Die Weltwoche
Ausgabe 14/04
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Präventive Zerknirschung - Die Mehrheit der Kantonsregierungen bezeichnet den bilateralen Weg der Schweiz in der EU als Irrweg. Gefordert wird die Überprüfung eines Vollbeitritts. Gemach.
- Im Auge: Eliza Manningham-Buller, Bratenköchin. *
- Armee: Marschbefehl aufs Jungfraujoch * - Freie Fahrt in Uniform: Wie man als Soldat gratis in die Berge kommt. Die Weltwoche-Ausflugstipps für Frühjahrsrekruten.
- Korruption: Kofigate - Saddam Hussein hinterzog im Rahmen des «Oil for Food»-Programms rund zehn Milliarden Dollar. Überwacht wurden die Lieferungen in den Irak von der Schweizer Firma Cotecna, für die auch der Sohn des UN-Generalsekretärs arbeitete.
- Asylpolitik: Aktion Störenfriede * - Buchser Bürger griffen zur Selbsthilfe gegen dealende Schwarze. Weil die Behörden zu wenig unternommen haben, sagen sie. Ein Modell mit Nachahmungsgefahr?
- Selbstmord-Terror: «Mama, hast du mich auch lieb?» * - Dies sei die einzige Möglichkeit, mit einer Frau Sex zu haben, sagten die Terroristen dem kleinwüchsigen Hussam und schnallten ihm einen Bombengürtel um. Jetzt sitzt der palästinensische Teenager in israelischer Untersuchungshaft – statt im Jungfrauen-Paradies.
- Krieg gegen Terror: Der Schnipsel-Jäger * - Osama Bin Laden unterschätzt, Terrorwarnungen in den Wind geschlagen, von Saddams Sturz besessen: Washingtons langjähriger Antiterror-Chef Richard Clarke fällt ein vernichtendes Urteil über die Regierung Bush.
- Bern-Bundeshaus: Historisches Chaos * - Die so genannte Tagsatzung zum Thema Steuerpaket war eine Provokation. Sie lädt ein zur Auflösung der politischen Institutionen. Eine Frechheit.
- Zürich-Paradeplatz: Einer für sich * - André Dosé will ein Buch über seine Zeit bei der Swiss schreiben. Dabei fragt schon jetzt niemand mehr nach ihm.
- Bildlegende: Zürich–Bern–Milano *
- Konkret: Kanzlerberater *
- Namen: Helmut Berger, König Hamad Bin Issa al-Khalifa, Clotaire Rapaille... *
- Nachruf I: Brian Maxwell *
- Nachruf II: Sir Peter Ustinov *
- O-Ton: «Zermalmt den Sodom Hussy» *
- Mailbox: Lieber Boris Banga *
- Sport: Unser Mann in Chelsea *
- Fifa: Hundert zu null - Urs Linsi, die Nummer zwei beim mächtigen Fussballverband Fifa, gibt gern den Fairplayer. Tatsächlich räumt er effizient seine Konkurrenten aus dem Weg.
Interview
- Interview: «Ich muss den Henker nicht fürchten» - Der italienische Dramatiker und Nobelpreisträger Dario Fo macht seit Jahrzehnten Staat und Kirche lächerlich.Kein Prozess konnte ihn bisher zum Schweigen bringen – im Gegenteil: In seinem aktuellen Stück nimmt er sich Premier Berlusconi vor.
- Dario Fo: Provokativer Freigeist *
- Kapitalismuskritik: Marx reloaded - Seine Theorien wälzten die Weltgeschichte um, nach 1989 wurden sie mit spitzen Fingern ad acta gelegt. Doch Karl Marx bleibt der brillanteste Kritiker des Kapitalismus. Hommage an ein Gespenst.
- Gesellschaftstheorien: Selbsterkenntnis fürs Volk * - Globalisierung, Lohn- und Sozialdumping oder die Dominanz des Finanzkapitals: Marx hat’s beschrieben. Von Konrad Paul Liessmann
- Geld: Raus mit der Kostenwahrheit * - Ein Aufruf an die Unternehmer, echte Lohnausweise auszustellen – und ihren Mitarbeitern endlich zu sagen, wie viel Geld sie Monat für Monat tatsächlich verdienen.
- Osterinsel: Die Steine beginnen zu sprechen - Seit Jahrhunderten sorgen die Kolosse auf der Osterinsel für Kopfzerbrechen. Wer schuf sie? Wie kamen die Kerle hierher? Zwei neue Bücher bringen Licht ins Geheimnis.
