Die Weltwoche
Ausgabe 29/03
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Editorial
Aktuell
- Kommentar: Eine Ehrenrettung für das Vorurteil * - Bei den proletenhaften Petarden von Silvio Berlusconi und Stefano Stefani gegen die Deutschen geht eines vergessen: Niemand kommt ohne Vorurteile aus.
- Swiss: Die Irrgläubigen * - Der Verkauf der Schweizer Airline an die Lufthansa ist unmöglich.
- Weltgesundheit: Mann der Tat * - Bill Gates spendet mehr für Impfungen als WHO und Unicef zusammen.
- Aids-Prävention: Neo-Dada * - Die neue Stop-Aids-Kampagne geht sowohl auf Deutsch wie auf Suaheli voll daneben. Nicht nur Toni Bortoluzzi von der SVP versteht kein Wort.
- USA: Das ungeliebte Empire - Die Vereinigten Staaten drohen den souverän erkämpften Frieden im Irak zu verlieren.
Sie agieren plan- und ratlos und schrecken vor ihrer Verantwortung als Supermacht zurück.
Fünf Regeln, die ein pflichtbewusstes Empire befolgen muss. - Bergsteigen: Die Welt als Wille und Stein * - Warum keuchen täglich Hunderte in irgendwelchen kargen Berglandschaften herum? Ein Selbsterfahrungsbericht.
- Russland: Engel aus Moskau - Roman Abramowitsch, 33, zweitreichster Russe, brachte eine verarmte Provinz zum Blühen und kaufte sich den Nobel-Fussballklub Chelsea London. Alle Welt rätselt, wozu.
- Bern-Bundeshaus: Der Freisinn probt die Revolution * - Im Vorfeld der Bundesratswahlen denkt die FDP an einen Mitte-rechts-Rutsch in der Regierung. So hätten sie den zweiten Sitz auf sicher.
- Jugend: «Dieser Tag war ziemlich scheisse» - In Bern hat sich ein 17-Jähriger umgebracht. Den Selbstmord kündigte er auf seiner Homepage an: Das Tagebuch gibt Einblick in die Welt eines ganz normalen Teenagers.
- Zürich-Paradeplatz: Neues aus der Tiefkühltruhe * - Er ist der Vater des Frischbackgipfelis, belieferte Kunden in Dubai und Japan. Dann wurde er aus der Firma gedrängt. Jetzt beginnt Fredy Hiestand neu – mit Tiefkühltorten.
- Mailbox: Liebe Bundesrätinnen, liebe Bundesräte *
- Bildlegende: Trockener Po
- Namen: Caroline de Monaco, Andy Green, Dieter Bohlen, Demi Moore, Dmitri Dostojewski *
- Nachruf I: Schlachtprogramm mit Papa *
- Nachruf II: Chaim Engel (1916–2003) *
- Im Auge: Schlachtprogramm mit Papa *
- Sport: Crashpilot mit Engelsgesicht *
- Fragen an Wilfried Haeberli:: «Die Gletscher leiden sehr» *
Interview
- Interview: «Das ist eine enorm langweilige Frage, Darling» * - Sie weiss alles über David Bowies Schönheitsoperationen, war die Disco-Queen der Siebziger und wurde dank Silvio Berlusconi zur Starmoderatorin. Doch eigentlich interessiert nur eins: Ist Amanda Lear ein Mann oder eine Frau?
- Amanda Lear: Pop-Mysterium *
- Schweizer Fernsehen: Und täglich plätschert der Leutschenbach - Im Schweizer Fernsehen herrschen erbarmungsloser Biedersinn und brutale Langeweile. Mit dem neuen Radio- und Fernsehgesetz wird dieser Zustand künftig sogar politisch verordnet.
- TV-Programm: Urstromtal des Trübsinns * - Die Sparten Unterhaltung und Kultur des Deutschschweizer Fernsehens sind seit Jahren ein manisch-depressiver Fall.
- TV-Kritik: Alles läuft wie geschmiert * - Dem helvetischen Fernsehschaffen sind fast alle Gegner abhanden gekommen. Das ist schade.
- Arnold Schwarzenegger: Mister Universum - Zuerst modellierte er sich zum perfektesten Körper der Welt. Dann ballerte er sich in die oberste Liga der Action-Helden Hollywoods. Jetzt will er Gouverneur von Kalifornien werden. Alles, was sich der Grazer Polizistensohn Arnold Schwarzenegger bis heute vorgenommen hatte, erreichte er auch.
