Neue Enthüllungen der Weltwoche zeigen: Die Zustände in der Schweizer Militärmission im Kosovo sind dramatischer als bisher bekannt. Interne Kritik wird unter den Teppich gekehrt. Die Frage nach Sinn und Nutzen des Einsatzes stellt sich immer drängender. Von Philipp Gut mehr...
Der Einsatz von Schweizer Soldaten im Kosovo gilt als Prestigeprojekt der Armee. Die Präsenz im Ausland soll verstärkt werden. Recherchen zeigen: Saufgelage, Bordellbesuche und Schlägereien prägen den Alltag. Die grösste Gefahr für Schweizer Soldaten sind ihre Kameraden.
Verteidigungsminister Ueli Maurer plant eine fundamentale Neuausrichtung der Armee. Aus Spargründen sollen Soldaten künftig nicht mehr zu Kriegern, sondern zu Hilfspolizisten und Katastrophenhelfer ausgebildet werden, verlangt ein internes VBS-Papier, welches wir hier zum Download anbieten.
100 000 Soldaten, mehr Geld und Kampfjets obendrauf – das Parlament schraubt die Armeeausgaben in die Höhe, obwohl eine präzise Kostenplanung fehlt. Ausserdem vermag die geplante Armee die Schweiz kaum zu verteidigen.
Mit seinem Plan, die Kommandoeinheit AAD 10 auf Einsätze im Inland umzupolen, setzt Bundesrat Ueli Maurer einen weiteren taktischen Stein. Sein Ziel ist es, jegliches Engagement des Schweizer Militärs im Ausland sukzessive zu verhindern. Dies bestätigt ein Besuch beim Wehrminister.
Selbst wenn das Spezialkommando AAD 10 die Schweizer Geiseln aus Libyen hätte befreien können, wäre es zur Katastrophe gekommen. Die Eliteformation steht zur Debatte.
Die Schweizer Armee braucht ein neues Selbstverständnis und muss die Rüstungsbeschaffung überdenken. Sonst verkommt die Landesverteidigung zur Bedeutungslosigkeit.
Bei den Schweizer Truppen im Kosovo sei alles in bester Ordnung, heisst es in einem Bericht des VBS. Die Missstände werden heruntergespielt und vertuscht.
In der hitzigen Debatte über die geplante Befreiung der Gaddafi-Geiseln beruhigen sich die Gemüter. Welches sind im Dickicht der Gerüchte die gesichterten Fakten? Eine Zwischenbilanz.
In der hitzigen Debatte über die geplante Befreiung der Gaddafi-Geiseln beruhigen sich die Gemüter. Welches sind im Dickicht der Gerüchte die gesichterten Fakten? Eine Zwischenbilanz. (Mit Download der Aufmacher-Illustration.)
Die Schweizer Militärmission im Kosovo ist gescheitert. Die ausländische Präsenz behindert den zivilen Wiederaufbau und fördert die Kriminalität. Der bewährte Milizgedanke wird mutwillig zerstört.
Unter dem Schutz der ausländischen Truppen blüht im Kosovo die Kriminalität. Fahrzeuge von internationalen Ermittlern werden in die Luft gesprengt. Die Nato und die Schweizer Armee kapitulierten vor den Gangstern, berichten Swisscoy-Offiziere.
Neue Enthüllungen der Weltwoche zeigen: Die Zustände in der Schweizer Militärmission im Kosovo sind dramatischer als bisher bekannt. Interne Kritik wird unter den Teppich gekehrt. Die Frage nach Sinn und Nutzen des Einsatzes stellt sich immer drängender.
Das interne VBS-Papier «Eckwerte für die Weiterentwicklung der Armee», welches als Diskussionsgrundlage für die Von-Wattenwyl-Gespräche vom 7. Mai 2010 dient, als PDF zum Download.
Der Einsatz von Schweizer Soldaten im Kosovo gilt als Prestigeprojekt der Armee. Die Präsenz im Ausland soll verstärkt werden. Recherchen zeigen: Saufgelage, Bordellbesuche und Schlägereien prägen den Alltag. Die grösste Gefahr für Schweizer Soldaten sind ihre Kameraden.