- Laetitia: Pornoheidi in der Vertikalen - Jeder vierte Schweizer hat einen Film von ihr im Schrank versteckt. Noch begehrter ist Laetitia aber als Partygast. Auch acht Jahre nach ihrem Kurzausflug ins Land des Hechelns kann sie von – und vor allem mit – ihrer Vergangenheit gut leben.
- Genforschung: «Ich hab den letzten Bus erwischt» * - Während der Kulturrevolution durfte er nicht zur Schule, im Studium hat er das Wort «Gen» nie gehört: Heute ist Huanming Yang ein Forscher von Weltrang, und sein Institut in Peking hat den Wettlauf um die Entschlüsselung des Reisgenoms gewonnen.
- Chuck Berry: Man of the Yeah * - Betrügerische Manager, Rassismus und viele Jahre im Gefängnis ruinierten Chuck Berrys Ich. Doch das Herz des Rock ’n’ Roll schlägt immer noch.
- Essay: Eine gutschweizerische Institution - Der Verkehrs-Club der Schweiz antwortet auf einen Artikel der Weltwoche.
- F***ed up: Der neue Sound aus den USA heisst Bleep. Nicht in Musikgeschäften erhältlich *
- First Class: Poetisches New York *
- Tatort: Reue
- Expeditionen: Fetter Bissen in Londons Untergrund *
- Jetzt: Die Sowohl-als-auch-Lösung - Der neue Tages-Anzeiger bekennt sich zu mehr Provinzialität. Aber nicht laut. Und nicht ganz.
- Bestseller: Belletristik und Sachbücher *
- TV: Fernsehkritik der reinen Vernunft
- Reklamation: Reklamation *
- Journalismus: Meyer. Wie der Name schon sagt * - Der Chef-Feuilletonist der NZZ ist verheiratet und Genussraucher. Und sonst? Es gibt undankbarere Aufgaben, als ein Porträt über Martin Meyer zu schreiben. Aber nicht viele.
- Literatur: Entkommuniziert - Botho Strauss hat am immer gleichen Buch weitergeschrieben. Bloss sein Ton ist zurückhaltender als früher.
- Literaturtipps: Europas östlicher Mittelpunkt *
- Inventar der Weltliteratur: «Das Glasperlenspiel» * - Jede Woche verdichtet die Weltwoche einen Klassiker aufs Wesentliche. Diesmal Hermann Hesses «Glasperlenspiel».
- Film: Der Mann, dem zu viel einfiel * - Tim Burton klebt gern Wundertüten – doch auch Wundertüten können platzen: In «Big Fish» ist das Aufeinandertreffen von Riesen, Spinnen und siamesischen Zwillingen einen Tick zu durchgeknallt.
- Film: Abenteuerweide *
- Pop: Kreischender Abgang * - Mit allen Mitteln kämpfen The White Stripes und The Von Bondies um den Titel der besten Neo-Bluesrockband. Jetzt gab’s Prügel.
- Poptipps: Fackeln am Ohr *
- Jazz: Viel Luft, viel Duft * - Zwei Klöppel und eine Reihe Leichtmetall: Auf seinem Vibrafon produziert Franck Tortiller zaubervolle Ohrwürmer, ja Hits.
- Klassik: Die Kraft der Kürze * - Arnold Schönberg reduzierte sein Werk «Die Jakobsleiter» zu einem dreiviertelstündigen Fragment, dessen Klänge kein Raum endgültig greifen kann.
- Kunst: Übermalte Trauer * - Pierre Bonnard war der Liebling all jener, die es gern hübsch gegenständlich haben. Doch der erste Blick auf seine Bilder trügt.
- Medien: De finibus bonorum et malorum * - Der Boulevard macht reich, aber nicht glücklich.Deshalb investieren Verleger Millionen in so genannte Qualitätstitel. Der neueste hört auf den Namen Cicero.
- Auto: Ein echter Zeitgenosse * - Der Lancia Ypsilon wirkt wie eine junge, bourgeoise Pariserin. Konservativ, etwas spiessig – aber im Rückblick sehr zeitgenössisch.
- Kaufzwang: Die Panzerechse * - Michel Lacoste findet, seine Polohemden kleiden alte Männer besser als junge Models. Was ein Yuppie ist, weiss er auch nicht.
- Tagebuch: Harald Haerter * - Der Tiefgang der Schweizer, die Baisse, ein Ensemble ohne Ego-Probleme. Ich mache nur noch, was mich interessiert.
