Die Weltwoche
Ausgabe 35/02
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- Kommentar: Erbarmungslos niedergelächelt * - Das TV-Duell zwischen Schröder und Stoiber enttäuschte die Erwartungen. Der Kanzler liess das Ego baumeln, der Herausforderer stotterte nicht und siegte nach Punkten.
- Bauern: Trotz Rekordsubventionen: Sie gehen wieder auf die Strasse. * - Was ein rechter Schweizer Bauer ist, kann nicht anders: Protestieren muss er, demonstrieren soll er, wütend sein darf er. Geht es ihm doch immer mieser.
- Swiss: Die Charme-Offensive * - André Dosé versucht mit krausen Erfolgsmeldungen von den Problemen seiner Airline abzulenken.
- Berner Mord: Der Irrläufer * - Der Frauenmörder Mischa Ebner war ziemlich normal und ein bisschen verklemmt.
- Stiftung Solidarität: Gold auf dem Irrweg - Die guten Absichten des Bundesrats in Ehren. Aber wer am 22. September gegen die geplante Stiftung stimmt, ist noch lange kein schlechter Mensch.
- Stiftung Solidarität: Sterntaler *
- Tagebuch: John von Düffel - Nach der Jahrhundertflut wird klar: Wir befinden uns im Krieg mit dem Wasser. Ein vergewaltigtes Element schlägt zurück.
- Bildlegende: Zum Verwechseln ähnlich * - Die Iren, die Basken, die Korsen. Das jeweils eigene Gemisch aus Religion, Sprache, Nation und sozialer Differenz liess unterdrückte Landstriche jahrhundertelang den Widerstand proben.
- Westen: Kampf um Bushs Seele - Soll Amerika den Irak angreifen? Bush senior will seinen Sohn bremsen – und verdrängt die eigene Geschichte: Die Allianz Saddam Husseins mit der Regierung Reagan.
- Osten: Augen zu und durch * - Auch in China ertrinken weite Landstriche im Hochwasser. Chinesen gibt es ja genug, sagen die Chinesen – und kümmern sich weiterhin kaum um den Umweltschutz.
- Süden: Die Zukunft eines João Tembe - Was ein armer Kleinbauer aus Moçambique am Erdgipfel in Johannesburg lernen kann – und warum er die Hoffnung trotzdem nicht verliert.
- Berlin-Mitte: Abschied von der Metropole * - In Berlin herrscht Katzenjammer. Theater werden geschlossen, Büros und Wohnungen stehen leer. Alle leiden, nur die Alt-Berliner nicht.
- Bern-Bundeshaus: Anlauf zum grossen Sprung * - Falls Bundesrat Kaspar Villiger in den nächsten Wochen zurücktritt, gilt Franz Steinegger als Favorit für die Nachfolge. Warum eigentlich?
- Zürich-Paradeplatz: Unverhoffter Segen * - Saudische Geschäftsleute ziehen ihre Millionenvermögen aus den USA ab. Genfer Banquiers bekommen den Löwenanteil.
- Aktien für alle: Ein Volk von Verlierern - Angestachelt von der Börseneuphorie handelten über 1,6 Millionen Schweizer mit Aktien. Heute reiben sich die Anleger die Augen und fragen: Was ist schief gelaufen?
- Stoiber-Land: Expedition ins Stoiberland - Bayern wählt schwarz, und Edmund Stoiber regiert das Land wie ein Häuptling. Wir schickten unseren Afrika-Korrespondenten in das Stammesgebiet des «Big Man». Vieles kam ihm vertraut vor.
- Rasputin: Der Lustmönch * - Rasputin war die graue Eminenz am Hof des letzten Zaren. Der sibirische Bauer wurde von der vornehmen Damenwelt vergöttert. Bis heute steht sein Name für die dämonischen Abgründe der Macht.
- Krebsgefahr: Ab an die Sonne * - Wir haben es akzeptieren gelernt: Sonnenbaden ist ungesund und begünstigt Hautkrebs. Selbst sonnenhungrige Mitteleuropäer meiden mittlerweile die Mittagssonne, benutzen Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor und kaufen UV-dichte T-Shirts.
