Der Fall Gaddafi

«Reformen sind unnötig, das Libyen-Schlamassel ist selbst verschuldet»

Hätte die Schweiz mit einem starken Bundespräsidenten oder als EU-Mitglied bessere Karten in der Auseinandersetzung mit Libyens Präsident Gaddafi? Keineswegs, meint Chefredaktor Roger Köppel. Es genüge, wenn die Egoisten im Bundesrat ihre Hausaufgaben machen und - statt selbst das Rampenlicht zu suchen - Verhandlungen im Ausland von Chefbeamten vorbereiten lassen. Der Ruf nach Staatsreformen führe hingegen in die Irre. mehr...

Über dieses Dossier

Gesammelte Weltwoche-Artikel zur Krise zwischen Lybiens Diktator Muammar Gaddafi und der Schweiz über die Verhaftung von Gaddafis Sohn Hannibal in Genf im Herbst 2008 im Besonderen sowie über Gaddafis Libyen im Allgemeinen.

Kommentar

Milliarden für den Wüstenstaat

Von Pierre Heumann mehr...

Libyen-Krise

«Ich wurde erniedrigt»

Wie Hannibal Gaddafi und seine hochschwangere Ehefrau Aline in einem Genfer Luxushotel von zwei Dutzend Polizisten überwältigt wurden. Das Protokoll einer unnötigen Verhaftung, die zur diplomatischen Krise eskalierte.

Von Daniel Ammann mehr...

Bundesrat

«Alles verkachelt»

Micheline Calmy-Rey hat ein Jahr lang versucht, die Schweizer Geiseln freizubekommen. Ohne Erfolg. Umso wirkungsvoller distanzierte sie sich von Hans-Rudolf Merz.

Von Markus Somm mehr...

Alle Artikel dieses Dossiers

  • Ausgabe 17/12

    - Gaddafis lange Schatten *

    Der Despot ist tot, doch seine Politik wirkt nicht nur in Libyen nach, sondern auch in grossen Teilen der Sahara. So haben Gaddafis ehemalige Söldner in Mali einen unabhängigen Staat ausgerufen, der zu einer Basis von al-Qaida zu werden droht.

    Von Kurt Pelda
  • Ausgabe 43/11

    Libyen-Affäre - «Il est fou» *

    Alt Bundesrat Merz legt dar, dass seine Intervention lange ­geplant und gut vorbereitet war.

    Von Urs Gehriger
  • Ausgabe 43/11

    - Meine Begegnung mit Gaddafi *

    Die Reise nach Tripolis zur Befreiung der beiden Schweizer Geiseln wurde mir zu Unrecht als Versagen ­unterschoben. Wenige Wochen später, im ­September 2009, traf ich Gaddafi in New York. Bei Datteln und Tee erlebte ich ein Musterbeispiel von Machtpoker und Gewalt. 

    Von Hans-Rudolf Merz
  • Ausgabe 43/11

    - Genug vom «Vater der Nation» *

    Muammar al-Gaddafi ist so brutal ums Leben gekommen, wie er regiert hatte. Trotzdem stellt sich die Frage: War es tatsächlich nur der Terror, der ihn 42 Jahre lang an der Macht hielt?

    Von Kurt Pelda
  • Ausgabe 09/11

    Gaddafi - «EuerAtem vergewaltigt mich» *

    In einem Büchlein hat Gaddafi die Topografie seiner Psyche verewigt. Schonungslos wie kein Tyrann vor ihm.

    Von Urs Gehriger
  • Ausgabe 09/11

    Libyen - «Aufstand der Kakerlaken» *

    Die libyschen Rebellen kontrollieren weite Teile des Landes. Doch von einer baldigen Grossoffensive gegen Gaddafis ­verbleibende Machtzentren ist nichts zu spüren. Die Revolution droht an Schwung zu verlieren. Ein Besuch in der Hafenstadt Bengasi.

    Von Kurt Pelda
  • Ausgabe 10/11

    Libyen - Chaoten im Wüstenkrieg *

    Der Marsch der Rebellen nach Westen ist gestoppt, und Gaddafi konsolidiert seine Macht in Rumpf-Libyen. Wenn die Revolution den Despoten beseitigen will, muss sie ihre Kämpfer besser ausbilden. Eindrücke aus dem Innern des Bürgerkriegs.