Verteidigungsminister Ueli Maurer plant eine fundamentale Neuausrichtung der Armee. Aus Spargründen sollen Soldaten künftig nicht mehr zu Kriegern, sondern zu Hilfspolizisten und Katastrophenhelfer ausgebildet werden, verlangt ein internes VBS-Papier, welches wir hier zum Download anbieten.
VBS-Chef Ueli Maurer hat wegen des falschen Doktor Sudaro eine interne Abklärung angeordnet. Das Resultat ist unter Verschluss. Konsequenzen aus der Affäre gibt es kaum.
Bundesrat Ueli Maurer steht heftig in der Kritik. Er sei ein Verhinderer, als Verteidigungsminister habe er nichts erreicht. Doch Hinter den Kulissen bringt der stille Schaffer die Armee auf SVP-Kurs. Eine Bilanz nach 500 Tagen im Amt.
Schweizer Soldaten kümmern sich jetzt auch um die Sorgen und Nöte der Bevölkerung im Kosovo. Im Rollenspiel in einem Nidwaldner Pfadiheim haben sie sich darauf vorbereitet. Wodka trinken gehört zur Übung.
VBS-Chef Ueli Maurer hat einen Neuentwurf des Sicherheitspolitischen Berichts vorgelegt. Wie Recherchen zeigen, enthält er keine grundlegenden Änderungen. Die Reorganisation der Armee soll später separat abgehandelt werden. Der Clinch im Bundesrat ist programmiert.
Seit der Aufhebung der Gewissensprüfung, haben junge Schweizer die freie Wahl zwischen Zivildienst und Armee. Der Armeechef spricht von einer «offenen Verhöhnung des Wehrwesens». Nun will das Parlament handeln.
Weil kein Gericht für die Herausgabe der Akte Nef zuständig sein will, hat das Bundesgericht jetzt ein Machtwort gesprochen. Was hat die Zürcher Justiz zu verheimlichen?
Weil sich die Beschaffung neuer Kampfjets für die Schweizer Luftwaffe verzögert, kommr neben den europäischen Herstellern plötzlich wieder einer aus den USA ins Spiel: Der F-35 ist moderner und besser als die Flugzeuge der bisherigen Mitbewerber.
Zu den Paten des Titelschwindlers Tiziano Sudaro gehörten die Spitzen der Bundeskriminalpolizei (BKP). Schützenhilfe erhielt der falsche Doktor auch von Ex-Geheimdienstchef Peter Regli. Der hüllt sich in Schweigen.
In Kürze wird die Evaluation für einen neuen Kampfjet abgeschlossen. Die Chancen für die milliardenteure Erneuerung der Luftwaffe stehen schlecht. Jetzt treten bürgerliche Sicherheitspolitiker auf den Plan. Per Notkredit wollen sie den Kauf der Kampfflieger retten.
Soll die Schweizer Armee in eine Guerilla-Truppe umgeformt werden? Die Schweiz eigne sich perfekt für den Partisanenkrieg, sagt Taliban-Kommandant Haqqani Khan. Beim Gespräch im afghanischen Hochgebirge erklärte er, wie er unser Land verteidigen würde.
Christoph Blocher positioniert sich als Schatten-Armeeminister. Das SVP-Papier zur Landesverteidigung stammt aus seiner Feder. Damit zwingt er den eigenen Bundesrat zum Sparen. Als Vorbild für die Schweizer Armee sieht er den Vietcong, der mit simplen Mitteln siegreich blieb.
Die Schweiz hat eine Rumpfarmee. Würde sie heute angegriffen, könnte sie sich nicht mehr verteidigen. Verteidigungsminister Ueli Maurer über das Chaos in seinem Departement, Ausrüstung, die man sich nicht leisten kann, und den Zustand des Bundesrats.
Eine Planungsgruppe arbeitet mit Hochdruck an Varianten zur Verkleinerung der Armee. Bis Weihnachten sollen die Vorschläge auf Ueli Maurers Pult liegen.
