Die Weltwoche
Ausgabe 24/04
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Grossvater und Backfisch * - Die «guten» Amerikaner von 1944 sind den heutigen gar nicht so unähnlich.Bloss wollen das die Europäer lieber nicht wahrhaben.
- EM-Kolumne: Oui zum Yes * - Sie sind brillant oder brilliant, wie der Engländer sagt: Mit ihrer Art bestimmen französische Profis das Spiel auf dem Platz und das Leben auf der Insel.
- Modewelt: Der letzte Schrei heisst «Aua» * - Wenn schon Bundesratsgattinnen Tattoos tragen, muss der Rebell zu härteren Schönheitsmitteln greifen. Mit Kugeln unter der Haut hat er die Nase wieder vorn.
- Arbeitswelt: Mucho Macho * - Zu viele Betonköpfe am Bau: Architektinnen satteln um.
- Art Basel: Drei Farben Gold * - Eine Karriere wie gemalt: Innerhalb von zehn Jahren stieg Sam Keller vom Partymacher zum gefeierten Chef der weltweit wichtigsten Kunstmesse auf.
- Im Auge: Jörg Kachelmann, Sonnenschein
- Nachruf: Der Eisbrecher - Als er gewählt wurde, war er 69 – der älteste Präsident, den die USA je hatten. Als er abtrat, war die Welt eine andere. Ronald Reagan, Schauspieler, Gewerkschafter und Republikaner, gab Amerika das Selbstvertrauen zurück. Eine Würdigung.
- Staatsverschuldung: Allein mit sich und den roten Zahlen * - Hans-Rudolf Merz kann als Finanzminister bislang keinen einzigen Erfolg verbuchen. Im Bundesrat läuft der Freisinnige mit seinen Ideen auf. Aus dem Sparer der Nation ist eine Gefahr für die Finanzen des Bundes geworden.
- Innenpolitik: Von der Pest amtlicher Indiskretionen * - Enthüllungen haben in der Schweizer Politik Tradition und mittlerweile durchaus System. Indiskretionen aus vertraulichen Quellen begeistern Medien, rivalisierende Politiker und PR-Leute. Doch der Schaden für das Land ist enorm.
- Herrschergeschlecht: 2500 Jahre Einsamkeit * - Sie besitzen keine private Telefonleitung, doch das macht nichts: Die 24 Mitglieder des Kaiserhauses sprechen ein Japanisch, das normale Leute kaum verstehen. Und die Regeln der Haushalts-Agentur sorgen für eine mörderische Stille auch innerhalb der Familie.
- Erinnerungen: Typisch RR * - Er war auf eine altmodische Art ehrlich. Für mich ist er der grösste Präsident Amerikas.
- Bern-Bundeshaus: Recht geschehen, Frau Ex-Justizministerin - Das Parlament machte keinen Fehler, Ruth Metzler abzuwählen – ein Fehler war es, sich im März 1999 für sie zu entscheiden. Das bestätigt sie mit ihrem Buch gleich selbst.
- Zürich-Paradeplatz: Einäugige Ökonomen * - Radikale Strukturreformen fordert Professor Silvio Borner, damit es mit der Schweizer Wirtschaft aufwärts geht. Ein Trugschluss. Es geht auch anders.
- Bildlegende: Hexenverbrennung *
- Konkret: Walliser Connections *
- Namen: Peter Evans, Nina Degele, Axis of Eve, Königskrabbe, Saddam Hussein *
- Nachruf I: Steve Lacy *
- Direktübertragung: «Voll vom Leben Geigen» * - Moldawien, das ärmste Land Europas, sucht Investoren. Ein schwieriges Unterfangen, wie die Website der Hauptstadt Chisinau zeigt:
- Nachruf II: Werner H. Spross *
- Mailbox: Lieber Samuel Schmid *
- Sport: Die kleine Dicke *
Interview
- Interview: «Am einfachsten ist es, dumme Spieler zu haben» * - Der Portugiese Artur Jorge führte die Schweizer Fussballer 1996 letztmals an ein grosses Turnier. Heute trainiert er den russischen Meister ZSKA Moskau.Ausblick und Erinnerungen eines Mannes, der das Land wie niemand zuvor geteilt hatte.
- Artur Jorge: Der Fussballphilosoph *
- Replik auf die Fernsehkritik: Lieber Gion Mathias Cavelty
- Terrorismus: Die Schläfer verlieren ihre Ruhe - Al-Qaida sei zersplittert, Osama Bin Laden nur mehr ein Symbol, sagen Terrorexperten. Richtig ist: Hundert Tage nach dem Inferno von Madrid ist das islamistische Netzwerk in Europa stark und mächtig – ein dichtes Geflecht von Kleinkriminellen, Hasspredigern und Terrormanagern.
- Terroristenkarriere: Ein Mann kämpft sich nach oben * - Der Jordanier al-Zarqawi führt eine Terroristengruppe an, die mittlerweile so stark geworden ist, dass er als Konkurrent Bin Ladens angesehen wird – auch vom Terrorchef selbst.
