Die Weltwoche
Ausgabe 23/05
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Eine Regierung und ihr Volk - Wer Abstimmungen gewinnen will, könnte auch ehrlich sein. Man will wissen, was der Bundesrat in Sachen EU wirklich vorhat. Auch im Kleingedruckten.
- Gleichstellung: Klüger, als die Politik erlaubt * - Am 12. und 13. Juni stimmt Italien über die künstliche Befruchtung ab. Das Land ist überrascht: Auch Frauen haben dazu etwas zu sagen.
- Alltagsklugheit: Haben Sie 90 Minuten Zeit für uns? * - Endlich ist es gelungen, erstens die Grundkompetenzen von Erwachsenen zu messen und zweitens eine Länderrangliste zu erstellen. Beides ist gaga, aber lehrreich.
- Kopf der Woche: Thomas Lüthi, Volksheld in spe *
- Personenkontrolle: Unter Kollegen *
- Bern-Bundeshaus: Weniger Standorte, mehr Standpunkte - Bundesrat Leuenberger hat die nukleare Endlagerung im politischen Zwischenlager versenkt. Das sind keine strahlenden Aussichten für die Energiepolitik.
- Amerika: «Ziehe deine fucking Knie an deine fucking Nase» * - 30 Monate verbrachte Bader Zaman Bader, 35, pakistanischer Journalist, unschuldig in US-Terroristen-Gefängnissen. Er bestätigt Misshandlungen und Koranschändungen.
- Gesundheitspolitik: Wer’s glaubt, muss zahlen * - Alternativtherapien haben die Patienten künftig selber zu finanzieren. Das ist gut so. Welcher Steuerzahler gibt schon gern Geld für Zauberei aus?
- Frankreich: Petit Nicolas * - Damit konnte Innenminister Sarkozy nicht rechnen: Erstmals schreiben die Medien über die Eheprobleme und Affären eines Politikers. Eine neue Rolle für den Saubermann.
- Balkankrieg: Das Hässliche im Spiegel * - Warum erkennen die Serben die Gräuel ihrer «Helden» erst jetzt, wo sie diese auf Video sehen?
- Zürich-Paradeplatz: Moden der Manager * - Es ist ganz einfach, den Horizont von CEOs zu erweitern: Man muss nur aufhören, sie mit Aktien zu bezahlen.
- Konkret: Kauft nicht beim... *
- Bildlegende: Mehr Chügeli, weniger Kässeli *
- Medien: Die Performance der Peru-Mütter * - Chefredaktoren müssen gute Journalisten und heutzutage noch bessere Manager sein. Schaffen sie den Spagat nicht, wird es eng.
- Mailbox: Lieber Otto Schoch *
- Namen I: Karl Stifter
- Namen II: Christiane Nüsslein-Volhard
- Namen III: Judy Shalom-Nir-Moses
- Namen IV: Kathleen Turner
- Namen V: Mirwais Najrabi
- Im Auge: Das Attentat *
- Nachruf I: Hans Martin (1913–2005)
- Nachruf II: Samir Kassir (1960–2005)
- Direktübertragung: «Direkt in die Blutbahn» *
- Sport: Hühnerbrust mit Tigerherz *
- Darf man das?: Leser fragen, die Weltwoche antwortet. - Darf man beim Einsteigen in den Bus vordrängeln und danach im Eingang stehen bleiben und langsam und gemütlich einen Platz aussuchen? Mirjam Buchmann, Bern
- Zurück im Leben: Eben nach dem Tod - Wenn Normalsterbliche ins Leben zurückkehren und von Gott, Kühen oder Mozart im Paradies erzählen: Ist das jenseits? Oder ein irdisch erklärbarer Salto mortale im Gehirn? Neuste Erkenntnisse von der letzten Reise.
- Wirtschaftsdachverband Economiesuisse: Nicht mehr vor Ort * - Je unwichtiger die Vorlage und je kleiner ihr Nutzen, umso leidenschaftlicher legt sich der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse ins Zeug. Er gewinnt Schengen – und verliert die entscheidenden Schlachten. Eine Manöverkritik von Urs Paul Engeler
- Gibraltar: Ein harter Brocken * - Sind 30000 Eingeborene genug, um ein Volk zu sein? Auf Gibraltar stellt man diese Frage besser nicht. Und schon gar nicht auf Spanisch.
