon Punk, als Sicherheitsnadeln nur Sicherheit gaben. Jetzt tanzt the wild and only wieder mit seiner alten Band The Stooges – am 22. Juli auch in Luzern. Interviews hasst er mehr als Crosby, Stills & Nash, doch Albert Kuhn, den Musikkritiker der Weltwoche, rief er um Mitternacht an und brüllte:
- Zur Person: Iggy Pop - Wild im Herzen
- Dschihad-Experte Petter Nesser: «Europa steht oben auf der Liste» - Nach den Anschlägen von London und Madrid ist sicher: Frankreich und Deutschland müssen nun sehr aufpassen. Selbst die Lösung des Nahostkonflikts dürfte die Mordlust der Islamisten nicht mildern, sagt der Dschihad-Experte Petter Nesser.
- Der Westen opfert sein höchstes Gut, die Freiheit.: Fürchtet euch nicht * - Gefährlicher als die Bomben sind die Ängste vor den nächsten: Dem Kampf gegen den Terrorismus opfert der Westen sein höchstes Gut, die Freiheit. Damit hat er schon verloren.
- Terrorfürst: «Dschihad ist eine religiöse Pflicht» - Abu Mohammed al-Makdisi ist Vordenker der Islamisten in Europa. Kurz vor seiner Verhaftung gab er dieses Interview.
- Stade de Suisse: Ein Mann baut auf * - Nach Einschätzung seiner Konkurrenten ist Bruno Marazzi von Beruf ein guter Mensch. Der Maurer aus dem Emmental macht, wo andere reden. Zehn Jahre kämpfte er für sein Lebenswerk, nun wird es eröffnet – das Stade de Suisse. Hommage an einen homme de béton.
- Viva USA!: Jagd auf illegale Aliens - Seit über Kalifornien und Texas immer weniger geht, quälen sich Mexikaner durch die Wüste Arizonas nach Amerika. Schutzmänner bewachen die Einfallsrouten mit zugedrückten Augen, denn Illegale sind der Wirtschaft sehr willkommen.
- So sexy sind Geisteswissenschaften: Die Jugend braucht neuen Stoff * - Wer denkt, Computerspiele und Comics würden Menschen verblöden, sollte mal zur Schule gehen. Was da an unnützem Wissen weitergegeben wird, reicht, um in zwei Leben zu scheitern. Zum besseren Verständnis: Plädoyer für eine Aufwertung der Geisteswissenschaften.
- Gender Studies: Traueräpfel *
- Das Wort zum Donnerstag: Speer und Air *
- Forschungsstand: Mut zum Mythos *
- Wölfe: Füttern, bis der Magen leer ist *
- Krieg und Frieden: Weiche Ziele *
- Tatort: Pech im Unglück *
- Editorial: Editorial
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Spiel mit dem Teufelsfisch *
- Kriminalistik: Geschossen mit der Kamera * - Die Fotos aus dem Archiv der Polizei von Los Angeles beweisen: Um Kunst herzustellen, bedarf es nicht unbedingt eines Künstlers.
- Kunst: Die Welt als Fall * - Um die Ecke gebracht: Jetzt sind die Fotos des L.A. Police Department in Zürich.
- DVD: Mehr Schlacht als recht * - Vor fünfundzwanzig Jahren kämpfte der verehrte Samuel Fuller tapfer um sein Kriegsepos «The Big Red One» – und verlor. Aber wie es dazu kam, ist schon sehr interessant für Filmhistoriker.
- Film: Ein Witz *
- Klassik: Klang – Bild * - Miklós Rózsa: zwischen Kino- und Konzertsaal.
- Belletristik: Nur zum Vergnügen. Was heisst denn nur? * - Der Brite Philip Ardagh schreibt Kinderbücher für Eltern, denen es gefällt, sich selbst zu demontieren. Sein Held Eddie Dickens gehört zum Besten, was einem zurzeit passieren kann.
- Bestseller: Belletristik *
- Bestseller: Sachbücher *
- Reklamation: Apropos SuDoku *
- Jazz: Mr. Big * - Als der Swing erlahmt war, erfand ihn Count Basie als Stromliniensound des Jet-Zeitalters.
- Pop: Die Klagemaurer * - Protestlieder? Nach Bob Dylan bei Bob Geldof landen, ist keine Lösung. Es sei denn die Band heisst TSMZMOTLLB, Thee Silver Mount Zion Memorial Orchestra and Tra-La-La Band
- CD-Tipp I: Plattenbau
- CD-Tipp III: Zu Hause
- CD-Tipp II: Übungsraum
- Kaufzwang: Die Beine - Kann ein Mann distanziert über Mariah Carey schreiben, nachdem sie ihm ihre Schenkel gezeigt hat? Nicht unser Kolumnist.
- Auto: Das Kurhotel * - Wer im Bentley Continental Flying Spur Platz nimmt, fühlt sich wohl. Ist das Geheimfach in der Konsole für Juwelen?
- Zu Tisch: Besserschmecker *
- Zu Fuss (4 Stunden): Glatte Vorzeit
- Am Anfang: Bill Hewlett und David Packard * - Als sie zusammen ein Zelt aufschlagen, finden sie, eine eigene Firma wäre auch schön. Doch welcher Name zuerst genannt würde auf dem Messingschild, darüber können sich die Freunde nicht einigen – also werfen sie eine Münze. Und deswegen heisst einer der weltweit grössten Hersteller von IT-Produkten nicht PH.
