Die Weltwoche
Ausgabe 38/04
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Aktuell
- Intern: Editorial
- Kommentar: Unser Dank gilt dem Eindringling - Der Einzug des Billiganbieters Aldi löst beim hiesigen Detailhandel verblüffenden Preisaktivismus aus. Das schmerzlich vermisste Wachstum wird folgen.
- Flora: Farn, Farn away * - Erkenntnis aus der Botanik: Die Forschung braucht mehr Amateure.
- Soziologie: Schlafstadt * - Zürich erlebt seine Re-Bünzlisierung. Ein Nachruf.
- News: Ein Kreuz mit dem Islam - Unsinnige Extrapolationen und beleidigende Charakterisierungen: Das Inserat «Muslime bald in der Mehrheit?» sorgt für Kontroversen.
- Kopf der Woche: Sarah Salleh, Pengiran *
- USA: Eine dunkle Stunde für die Abendnachrichten - Sind die Aktennotizen gefälscht, die George W. Bush als Drückeberger darstellen? Hobby-Rechercheure zeigen sich in Internet-Journalen überzeugt davon. Sollten sie Recht haben, stürzt Dan Rather – das Denkmal unter den amerikanischen Reportern.
- Kriminalität: Ohropax gegen bohrende Fragen * - Ein Clan aus dem Kosovo hat sich in Winterthur einen Namen gemacht – als Schutzgelderpresser. Und lässt die Strafjustiz ins Leere laufen.
- Abstimmung: Ins Posthorn jagen * - Bleibt jemand auf dem Land, bloss weil es die Post tut? Gewerkschafter Christian Levrat glaubt daran.
- Medien: Schlichtheit siegt * - Jenseits von Eiseskälte und protziger Ästhetik: die zehn schönsten Schweizer Printtitel.
- Politischer Schundroman: Passé radical *
- Konkret: Goldesel der Linken *
- Bern-Bundeshaus: Die Jagd ist eröffnet * - Mit den Bilateralen II fällt das Bankgeheimnis in einem ersten Bereich. Die Geldhäuser loben die Verträge, denn sie haben – auch das ist kein Geheimnis – bereits aufgegeben.
- Zürich-Paradeplatz: Koordinierter Niedergang * - Steuerharmonisierung, Vereinheitlichung: Ja, das klingt gut, zielt aber darauf ab, den Wettbewerb auszuschalten. Dies hemmt auch den politischen Fortschritt.
- Bildlegende: Rinderwahnwitz *
- Mailbox: Lieber Samuel Schmid
- Namen: Tony Blair, Micheline Calmy-Rey, Vibeke Bjelke, Ivan, Bill Clinton *
- Im Auge: Allah in Eton *
- Nachruf I: Ko Young Hee *
- Nachruf II: Serafina Battaglia *
- Direktübertragung: Freies Elementarteilchen *
- Sport: Unter Feuer *
- Darf man das?: Leser fragen, Die Weltwoche antwortet.
- Kunst: Tobi or not Tobi * - Die deutsche Empfindungskomödie «Sommersturm» will nicht über, sondern mit den Schwulen lachen. Doch leider finden hier komisch und teutonisch nicht zueinander.
Interview
- Volksverdreher: Unser Wille geschehe - Könige der Demokratie: Die Bundesräte als Meinungsmacher und Propagandisten im Abstimmungskampf.
- Rosamunde Pilcher: Ein Seelchen von Mensch - Rosamunde Pilchers Bücher lesen sich, als seien sie auf Rosenblätter geschrieben. Bei ihr reimt sich Herz stets auf süssen Schmerz. Millionen Menschen macht die demnächst 80-Jährige himmelblaue Laune, gibt ihnen Kraft fürs eigene Leben. Ein Dankeschön.
- Naher Osten: Weh dem, der komisch guckt - Um über die Runden zu kommen, spionieren Palästinenser für Israel. Die Kollaborateure müssen ihre Enttarnung fürchten. Alle anderen, dass irgendjemand irgendein Motiv hat, sie zu beseitigen. Denn schon ein Gerücht reicht aus, um hingerichtet zu werden.