    Von Kurt Pelda
  • Ausgabe 12/11

    Libyen - «Merci France» *

    In den Rebellenhochburgen im Osten Libyens freuen sich die Menschen über die westlichen Luftschläge gegen Gaddafis Militärinfrastruktur. Die Gefahr für Bengasi ist vorerst gebannt, doch der Bürgerkrieg ist noch nicht zu Ende.

    Von Kurt Pelda
  • Ausgabe 12/11

    Neutralität - Die Schweiz im Krieg *

    Der Bundesrat öffnet der Anti-Gaddafi-Koalition die Grenzen. Ein britischer Militärkonvoi mit Material für Kampfjets durchquerte das Land von Basel nach ­Chiasso. Damit werde die Neutralität verletzt, kritisieren Sicherheitspolitiker von rechts bis links. Von Philipp Gut und Wieslaw Smetek (Illustration)

  • Ausgabe 13/11

    Libyen - Ein CIA-Mann an der Spitze der Rebellen *

    Unter den westlichen Luftschlägen weichen Gaddafis Truppen immer weiter ­zurück. Doch was geschieht nach dem Sturz des Despoten? Für die Zeit nach Gaddafi hat sich die CIA bereits gut in Stellung gebracht: Einer der Ihrigen ist Oberkommandierender der Aufständischen.

    Von Kurt Pelda
  • Ausgabe 13/11

    Amerika - Wunschdenken als Strategie *

    Barack Obama möchte, dass Gaddafi durch das libysche Volk und nicht mit militärischen Mitteln gestürzt wird. Ein Konzept ist nicht erkennbar.

    Von Hansrudolf Kamer
  • Ausgabe 26/10

    Libyen - Nach dem Sturm *

    In der hitzigen Debatte über die geplante Befreiung der Gaddafi-Geiseln beruhigen sich die Gemüter. Welches sind im Dickicht der Gerüchte die gesichterten Fakten? Eine Zwischenbilanz.

    Von Urs Gehriger
  • Ausgabe 26/10

    Contra - Abschaffen *

    Schweizer Soldaten gehören nicht ins Ausland.

    Von Roger Köppel
  • Ausgabe 26/10

    Pro - Einsetzen *

    Elitetruppen sind der Joker der Regierung.

    Von Urs Gehriger
  • Ausgabe 26/10

    Download - Die Wüsten-Krieger

    In der hitzigen Debatte über die geplante Befreiung der Gaddafi-Geiseln beruhigen sich die Gemüter. Welches sind im Dickicht der Gerüchte die gesichterten Fakten? Eine Zwischenbilanz. (Mit Download der Aufmacher-Illustration.)

    Von Urs Gehriger
  • Ausgabe 25/10

    Mörgeli - Lächeln aus Verlegenheit *

    Von Christoph Mörgeli
  • Ausgabe 24/10

    Libyen-Affäre - «Ich zeige euch, wie man Diplomatie macht» *

    Bundesrat Merz liess sich von einem Scheich zu seinem Kniefall in Libyen verleiten. Und ein Mitglied des Gaddafi-Regimes reiste trotz Visum-Verbot in die Schweiz ein. Recherchen der eröffnen neue Blicke in das verwirrende Geiseldrama.

    Von Urs Gehriger
  • Ausgabe 25/10

    Editorial - Ernstfall *

    Was haben Schweizer Soldaten in der Wüste zu suchen? Glanz und Elend des Schweizer Réduit-Fussballs.

    Von Roger Köppel
  • Ausgabe 24/10

    Kommentar - Robuste Aussenpolitik *

    Die Schweiz hat sich oft genug geduckt, entschuldigt und vorführen lassen. Es ist an der Zeit, die nationale Würde wiederherzustellen. Libyen als Exempel.

    Von Markus Somm
  • Ausgabe 15/10

    Kommentar - Unwürdige Demutsgesten *

    Das Urteil gegen die Tribune de Genève im Fall Gaddafi verletzt die Pressefreiheit. Wer meint, Gaddafi lasse sich dadurch milde stimmen, hat den Despoten nicht begriffen.

  • Ausgabe 13/10

    Kommentar - In Schengen-Einzelhaft *

    Max Göldi sitzt in einem fensterlosen Verlies, die Schweiz ist in der Schengen-Falle gefangen. Die «internationale Kooperation» erweist sich als Irrweg – und wird noch teurer.

    Von Urs Paul Engeler
  • Ausgabe 02/10

    Libyen - Mit der grossen Kelle *

    Emmanuel Altit, der neue Staranwalt der Schweizer Libyen-Geiseln, will die ganze Welt aufrütteln. Mit dieser Strategie hatte er schon im Fall der bulgarischen Krankenschwestern Erfolg. Ein Hindernis könnte einzig die guteidgenössische Diskretion sein.