- Fussball: Neunzig Minuten Hass - Wenn an dieser Fussball-EM Holland gegen Deutschland antritt, spielen Erinnerungen mit: an den Zweiten Weltkrieg und andere Schlachten. Der Rasen wird zum Feld der Ehre, jeder Schuss ein Treffer ins Herz der gegnerischen Fans. Übertrieben? Nicht mal ein bisschen.
- Literatur: Und es hat Bloom gemacht * - Am 16. Juni 1904 stolperte Leopold Bloom durch Dublin und um diesen einen Tag geht es im «Ulysses». Über den Roman von James Joyce spricht alle Welt, ohne ihn je gelesen zu haben. Sie können mitreden: Den Neunhundertachtundachtzig-Seiten-Berg erklomm Thomas Widmer.
- Währungssysteme: Welches Geld regiert die Welt? * - Am Anfang war das britische Pfund. Dann kam der Dollar. Doch kein Geldsystem hält ewig. Wird der Euro zur nächsten globalen Leitwährung? Gut möglich. Bereits jetzt werden mehr Euro- als Dollar-Anleihen aufgelegt. Und er avanciert zur Lieblingswährung des internationalen Verbrechens.
- Nicole Kidman: Ex und top - Als Tom Cruise ihr die Liebe kündigte, flüchtete Nicole Kidman vor die Kameras. Dort ist sie – wenn der Regisseur es erlaubt – noch besser als die Filme, in denen sie spielt. Keine Scheidung hat Kinogänger glücklicher gemacht.
- Betrachtung: Zurück zu mir * - Stoffwechsel: Über seine Drogenabhängigkeit mit Journalisten zu reden, ist etwas anderes,
als sich allein an einen Tisch zu setzen, darüber nachzudenken und seine Gefühle aufzuschreiben. Gerade für einen Schrifsteller. Die nüchterne Betrachtung. - Homeland Security: Fingerabdrücke bei der Einreise, o.k. Aber warum dürfen Hunde nicht mehr an den Strand? *
- First Class: Frechheit siegt *
- Forschungsstand: Bizarres Nass
- Expeditionen: Nackte Damen in Pflanzenschoten *
- Jetzt: La-Ola-Welle im Mentalbereich * - Fussball ist derzeit das Faselthema Nummer eins.Die ganz Schlauen schaffen es sogar mit links, Lenin einzuwechseln.
- TV: Fernsehkritik der reinen Vernunft *
- Bestseller: Belletristik, Sachbücher und Reklamation *
- Literaturpreis: Der Innenseiter - «Der Künstler geht auf dünnem Eis. / Erschafft er Kunst? Baut er nur Scheiss?» Eine Lobrede auf den Dichter Robert Gernhardt.
- Inventar der Weltliteratur: «Faust I» * - Jede Woche verdichtet die Weltwoche einen Klassiker aufs Wesentliche. Diesmal Johann Wolfgang Goethes «Faust I».
- Literatur: Die Lust kommt mit dem Hirtensalat * - Der deutschtürkische Schriftsteller Feridun Zaimoglu erzählt jetzt Liebesgeschichten. Kein Grund, sentimental zu werden.
- Literaturtipps: Walter Hansen, Elmore Leonard *
- Film: Heisse Ware * - Grosses Kino ohne Leinwand. Nun gilt es, zwei Filme zu entdecken, die ohne Umwege auf DVD erschienen sind. In den Hauptrollen: die spektakulären Gesichter von Peter O’Toole und Al Pacino.
- Film: Lieben und Lügen in Tiflis *
- Pop: Lippenlaut * - Scharfer Klang und blutrote Worte: Der Blues von PJ Harvey lässt den Schmerz überleben.
- Pop: Fackeln am Ohr *
- Internet: Tor zur Welt - Einen Fussballklub leiten ist leichter, als eine Bananenflanke zu schlagen – macht aber süchtig. Anpfiff: www.hattrick.org.
- Klassik: Ehrbar und erotisch * - Höfische Leidenschaft und Gottesliebe – neue Kunst aus dem späten Mittelalter.
- Jazz: Die Stimme * - Nat «King» Cole galt als Legende des Jazzpianos, bevor er als Sänger zum Megastar wurde. Die Fans verachteten ihn für die zweite Karriere. Wie ungerecht.
- Architektur: Schaubühne für junge Menschen * - Was lernen Schüler, wenn sie im Schulhaus «Birch» zur Decke starren? Eine ganze Menge, vor allem über Bau- und Materialkunde.
- Medien: Pssst, bitte weitersagen * - Zwischen Managern und Politikern einserseits und Journalisten andererseits sprudelt eine Quelle – die heisst «stecken». Und wenn sie nicht versiegt, gibt es auch morgen wieder fette Schlagzeilen.
- Auto: Very bissig * - Der XJR ist ein Jaguar – also kultiviert, nobel, untertrieben. An der Ampel aber zeigt er Zähne – und schnurrt dabei.
- Kaufzwang: Glorias Rosenbusch - War das die Pressekonferenz der Fürstin von Thurn und Taxis – oder von Enrique Iglesias? Kluge Fragen sollten jedenfalls nicht gestellt werden, sagen Durchlaucht.
- Tagebuch: Günter Netzer - Sport? 15 Minuten Gehweg zur «Kronenhalle». Hektik? Ich lebe in der Schweiz. Die Frisur bleibt. Und Italien wird Europameister.
