Die Weltwoche
Ausgabe 30/04
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Schluss mit dem Krach - Kann der Zürcher Fluglärmstreit beigelegt werden? Ja. Falls Politiker ins Spiel kommen, die fähig sind, unpopuläre Entscheide durchzusetzen.
- Astronomie: Aus der Traum * - Wieder um eine Illusion ärmer: Schwarze Löcher gibt es doch nicht.
- Justiz: Der Lauf der krummen Dinge * - Hans Bodmer, der in eine Korruptionsaffäre verwickelte Anwalt, ist auf Kaution frei. Eine elektronische Fussfessel begrenzt seine Bewegungsfreiheit in Washington.
- USA: Volksfest der Demokratie * - Nach dem Wahldebakel vor vier Jahren hat Florida nachgerüstet – mit modernsten Zählmaschinen. Doch auch neuste Technik schützt vor Überraschungen nicht.
- Im Auge: Bernardo Provenzano, der Unsichtbare *
- Fonds: «Sie können jederzeit sämtliche Bücher einsehen» - Erstmals spricht Anlageguru Dieter Behring über seine Verwicklung in den Fall Anita Fetz, politische Spenden und die Vorwürfe, zu hohe Renditen zu versprechen.
- Fonds: Causa Behring *
- Palästina: Meister der totalen Verwirrung - Yassir Arafat ist bald Geschichte? Das ist Gerede. Der Palästinenserchef ist keineswegs am Ende, vielmehr weitet er mit seinem Klientelsystem die eigene Macht aus.
- Leichtathletik: Eingeschlafene Flügel * - Marion Jones rühmte sich, über die Bahn zu schweben. Nun haben sie Dopingvorwürfe aus dem Tritt gebracht.
- Bern-Bundeshaus: Angstwirtschaft * - Ein Freilandversuch der ETH Zürich mit transgenem Weizen ist erfolgreich abgeschlossen – und die Gentech-Forschung an Nutzpflanzen in der Schweiz erledigt.
- Zürich-Paradeplatz: Ganz kurz gedacht * - Jeder Schweizer soll innerhalb von zehn Minuten eine Poststelle erreichen können, fordert ein parlamentarischer Vorstoss. Das ist Unsinn.
- Bildlegende: Keckeis darf aufatmen *
- Konkret: Empörung in Europa *
- Namen: Wayne Rooney, Georg Baselitz, Heidi Klum, Joanne Rowling, Lucky Luke *
- Direktübertragung: «Haben Sie Gemälde?» *
- Nachruf I: Syreeta Whright *
- Nachruf II: Carlos Kleiber *
- Mailbox: Hallo coole Eltern *
- Sport: Karriere auf Sizilianisch
- Doping: Stimmungsmache * - Die Chemie hilft – auch Karrieren zu beenden.
Interview
- Interview: «Die arabische Welt ist unfähig zur Selbstkritik und Selbstironie» - In der Europäischen Union hat die Türkei nun wirklich nichts verloren, sagt der marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun. Er kritisiert Islamisten ebenso wie die Fundamentalisten des Westens.
- Tahar Ben Jelloun: Der Kulturvermittler *
- Umverteilung: Fluss ohne Wiederkehr - Je enger die Täler, umso breiter der Geldstrom. Die Summe der Umverteilung ist gigantisch – die Wirkung minim. Und Zürich und Zug, die reichsten Kantone, sollen noch mehr Geld für den Zusammenhalt der Schweiz zahlen. Wie lange geht das gut?
- Schachweltmeister Bobby Fischer: Es geht ein Zug nach nirgendwo * - Bobby Fischer war einmal der beste Schachspieler der Welt. Dann schoss er sich auf die USA ein, auf die Juden und fast jeden, der einmal sein Freund gewesen war. Dreissig Jahre lang hastete der Mann von Land zu Land. Am 14. Juli wurde er in Tokio verhaftet.
- Diplomatie: Bauernopfer * - Japan hofft, für Bobby Fischers Auslieferung von den USA belohnt zu werden.
- Casanovas: Da muss man sich einfach hinlegen - Mit beunruhigender Zuverlässigkeit verlieben sich Frauen in windige Männer, auch «hommes à femmes» genannt. Warum? Weil sie Lust drauf haben, meine Herren. Vier Erklärungsversuche.
- Kunst des Verführens: Nach zwei Treffen fallen die Hüllen * - Frauen hassen Schleimer und Aufreisser. Schwach werden sie bei einer ganz anderen Taktik, sagt ein Profi.