Der Armeechef hat einen Kreditstopp verfügt. Betroffen sind Schlüsselprojekte der vernetzten Operationsführung. Damit stellt das VBS zentrale Instrumente für die künftige Verteidigung in Frage. Es ist das jüngste Beispiel für eine sukzessive Rückentwicklung der Streitkräfte.
Kein Krieg ist mit dem vorangegangenen vergleichbar. Trotzdem bereiten sich die Armeen so auf Konflikte vor, als würde sich die Geschichte wiederholen. Die Schweiz braucht keine neue Luftpolizei. Man muss in neuen Szenarien denken.
VBS-Chef Ueli Maurer will keine Soldaten zum Schutz von Schiffen entsenden. Mit einer Zermürbungstaktik versucht er, einen Einsatz gegen Piraten zu vereiteln.
Geheime Protokolle der sicherheitspolitischen Parlamentskommissionen zeigen, dass Bundesrat Samuel Schmid im Fall Nef wiederholt die Unwahrheit sagte. Filz und Vetternwirtschaft machten die Auswahl des Armeechefs zur Farce.
Ein Gutachten bescheinigt Roland Nef narzisstische Störungen. Das relativiert seine Straftaten - und macht die Wahl zum Armeechef erst recht fragwürdig. Mit 400 000 Franken Schweigegeld will BDP-Bundesrat Samuel Schmid den Skandal aus der Welt schaffen.
Bundesrat Samuel Schmid hätte alles wissen können über Roland Nef und hat fast alles gewusst. Trotzdem hat er ihn zum Chef der Armee gemacht und bei Gegenwind fallengelassen: eine schmidsche Gemeinheit mehr.
VBS-Chef Samuel Schmid trägt wieder einmal seine Ausrede mit Erfolgsgarantie vor: Schuld sind alle andern, insbesondere der frühere SVP-Bundesrat Christoph Blocher.
Neues aus dem Skandaldepartement VBS: Ein Rüstungsbeschaffer leitete beim Verkauf von 18 Hawk-Flugzeugen Millionen auf sein privates Konto. Dahinter stehteine Daueraffäre.
Das Schlauchbootdrama ist auch Ausfluss einer verfehlten Armeedoktrin,die das Risiko von Unfällen erhöht. Sagt alt Divisionär und Militärexperte Hans Bachofner.
Als Samuel Schmid 2001 Wehrminister wurde, war die Armee schlecht aufgestellt. Heute ist sie in einem katastrophalen Zustand. Der Totengräber wechselt nur die Partei.
Bundesrat Samuel Schmid schickt 15 000 Armee-Angehörige an die Euro 08. Für die wirklichen Herausforderungen ist die Schweiz nicht gewappnet. Das Bedrohungsbild ist unklar, das Material veraltet, das Personal demotiviert. Der Wehrminister drückt sich vor der Verantwortung.
Alle Statistiken beweisen, dass die Dienstwaffe bei Tötungsdelikten nur eine marginale Rolle spielt, auch bei Familienmorden. Die Attacke aufs Gewehr, vorgetragen über eine «Volksinitiative zum Schutz vor Waffengewalt», hat andere Motive: die Entmündigung des Bürgers.
Das Volk will eine Armee, die das neutrale Land verteidigen kann. Das VBS von Bundesrat Samuel Schmid forciert die Auslandeinsätze – und baut mit Hilfe der USA eine neue Geheimtruppe auf.
Die Luftwaffe bietet sich an für Transporte, Löscheinsätze und Fotodienste, Soldaten schieben Wache vor Botschaften: Hektisch suchen die Armee und das Departement Schmid nach sinnvollen Aufgaben für das längst überflüssige Militär. Doch der Schuss geht nach hinten los.
Die US-Armee kämpft nicht nur mit intelligenten Waffen, sondern auch mit intelligenten Robben gegen Saddam Hussein. Ob Fledermäuse als Brandstifter oder Hühner als Gasschnüffler, Tiere im Militärdienst haben Tradition – seit 4000 Jahren.
Unsere Armee wird zur Pseudo-Miliz: Jeder zweite Mann geht gar nicht erst hin. Daraus ergibt sich nur eine Lösung: ein Freiwilligen-Heer nach amerikanischem Vorbild