- Film: Licht im Godard-Tunnel * - Er dreht Filme für Menschen, die gern «gleichsam» und «in diesem Kontext» sagen. Dafür kann Jean-Luc Godard nichts. Doch wie will er ihnen erklären, dass sein neuestes Werk «Notre musique» so überraschend zugänglich ist? Ein Gespräch mit dem Mythos.
- Fettsucht: «Friss doch Seife, die ist fettlösend» * - Auf dem Heiratsmarkt haben Kriminelle grössere Chancen als Dicke, und im Berufsleben wirkt jedes Kilo Übergewicht wie eine Gehaltsbremse. Dabei hat Fettsucht nichts mit Willensschwäche zu tun. Ein Bericht über schwere Schweizerinnen und ihre rüde Umwelt.
- Essay: Adam und die Akademiker - Marxismus, Religion und Nationalismus prägen die Feinde des Liberalismus. Fakten haben keine Chance.
- Gender Studies: Frontalangriff *
- Krieg und Frieden: Die List zählt *
- Expeditionen: Antibiotika auf Abwegen
- Forschungsstand: Nächstenliebe *
- Heimatkunde: Sonntagmorgen um neun in der Stadt *
- Nachts um eins am Telefon: Wo soll ich morgen mein Brot kaufen?
- Bestseller: Belletristik, Sachbücher und Reklamation *
- Tonkunst: Also sprach Zarathustra: Gradhäbä - Jodeln, das ist Hüpfen von einem tonalen Berg zum höheren und noch höheren und bis hödriooh ins Paradies. Ein amerikanischer DJ hat darüber ein herzkranzerweiterndes Buch geschrieben
- Buch: Sodbrennen nach dem Feuer * - Rafael Chirbes versammelt in «Alte Freunde» 68er zum Nachtessen und lässt sie der Hoffnung adios sagen. Ein brillanter Abschied.
- Buch: «Ich habe noch nie ein Kobe-Rind gezüchtet» - Walter Moers träumt in Romanform – von einer Welt, in der alle Leute gierige Leser sind, in der es von Buchläden wimmelt und Verleger vor Enthusiasmus sprühen.
- Kunst: Die Ferne ist auch nicht mehr weit *
- Buchtipps: Ian Rankin, Anton Tschechow *
- Fernsehkritik der reinen Vernunft: Fernsehkritik der reinen Vernunft
- DVD: Retter Boris Karloff *
- Jazz: Perlen vor der Tür * - Das Tessiner Label Altrisuoni fördert beharrlich das
Naheliegende – jüngste Entdeckungen: Giulio Granati und Silvano Borzacchiello. - Pop: Dudel aus dem Sack * - Zwei schottische Bands haben sich aufgemacht, völlig neuen Folk zu spielen. Jede
der beiden hat einen eigenen Weg gefunden. - Fackeln am Ohr: Fackel am Ohr *
- Klassik: Glück und Schwefel * - Helmut Lachenmann lädt zur frostigen Himmelfahrt.
- Für immer: Und plötzlich diese Unbotmässigkeit - Wenn man mal wieder glaubt, alles falsch gemacht zu haben im Leben – etwas hat man doch richtig gemacht: Captain Beefheart gehört.
- Gesprächsstoff: London, Freitag, 3.9.2004, 18.00 Uhr.
- Kaufzwang: Der Boxer * - René Weller war Weltmeister im Leichtgewicht. Durchs Leben (und durchs Interview) schlägt er sich eher leidlich.
- Auto: Schaukelstil * - Der XK8 von Jaguar ist eines der ansehnlichsten Cabrios. Damit rumzufahren, verlangt aber eine spezielle Mentalität.
- Zu Tisch: Olivers Twist *
- Zu Fuss: Der König und ich
- Zahlen der Woche: Tuch für den Tresor *