- Phil Watts: Die Stimme der Wirtschaft *
- Interview: «Shell ist heute umweltbewusster» * - Kaum ein Konzern ist wegen seiner ökologischen Sünden so heftig kritisiert worden wie Shell. Heute versucht Phil Watts, Chef des Ölmultis, Geschäft und soziales Engagement in Einklang zu bringen.
- Business-Class-Nachdruck: Nach dem Kurswechsel * - Vor zehn Jahren schrieb Martin Suter seine erste Kolumne in der Weltwoche zum Weltgipfel in Rio de Janeiro. Ein Nachdruck.
- Pirmin Meier: Chronist des Unzüchtigen * - Pirmin Meiers neuestes Buch über die pädophile Seite des Priesters und Schriftstellers Heinrich Federer ist ein faszinierendes Sittengemälde der Homosexualität. Besuch beim unkonventionellsten Geschichtsschreiber der Schweiz.
- Tomaten: Attrappen in Rot *
- Hungersnot: Verbrannte Erde *
- Simbabwe: Jetzt geht das Land zugrunde * - Simbabwes Präsident Robert Mugabe macht seine Drohung wahr: Er schickt Terror-Truppen aus, lässt weisse Farmer vertreiben und sein eigenes Volk verhungern.
- Business-Class: Strategieseminar
- Essay: Diana Who? * - Elvis Presley auf allen Kanälen, Marilyn Monroe in jeder Illustrierten. Nur von Prinzessin Diana, deren Todestag sich ebenfalls jährt, spricht niemand. Wie konnte die vermeintliche Jahrhundert-Ikone innert fünf Jahren von der Bildfläche verschwinden?
- Come as you are: Steven Spielberg erschien in einem fleckigen Pullover *
- Expeditionen: Gift *
- Landleben: Mensch und Tier *
- Sport: Paul Laciga: Staubfresser und Goldgräber *
- Tatort: Des Vaters Verachtung *
- Medien: Bütlers Rotstift *
- Buch: So spannend kann Langeweile sein - Seit Henry James und Theodor Fontane schuf kein Autor so gute Frauenfiguren: Ian McEwan ist mit «Abbitte» ein Geniestreich gelungen.
- Buchtipps: «Hure», «Die Trambahn», «Ein Löffel in der Luft» *
- Film: Im Land der schwitzenden Kretins - Der Wiener Ulrich Seidl spaltet die Kritik. Für die einen sind seine Filme über Österreichs Kleinbürger hohe Kunst, für die anderen menschenverachtender Bildermüll.
- Filmtipps: «K 19. The Widowmaker»,«Tears of the Black Tiger», «Bridget» *
- Pop: «Komm zu uns und gib Gas!» * - Die Songs der Heavymetal-Band The Queens of the Stone Age sind rasend, süss und völlig irre. Wie eine Motorradfahrt durch Himmel und Hölle.
- Poptipps: Eva Cassidy, Bright Eyes, Flattrack *
- Jazz: Sturmlauf des Tasten-Derwischs - Willisau steht an. Dort hat Cecil Taylor vor zwei Jahren sein Album «The Willisau Concert» aufgenommen. Ein Meisterwerk.
- Klassik: Zweimal Adrenalin * - Der Dirigent Riccardo Chailly liebt die Kontraste. Nun verbindet er Nord und Süd, Bruckner und Rossini.
- Kunst: Gott ist niedlich * - Takashi Murakami macht kunterbunte Plastikkunst. Doch was trivial wirkt, ist Ausdruck eines höheren Bewusstseins.
- Auto: Accessoire für Automuffel * - Vor zehn Jahren fuhren die interessantesten Frauen einen Fiat Uno. Sein Erbe, der Punto, ist kein Schatzkästchen mehr.
- Kaufzwang: Italiener können es nicht besser * - Francesco Illy erforscht die Metaphysik des Kaffees. Beim Zubereiten von Espressi ist er aber bloss mittelmässig.
- Weltwunder: Pornografie, politisch korrekt * - Heute möchte ich das «Weltwunder» mal mit einem Witz beginnen. Er ist zwar etwas gewagt, aber sehr, sehr komisch.
- Unvergessliche Bilder: Wurst, Brot und Spiele: Die Expo in Biel. *