- Die Ratte: In Ekelhaft - Ratte und Abscheu gehören zusammen wie Tod und Furcht. Seit je – nur: warum? Weil dieses Tier dem Menschen so ähnlich ist und ihn an seine Makel erinnert? Eine Ehrenrettung.
- Alan Turing: Um den Weltruhm geprellt * - Er hatte Schwierigkeiten, links und rechts zu unterscheiden, und doch war es Alan Turing, der 1943 die raffinierteste Chiffrier-Maschine der Nazis knackte – die Enigma. Dank für diesen kriegsentscheidenden Geniestreich erhielt der Brite nicht, im Gegenteil.
- Justiz: Laissez-faire mit tödlichem Ausgang * - In Frankreich blieben mehrere Mörder jahrzehntelang auf freiem Fuss. Und töteten weiter. Auch der kürzlich verhaftete Michel Fourniret war 16 Jahre lang nicht behelligt worden. Die jüngste Blamage aber könnte das Justizsystem verändern.
- «Sex and the City»: Die Vagina-Monologe, letzter Akt * - Nur noch wenige Folgen, dann heisst’s Abschied nehmen von «Sex and the City». Und dann? Trauer tragen statt Prada? Nein! Nur mit einer Fortsetzung kann das Leben weitergehen.
- BBQ Souls: BBQ Souls * - Am Grill haben Schweizer, Finnen und Libanesen mit Amerikanern nichts gemein.
- First Class: Geliebter Gentleman *
- Forschungsstand: Nachhaltige Tage *
- Expeditionen: Die Wettermacher
- Jetzt: Sinn und Unsinnlichkeit * - Brauchen Schweizer Schüler deutsche Lehrer? Nein, würde das eigene Personal lustvoll Hochdeutsch sprechen.
- TV: Fernsehkritik der reinen Vernunft
- Bestseller: Belletristik, Sachbücher und Reklamation *
- Belletristik: Produktive Fehldeutungen * - Markus Werner ist umgezogen. Weniger erstaunlich ist, dass er in seinem neuem Roman «Am Hang» wunderbar das Banale feiert.
- Katholizismus: Schwarze Wölfe - Der Sexskandal von St. Pölten erregt die Geister. Teuflisch ist die kirchliche Doppelmoral, sagt Josef Haslinger, ehemaliger Klosterschüler und Schriftsteller.
- Inventar der Weltliteratur: «Moby Dick» * - Jede Woche verdichtet die Weltwoche einen Klassiker aufs Wesentliche. Diesmal «Moby Dick» von Herman Melville.
- Belletristik: Flecken auf dem Weissen Haus * - Mächtiger als das Schwert? William S. Cohen, Ex-Verteidigungsminister der USA, hat einen Thriller geschrieben.
- Literaturtipps: Josan Hatero, Titus Petronius *
- Film: Jetzt haben wir den Salat - Macht «McDonald’s» nur satt oder auch süchtig? Mit «Super Size Me» serviert der Dokumentarfilmer Morgan Spurlock eine Big Meckerei über Fastfood – köstlich.
- Film: Über Leichen hupfen *
- Pop: Der Tee-, der Tee-, der Teebeutel * - Lange waren sich die Briten zu fein zum Rappen. Doch nun haben die Aspects aus Bristol allen Dünkel ablegt.
- Pop: Fackeln am Ohr *
- Jazz: Zu Gast bei sich selbst * - David S. Ware, Saxofonist und Urgestein des Free Jazz, verdient sein Geld mit Taxifahren. Nur so kommt seine Kunst voran.
- Klassik: Blitzen die Sterne? * - Oper aus den Fünfzigern: Legenden auf dem Prüfstand.
- Kunst: Vorn spielt die Erinnerung * - Stille ist Gold: Bei Christian Marclays stummen Ton-Installationen und «Plattenbauten» hört das Publikum auf sich.
- Medien: Heiss und heissa? * - Gutenabendmeinedamenundherren, der Kampf zwischen boulevardesken TV-News und spröder Nachrichtensendung ist neu entflammt. Aber wahrscheinlich vergessen Sie auch diese Meldung.
- Auto: Fortpflanzungsantrieb - Nach der Fahrt im Volvo XC 90 liess sich unser Autor zu folgendem Satz hinreissen: Und dazu noch drei Kinder, das wär’s.
- Kaufzwang: Die Stiefelette * - Nancy Sinatra, Tochter eines sehr berühmten Vaters, verwechselt unseren Autor mit dem Vorsitzenden des Fanklubs und beleidigt Joan Collins.
- Tagebuch: Alberto Venzago - Ein Fotoshooting, und gleich schwanger. Meine Traumfrau will mich nicht. Dafür hält mir Ruth Metzler die Hand.