    Von Stefan Brändle
  • Ausgabe 43/09

    Die Deutschen - Das Gesicht der Schweiz *

    Die Aussenministerin sorgt sich wegen der Minarette um die Exporte in muslimische Länder. Das ist die hohe Schule der Kapitulation.

    Von Henryk M. Broder
  • Ausgabe 43/09

    Kommentar - Es reicht

    Die Schweiz muss die diplomatischen Beziehungen zu Libyen unverzüglich abbrechen. Mit diesem Regime kann man nicht vernünftig verkehren.

    Von Markus Somm
  • Ausgabe 36/09

    Aussenpolitik - Verspielte Trümpfe

    Die Schweizer Diplomatie hätte die Libyen-Krise verhindern können. Aussenministerin Calmy-Rey aber ignorierte alle Ratschläge und ritt Bundespräsident Merz ins Fiasko. Inklusive Dossier zum Fall Gaddafi.

    Von Alex Baur
  • Ausgabe 35/09

    Schweiz - Die Versuchung *

    Die Rolle des Bundespräsidenten darf auf keinen Fall gestärkt werden.

    Von Urs Paul Engeler
  • Ausgabe 35/09

    Justiz - Der Fall Gaddafi *

    Wenn Staatsanwälten zu «unabhängig» sind.

    Von Martin Kilias
  • Ausgabe 35/09

    Libyen-Krise - «Ich wurde erniedrigt»

    Wie Hannibal Gaddafi und seine hochschwangere Ehefrau Aline in einem Genfer Luxushotel von zwei Dutzend Polizisten überwältigt wurden. Das Protokoll einer unnötigen Verhaftung, die zur diplomatischen Krise eskalierte.

    Von Daniel Ammann
  • Ausgabe 35/09

    Bundesrat - «Alles verkachelt»

    Micheline Calmy-Rey hat ein Jahr lang versucht, die Schweizer Geiseln freizubekommen. Ohne Erfolg. Umso wirkungsvoller distanzierte sie sich von Hans-Rudolf Merz.

    Von Markus Somm
  • Ausgabe 35/09

    Kommentar - Milliarden für den Wüstenstaat

    Die angekündigte Entkrampfung der libysch-schweizerischen Wirtschaftsbeziehungen nützt vor allem Revolutionsführer Gaddafi.

    Von Pierre Heumann
  • Ausgabe 31/08

    Libyen - Die grosse Angst des Obersts Gaddafi

    Despot, Wirrkopf, Revolutionär: Mit immer wieder überraschenden Aktionen sichert sich Muammar al-Gaddafi die Macht. Und fürchtet doch, sie zu verlieren.

    Von Pierre Heumann
  • Ausgabe 31/08

    Diplomatie - Hannibal in Genf

    Warum griff die Genfer Polizei so kompromisslos durch? Die Krise hätte vermieden werden können.

    Von Pierre Heumann
  • Ausgabe 30/07

    Libyen - Schachern um Menschenleben

    Fünf bulgarische Krankenschwestern wurden zu Sündenböcken für Gaddafis Gesundheitspolitik. Der lybische Herrscher pokerte um «Blutgeld» in Millionenhöhe.

    Von Pierre Heumann
  • Ausgabe 32/05

    Namen - Muammar Gaddafi, Otto Graf Lambsdorff, Rebiya Kadir, Jimi Hendrix, Amanda Griffiths

    Von red
  • Ausgabe 03/05

    Namen III - Muammar Gadaffi

    Von Beatrice Schlag
  • Ausgabe 36/04

    Im Auge - Muammar al-Gaddafi, das lebende Fotoalbum

    Von Peter Hartmann
  • Ausgabe 29/04

    Im Auge - Aisha al-Gaddafi, Machtstreberin

    Von Peter Hartmann
  • Ausgabe 22/04

    Im Auge - Saadi al-Gaddafi, Hoffnungsträger

    Von Peter Hartmann
  • Ausgabe 43/03

    Saif al-Islam al Gaddafi - Scheckbuch-Diplomat

    Von Urs Gehriger
  • Ausgabe 03/02

    Muammar al-Gaddafi - Der Investor

    Das Finanzimperium des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi umspannt die ganze Welt.
    Seit neuestem gehören ihm auch 5,3 Prozent des italienischen Fussballklubs Juventus Turin

    Von Johannes von Dohnanyi
 
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