Margrit Zopfi und Esther Wyler standen vor Gericht, weil sie die Misswirtschaft beim Zürcher Sozialamt publik machten. Sie bestritten nicht, das Amtsgeheimnis verletzt zu haben – und verlangten dennoch Freispruch. Die Zeit hat den Frauen längst recht gegeben. Aktualisierung: Am 17. September wurden Zopfi und Wyler vom Bezirksgericht Zürich freigesprochen. Von Alex Baur mehr...
Über dieses Dossier
Mit ihrer Berichterstattung zu Missbräuchen der Sozialhilfe in Zürich und Bern hat die Weltwoche eine landesweite Diskussion in Gang gebracht. Hier finden sie gesammelte Artikel zum Thema. Weitere verwandte Artikel finden Sie in unserem Dossier zu den Schweizerischen Sozialwerken.
Im Zürcher Sozialdepartement versagen die Kontrollen. Zu diesem Schluss gelangt ein Bericht der Universität St. Gallen. Frühere Gefälligkeitsgutachten werden zur Makulatur.
Die Weltwoche wusste seit Wochen, dass die UBS mit Oswald Grübel verhandelt. Warum hat sie es - im Gegensatz zur Sozialhilfe-Affäre um Monika Stocker - nicht geschrieben?
Die Erfolge im Kampf gegen den Fürsorgebetrug täuschen: Das Problem liegt weniger beim Missbrauch als beim ganz legalen Gebrauch eines üppigen Angebots.
Obwohl der Waffenhändler Ali S. mindestens 200 000 Franken Sozialhilfe erschlichen hat, muss er nicht ins Gefängnis. Wie die Praxis zeigt, gehen Fürsorgebetrüger in der Schweiz faktisch straffrei aus. Die Sozialbranche will, dass das so bleibt.
Die Zürcher Staatsanwaltschaft will einen Waffenhändler ins Gefängnis schicken, der 543 666 Franken Sozialgelder ergaunerte. Als Margrit Zopfi den Fall vor fünf Jahren aufdeckte, wurde sie entlassen. Der Stadtzürcher Politfilz deckte den mutmasslichen Betrüger wider besseres Wissen.
Theoretisch ist die Sozialhilfe ein Darlehen, das nach Möglichkeit zurückerstattet werden soll. In der Praxis bezahlen nicht einmal überführte Betrüger. Ausländer werden privilegiert.
Langjährige Fürsorgebezüger, die sich ein Auto leisten, erhalten entweder zu viel Sozialgeld, oder sie verheimlichen Einkünfte. Oft ist es eine Kombination von beidem. Die Grenze vom Missbrauch zum «Gebrauch» ist fliessend. Endlich kommt eine überfällige Debatte in Gang.
Missstände im Asylwesen häufen sich. Vorläufig aufgenommene Migranten mit einem Wegweisungsbefehl werden nicht ausgeschafft. Selbst wenn sie bei ihrer Einreise die Unwahrheit erzählt haben oder in der Schweiz mehrfach kriminell geworden sind.
Mit einer Studie will der Bund erklären, warum das Invaliditätsrisiko bei Türken dreimal höher ist als bei Schweizern und warum 40 Prozent der Ex-Jugoslawen bereits mit 60 eine Rente beziehen. Der Beschönigungsversuch bringt erschreckende Fakten und Systemfehler bei der IV zutage.
Mit dem Strafrecht ist den meisten Sozialbetrügern nicht beizukommen. Der konsequente Landesverweis ist die einzige Möglichkeit, um den Missbrauch zu bekämpfen.
Die Weltwoche behauptet, die Armutsgrenze in der Schweiz sei zu hoch angesetzt und die Sozialhilfe setze falsche Anreize. Die Kritik ist zum Teil berechtigt, aber baut auf alte Vorurteile auf.
Die Zürcher Justiz hat Margrit Zopfi und Esther Wyler vom Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung freigesprochen. Zu Recht haben die beiden Controllerinnen im Frühjahr 2007 die Misswirtschaft im Zürcher Sozialamt publik gemacht. Amtsintern wurden ihre Warnrufe systematisch ignoriert.
Margrit Zopfi und Esther Wyler standen vor Gericht, weil sie die Misswirtschaft beim Zürcher Sozialamt publik machten. Sie bestritten nicht, das Amtsgeheimnis verletzt zu haben – und verlangten dennoch Freispruch. Die Zeit hat den Frauen längst recht gegeben. Aktualisierung: Am 17. September wurden Zopfi und Wyler vom Bezirksgericht Zürich freigesprochen.
