Schreiben, was ist

80 Jahre Weltwoche – Hommage und Dank.

Von Roger Köppel

Vor 80 Jahren erschien zum ersten Mal die Weltwoche. Das Blatt war als Kontrastprogramm gedacht zum helvetischen Zeitungswesen: gehaltvoll, aber verständlich; elegant formuliert, aber nicht abgehoben; intelligent, aber nicht langweilig.

Die beiden Gründer, Karl von Schumacher und Manuel Gasser, unterstützt von Mabel Zuppinger, waren im ursprünglichen Sinn einem Geist des freiheitlichen Denkens verpflichtet. Im Wort, im sprachlichen Ausdruck erblickten sie das präziseste Instrument zur Darstellung der Wirklichkeit. Schreiben, was ist. Die Weltwoche sollte eine Zeitung sein, die ihren eigenen Weg geht und sich den Konventionen entzieht, den Blick dabei sachlich auf die Realität gerichtet, skeptisch gegenüber allen Ideologien, getragen von Common Sense und Augenmass.

Beitrag zur Lösung von Problemen

Die Weltwoche ist eine unkonventionelle Zeitung geblieben. Schon Dürrenmatt lobte, ihre Autoren und Redaktoren würden Dinge aussprechen, die andere nicht auszusprechen wagten. Der andere Blick, die andere Perspektive, das Bemühen um Unabhängigkeit und um eine echte Vielfalt der Meinungen: Das sind seit den Anfängen die Leitwerte des Blattes. Hinzu kommt die Hartnäckigkeit darin, den Dingen auf den Grund zu gehen, hinter den Fassaden das Wesentliche zu erfassen, kritisch nach allen Seiten. Die Weltwoche war nie das reine Meinungsblatt, sondern sie pflegte stets das Handwerk der Recherche.

Der einzigartige Journalismus der Weltwoche setzte Massstäbe und bleibt massgeblich für die Arbeit dieser Redaktion. Ihre kritische journalistische Tätigkeit bleibt dem Wohl und den Interessen der Schweiz verpflichtet, für deren Standpunkt sich die Weltwoche immer einsetzte. Wenn Missstände aufgedeckt oder Politiker skeptisch beleuchtet werden, steht dahinter das Motiv, zur Lösung von Problemen beizutragen.

Die Weltwoche ist eine unkonventionelle und auch eine unbequeme Zeitung: Ihre Existenz setzt treue Leserinnen und Leser voraus und Unternehmen, die mit ihren Anzeigen in eine solche Zeitung investieren. Beides ist seit 80 Jahren vorhanden. Unseren Lesern und Anzeigenkunden soll diese Geburtstagsbeilage deshalb mit einem herzlichen Dank gewidmet sein.

Warnung an die Diktatoren - von Winston H. Churchill

Eine Frau umzingelt Russland - von Annermarie Schwarzenbach

Mord in Kehrsatz (Folge 14) - von Hanspeter Born

„Rettet die Schweiz – coûte que coûte!“ - von Niklaus Meienberg

Ja zum heroischen, todesnahen Leben - von Golo Mann

Ein paar Basler Erinnerungen - von Hermann Hesse

Sie kommen, klauen und gehen - von Philipp Gut und Kari Kälin

Spekulant Hildebrand - von Urs Paul Engeler

Frau Zaki braucht ein Dienstmädchen - von Alex Baur

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