- Harry Reems, Hauptdarsteller aus «Inside Deep Throat»: Der Stehauf-Mann * - «Deep Throat» ist der einzige Porno, den auch Puritaner kennen dürfen, ohne sich zu verschlucken. Er gab der Watergate-Quelle, die sich nun geoutet hat, den Decknamen. Zeit also, auch den Hauptdarsteller des Skandalfilms aus der Tiefgarage zu holen: Harry Reems, was treiben Sie heute?
- Beda M. Stadler, provokativer Ketzer: Eines hilft bestimmt: Recht haben - Globuli führen bloss zu Zahnschäden, schon eher nützen sexistische Witze: Willkommen bei Beda M. Stadler, dem provokativsten Ketzer gegen jede Form von bio, alternativ und gentechfrei. Für die Weltwoche quälte sich Immunologie-Professor Gnadenlos durch eine Lektion Qi Gong.
- Zutritt nur für Mitarbeiter des Konzerns: Vasellas verbotene Stadt * - Novartis rührt im Norden Basels mit der grossen Betonkelle an: Auf zwanzig Hektaren entsteht der «Campus», eine Forschungsstadt, von Stararchitekten gebaut, eine Milliarde Franken teuer – und leider mit einem Verbotsschild: Zutritt nur für Mitarbeiter des Konzerns.
- Gender Studies: Hitzekacheln *
- Das Wort zum Donnerstag: Mörgeligrauen *
- Forschungsstand: Positives zum HIV *
- Schwarze Witwe: Gefährliche Hochzeiten *
- Krieg und Frieden: Tenuwechsel *
- Tatort: Schuhbomben *
- Editorial: Fortsetzung foltert
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Sie sind mitten unter uns *
- Operation «Mani pulite»: Politik aus dem Bauch - Gianni Motti zeigt auf der Art Basel ein Stück Seife. Ja gut? Nein, viel besser: Es ist Berlusconis Bindegewebe.
- Film: Spass-Shuttle * - Lässt Douglas Adams seinen Helden per Anhalter durchs Weltall bummeln, bleibt kein Stern auf dem andern. Endlich einer, der den Raumpflegern von «Star Wars» eins auswischt.
- Film: Menschlichkeit im Minenfeld *
- Belletristik: Die Kraft der Bagatelle * - Um den Alltag erträglich zu machen, führen manche Menschen ein Tagebuch. Margaret Forster kann zur Not auch eines erfinden.
- Bestseller: Belletristik
- Bestseller: Sachbücher
- Reklamation: Apropos Petra Ivanov
- Kunst: Schweizer Botschaft * - Uwe Wittwer verarbeitet geschichtliche Motive zu Poesie – und erfasst damit das Verhältnis des Landes zur Welt.
- Klassik: Unverschämt * - Junge Klavierstars wecken das Gefühl, also Rachmaninow.
- Jazz: Zarte Melomanie * - Kurt Rosenwinkel, Gitarre und Gesang, musiziert. Das bedeutet nicht altmodisch, sondern warm und klug.
- Pop: Reifer Knabe * - Fred vom Jupiter heisst Andreas Dorau und ist viel weniger Spassvogel als ein Ernsthafter der dritten Art.
- CD-Tipp I: Rollkommando
- CD-Tipp II: Software
- CD-Tipp III: Steelgefühl
- Kaufzwang: Der Käpt’n - Feuilletonkritikern muss DJ Bobo nichts beweisen, sagt er. (Respekt.) Trotzdem ist der Popmusiker im Gespräch ziemlich klug.
- Velo: Metaphysischer Reiter * - Wie man «Danke, MTV, for pimping my Fahrrad so geil» ins Deutsche übersetzt. Mit dem Helden aus «The Big Lebowski».
- Zu Tisch: Holder Trank *
- Zu Fuss (2 Stunden, 30 Minuten): Schlachtenwandern
- Am Anfang: Ibn Saud und Franklin D. Roosevelt * - Der saudische König wartete schon auf einem Schiff im Suezkanal, doch der Präsident der USA musste in Jalta noch rasch die Welt neu ordnen. Trotz Verspätung endete das Treffen der Gebrechlichen 1945 mit einem historischen Ölbündnis. Als Churchill wenig später dasselbe versuchte, verpasste er den Deal um eine Zigarrenlänge.