- Karrieren: Ewig im Schatten * - Auch Louis «Lou» Ferrigno wollte mit Hanteln ganz nach oben. An Schwarzenegger kam er aber nie vorbei.
- Walter Kienholz: Mann ohne Feinde * - Einst war Walter Kielholz Theaterkritiker und Galerist. Nun soll er als Präsident des Verwaltungsrats die kriselnde Credit Suisse auf Kurs bringen.
- Credit Suisse: Weniger Risiko * - Der Grossbank steht die Aufspaltung bevor.
- Recherche: Wer erschoss Mohammed al-Dura? - Die Bilder des Palästinenserjungen, der in den Armen seines Vaters stirbt, gingen um die Welt.
Für die Muslime wurden sie zum Symbol des Kampfes gegen die jüdischen Unterdrücker. Eine akribische Recherche zeigt nun: Die tödlichen Schüsse wurden nicht von den Israelis abgefeuert. - Flipflops: Können diese Dinger sexy sein? * - Flipflops sind der Renner der Saison. Der Hochadel trägt sie genauso wie das Badevolk in Benidorm. Der Siegeszug der Schlappen begann im alten Ägypten.
- IV-Missbrauch: Wie unsozial darf der Sozialstaat sein? - Der Missbrauch der Invalidenversicherung habe in unserem Land beängstigende Ausmasse
angenommen, meint Christoph Blocher. Versicherungsbetrug gehöre zur Tagesordnung. - Tatort: Die feurigen vier *
- Business-Class: Number two
- All You Can Eat: Kritisieren Sie Bush. Aber bitte kein Wort gegen die amerikanische Küche *
- Expeditionen: Der Reussgraben *
- Landleben: Entkleidet euch! *
- Fernsehen: Nur die Frisuren ändern sich *
- Philosophie: Tête-à-Tête mit dem Unmittelbaren - Henri Bergson war der erste Modephilosoph mit Weltgeltung. Ohne seine diplomatischen Missionen wäre der Erste Weltkrieg anders verlaufen. Heute erfährt sein Denken eine Renaissance.
- Sachbuch: Pakt des Vergessens * - Attentat auf Konrad Adenauer. Wie es geschah, wer dahinter stand und warum es bis heute unaufgeklärt blieb: eine Recherche von Henning Sietz.
- Film: Die Arroganz des Weltverbesserers * - Graham Greenes berühmter Vietnam-Roman «The Quiet American» ist aktueller denn je.
In der Neuverfilmung wird erstmals die Teflon-Mentalität des Amerikaners im Krieg mit Tücke seziert. - Pop: Gemischtkulturelle Nettigkeit * - Die Pop-Band Morcheeba nimmt das Risiko auf sich, platt zu sein. Dafür haben sie
Charme. Zu Besuch bei zwei zauberhaften Engländern. - Pop: Wilder, weiter, reicher *
- Jazz: Titan Tyner * - Keiner zaubert aus dem Flügel einen so eigenen Sound wie der Pianist McCoy Tyner:
mal brüllend, mal schwebend, und mit 65 besser denn je. - Klassik: Ein unverblümter Patriot * - Seine Musik sei wie ein Trunk frischen Wassers, meinte der Finne Jean Sibelius.
Eine Naivität, die nicht ganz ernst zu nehmen ist. - Kunst: Halb so wild * - Die Frankfurter Schirn will der Risikogesellschaft ein Denkmal setzen. Zu sehen ist eine harmlose Schau mit bemerkenswerten Nebenwirkungen.
- Auto: Die schnellste Kunst der Welt - Andy Warhol hat wohl mehr von Autos verstanden, als er zugab. Das zeigt sich am BMW M1, den er 1981 bemalen durfte.
- Kaufzwang: Kein Witz, er ist Brite * - Christopher Bailey hat das Traditionslabel Burberry wieder chic gemacht. Wer ihn interviewt, hofft aber vergeblich auf ein Wunder.
- Tagebuch: Beatrice Tschanz * - Die Launen der Enkelin, debile Freisprechschnüre, Fast Food der Gefühle: Wir müssen lernen, hitzekompatibel zu leben.