Silvio Borner kritisiert die Beschäftigungs-Programme für Basler Sozialhilfe-Empfänger. Der Ökonom irrt: Es gibt Leute, die im richtigen Arbeitsmarkt keine Chance haben. Für sie braucht es neue Lösungen.
Basel-Stadt propagiert einen neuen Typ des Sozialhilfe-Empfängers: Der soll nicht mehr auf einen bezahlten Job hoffen, sondern lernen, auch ohne Arbeit glücklich zu werden.
Mit folgenden zehn Grundregeln werden Sie in jeder grösseren Schweizer Stadt problemlos finanziell unterstützt. Mit etwas Glück erhalten Sie mehr, als Ihr Nachbar mit seiner Arbeit verdient.
Das Schweizer Fernsehen präsentierte den Schaffhauser Psychiatrie-Flüchtling Erich Schlatter undifferenziert als Opfer sturer Behörden. Nun sitzt der angeblich harmlose «schräge Vogel» in Haft, weil er einen seiner Helfer erschlagen haben soll. Der «Fall Schlatter» wird zum «Fall SF».
In einem Skandal, der fatal an das Debakel um Monika Stocker in Zürich erinnert, verstrickt sich der Berner Gemeinderat in Vertuschungsmanövern. Mit einer Interpellation verlangt Philippe Müller (FDP) nun Klarheit. Wir veröffentlichen seine minutiöse Chronologie der Ereignisse.
Die Weltwoche wusste seit Wochen, dass die UBS mit Oswald Grübel verhandelt. Warum hat sie es - im Gegensatz zur Sozialhilfe-Affäre um Monika Stocker - nicht geschrieben?
Der Skandal um die Berner Gemeinderätin Edith Olibet erinnert fatal an das Debakel um Monika Stocker in Zürich: Statt aus Fehlern zu lernen, verstrickt sich die Sozialdirektorin in Vertuschungsmanövern.
Das Zürcher Parlament konnte im «Fall Zaki» keine Unregelmässigkeiten erkennen. Jetzt sitzt Fürsorgebezüger Zaki in Untersuchungshaft. Der Verdacht: Betrug im grossen Stil.
In Monika Stockers Sozialamt gab es «Versäumnisse» und «ungerechtfertigte Zahlungen», wie das Zürcher Obergericht festhält. Strafrechtliche Folgen hat das trotzdem keine.
Ein Parlamentsausschuss, der den Missbrauch in der Stadtberner Sozialhilfe untersuchen sollte, wurde von der rot-grünen Stadtregierung systematisch behindert.
Ein Mitarbeiter der Asyl-Organisation Zürich entlarvte einen Betrüger. Weil er seine Entdeckung direkt an die oberste Chefin, Monika Stocker, meldete, wurde er entlassen.
«Unabhängige Experten» sollten die Kritik von zwei Controllerinnen des Zürcher Sozialamtes zerlegen. Fazit: Das bestellte Gutachten lieferte die gewünschten Ergebnisse, aber das Dauerthema Missbrauch wurde gar nicht behandelt. Die handverlesenen Fachleute waren befangen.
Das Verfahren gegen zwei Mitarbeiterinnen des Zürcher Sozialamts fusst auf anonymen Gerüchten. Derweil soll eine mutmassliche Betrügerin bald wieder Fürsorge erhalten.
Nach ihrem Abgang werden Monika Stockers Verdienste gerühmt. War die grüne Sozialpolitikerin so gut wie die Versprechungen, die sie bei Amtsantritt abgegeben hatte?
Die Zürcher Sozialvorsteherin Monika Stocker ist auch in ihren eigenen Reihen unter Druck geraten. Während die Chefin im Spital liegt, proben Sozialarbeiter den Aufstand.
Fürsorgebetrügern drohen härtere Zeiten. Doch warum nimmt die Strafjustiz eigentlich nicht jene ins Visier, die den Betrug ermöglichen? An Gesetzen fehlt es nicht.
Sie werden verdächtigt, die Missstände im Zürcher Sozialwesen gegenüber Medien aufgedeckt zu haben. Jetzt erklären Esther Wyler und Margrith Zopfi erstmals, was aus ihrer Sicht im Amt Stocker falsch läuft und was verschwiegen wird.
Die Geschäftsprüfungskommission des Zürcher Gemeinderats stellt der Vorsteherin des Sozialdepartements, Monika Stocker, ein gutes Zeugnis aus. Kein Wunder. Der Bericht beruht ausschliesslich auf den Angaben der untersuchten Sozialbehörden.
Während im Schweizer Sozialmissbrauchswesen echte Reformen nicht einmal im Ansatz diskutiert werden, hat in Amerika ausgerechnet der demokratische Präsident Bill Clinton die härteste und einschneidendste Reform der Sozialhilfe durchgesetzt. Der Erfolg ist durchschlagend.
Die Zürcher Sozialvorsteherin geht gegen interne Kritiker vor. Zwei Mitarbeiterinnen, die verdächtigt werden, Missbrauchsfälle publik gemacht zu haben, sind freigestellt worden. Die Staatsanwaltschaft prüft beschlagnahmte Dokumente.
Die meistkritisierte Sozialpolitikerin der Schweiz nimmt in der Weltwoche erstmals Stellung. Zürichs Sozialvorsteherin Monika Stocker verteidigt grosszügige Sozialleistungen, aber sie sieht die Notwendigkeit von Reformen.
Die skandalgeplagte Zürcher Sozialvorsteherin Monika Stocker möchte eine härtere Gangart in ihrem Amt einführen. Doch das grosszügige Verteilen von Fürsorgegeldern lässt sich nicht so leicht bremsen.Die grüne Politikerin ist gefangen im System, das sie jahrelang mitgeprägt und gepredigt hat.
Erst auf anhaltenden, monatelangen Druck der Medien will Zürichs Sozialvorsteherin, Monika Stocker, ihr Amt aufräumen. Andere Politiker hätten nicht so lange überlebt.
Überraschend anerkennt der Zürcher Stadtrat die bislang bestrittenen Missstände in Monika Stockers Sozialamt. Die angekündigten Massnahmen bleiben nebulös.
Ein neuer Fall aus dem Zürcher Sozialdepartement: Ein ausländischer Drogendealer hat jahrelang Sozialhilfe erhalten. Trotz Polizeirapporten ging die Unterstützung weiter. Der Vorgang belegt:Betrüger müssen kaum mit Sanktionen rechnen. Fatalismus herrscht in der Sozialbehörde.
Neue Recherchen zeigen: Die Hauptverantwortung für den skandalösen «Offroader-Fall» trägt die Zürcher Sozialvorsteherin Monika Stocker. Die Ursachen sind systemisch bedingt: Die Kontrollen sind mangelhaft, die Risiken für Gauner minim.
Das Bild machte die Runde: Ein BMW wurde an den 1.-Mai-Krawallen in Zürich von Chaoten abgefackelt. Was im Getöse unterging: Der Sportwagen gehörte einer Sozialhilfebezügerin. Die Polizei hatte Sozialvorsteherin Monika Stocker frühzeitig informiert. Passiert ist nichts.
Einer Untersuchung der Zürcher Sozialbehörde zufolge wurden die kritisierten Fürsorgefälle korrekt bearbeitet. Das Geld erhielten Ausländer, die nicht in der Schweiz leben.
In Basel lebt jeder fünfte Türke vom Sozialamt, in Dübendorf sind die Hälfte der Schweizer Fürsorgebezüger eingebürgert, Sanktionen für Drückeberger gibt es faktisch keine. Die Sozialbranche redet lieber über ihre Erfolge.
Dass ständig Fürsorgegelder missbraucht werden, hat System: Die Schweiz bekämpft die Armut besonders verkehrt. Das belegt eine neue internationale Untersuchung.
Nachdem sich die Missstände im Fürsorgewesen nicht mehr verschweigen lassen, machen Zürichs Sozialvorsteherin Monika Stocker und die Skos auf Schadensbegrenzung. Neue Recherchen bestätigen den fahrlässigen Umgang mit Steuergeldern.
Monika Stocker und die «Weltwoche» – Jean-Marie Le Pen im französischen Wahlkampf – Johann Vogel und die Schweizer Nationalmannschaft – Dubai: Drehscheibe zwischen West und Ost
Für Monika Stocker ist nicht die Verschleuderung von Fürsorgegeldern ein Skandal – sondern dass solche Dinge publik werden. Deshalb fliegen die Betrügereien auch nur zufällig auf, wie neue Beispiele zeigen.
Die Enthüllungen der Weltwoche über zweckentfremdete Fürsorge-Gelder in Zürich haben massive Reaktionen ausgelöst. Die zuständige Sozialpolitikerin Monika Stocker schweigt. Neue Fälle belegen, wie Fürsorge auch an Ausländer geht, die gar nicht mehr in der Schweiz leben.
Das Sozialmodell der Stadt Zürich hat landesweit Furore gemacht. Doch das System produziert falsche Anreize und führt zur Verschwendung von Steuergeldern. Weltwoche-Recherchen belegen: Für Fürsorge-Empfänger lohnt es sich nicht zu arbeiten.