Videokommentar

«Die rechtsstaatlichen Verfahren genügen offensichtlich nicht»

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Wie ist das Verhalten der Schweizer Behörden im Bankenstreit mit Amerika einzuschätzen? Von Roger Köppel

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Erschienen auf Weltwoche online, 13.02.2012


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Kommentare

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  • Clabbermann Jean-Paul
  • 26.04.12 | 12:02 Uhr

Es ist immer wieder überraschend, wie fest viele Schweizer davon überzeugt sind, die Globalisierung würde an den Schweizer Grenzen halt machen.
Man kann es bedauern, aber nicht ändern: Durch die wirtschaftliche Globalisierung geht Souveränität verloren - zumindest in allen Ländern, die kleiner sind als die USA. Dort wird die Globalisierung erst richtig zuschlagen, wenn China den USA die Kredite kündigt. Und auch das werden wir Europäer zu spüren bekommen.

  • Thomas Treichler
  • 22.03.12 | 22:54 Uhr

In der Diskussion über den Konflikt mit den USA Behörden wird auf schweizer Seite wild spekuliert und grundlos behauptet, das amerikanische Bankensystem wäscht Drogengelder. Dies ist eine völlig unfundierte Behauptung. Die amerikanischen Bestimmungen betreffend Geldwäscherei sind sehr scharf und werden konsequent durchgesetzt. Gewisse schweizer Banken haben auf amerikanischem Hoheitsgebiet amerikanische Gesetze verletzt und werden deshalb zur Verantwortung gezogen. Weil die schweizer Grossbanken ohne den amerikanischen Markt nicht überleben können, hat man sich mit den Amerikanern arrangiert.

  • Enzo Aduro
  • 26.02.12 | 19:21 Uhr

Die Schweiz hat schlichtweg nicht die Macht sich mit der USA oder der EU anzulegen und versucht daher mit Zugeständnissen die Kräfte in den USA und der EU zu lähmen, welche strengere Politische Aktionen ggü. der Schweiz fordern. Deshalb werden auch die Konten von Griechen gesperrt.

Das Kräftemessen das hier gefordert wird, wird die Schweiz verlieren und dabei einen enormen Schaden erleben. Der Rückgriff auf Zeiten des kalten Krieges ist nicht hilfreich.

  • Michael Wäckerlin
  • 17.02.12 | 12:58 Uhr

In unserer kafkesken Realsatire "verhandelt" ein Staat, dessen Banken dreistellige Millardenbeträge an Drogengelder waschen, mit der Eidgenossenschaft über die Aufhebung der finanziellen Privatsphäre seiner Untertanen. Die offizielle Schweiz kommt dieser Forderung natürlich gerne nach.

Fall Wachovia:

http://www.guardian.co.uk/world/2011/apr/03/us-bank-mexico-drug-gangs

Natürlich wusste niemand irgendwas, Verfahren gegen lächerliche Busse eingestellt. Tolle Sache, so ein Rechtsstaat. Nun aber ganz schnell mehr "Aufsicht" und "Transparenz"...

  • Peter Kuehnis
  • 16.02.12 | 18:14 Uhr
  • Simon Purestone
  • 15.02.12 | 19:29 Uhr

@Zoli: Sie haben in dem Sinne nur halb Recht, weil ja gerade die pharisäerhafte USA in Sachen Bankensorgfaltspflichten bzw. Eröffnung von "Schwarzen Konten" und Einbunkerung von unversteuertem Geld die Schweiz um Längen schlägt! Wie gut die USA-Aufsicht funktionierte, zeigte ja der Fall Bernie Madoff exemplarisch auf - und er zeigte auch auf, wie dumm und leicht reinzulegen geldgierige Menschen weltweit sind... Ich habe gar nichts dagegen, dass die Amis die Versteuerung in der USA erwirtschafteter Einkommen fordern. Nur sollte es nicht auf neoimperialistische Art passieren! Achtung Bumerang!

  • rolf kielholz
  • 15.02.12 | 12:41 Uhr

Ja, Herr Zoli, Sie haben natürlich, zumindest teilweise, recht. Nur, auch in diesem Zusammenhang muss halt in Gottes Namen auch wieder einmal etwas vernetzter gedacht werden. Die "bösen Banken" haben in den Jahren vor der Schulden/EURO/Bankenkrise nicht nur sehr viel - wie Sie sagen "bis zum Abwinken" - verdient, sondern auch dem Fiskus damit sehr viel Steuern abgeliefert und immer mehr Mitarbeitern (nicht nur Abzocker...!) einen gutbezahlten Arbeitsplatz angeboten. Dies wird sich nun bekanntlich sehr rasch ändern; ob zum Wohl der Allgemeinheit wird sich wohl noch weisen müssen....

  • Peter Kuehnis
  • 15.02.12 | 10:47 Uhr

Wirkliche Satire - zu sehen wie SVP Anhänger nach mehr Staat rufen um Banken zu schützen die in den letzten Jahren dank weniger Regulierung weder ihrer Verantwortung gerecht wurden noch ihre eigentlichen Aufgaben machten.
Dass wir in der Schweiz ein quasi sozialistisches Bankensystem haben ist ausser der SVP wohl schon allen aufgefallen. Grossbanken sind "too big to fail", Kantonalbanken geniessen Staatsgarantie. - Und alle miteinander verhalten sich verantwortungslos wie eine Zockerstube im Kosovo.

  • Marco Zoli
  • 14.02.12 | 14:04 Uhr

RK macht, was er so oft macht: Er blendet die eigentlichen Ursachen der Problems einfach aus. Es ist doch so, dass die Banken uns jahrelang mitgeteilt haben, wir cool der freie Markt doch ist und wie wichtig es sei, möglichst keine Relegungen zu haben. Der Markt wird's regeln. Danach haben einige Banken das ganze System brutal ausgenützt, Geld verdient bis zum Abwinken und dabei auch vor gesetzeswidrigen Aktivitäten nicht halt gemacht. Und nun kommt's aus und sie ziehen ihre Schwänze ein und lassen andere ihre Probleme lösen. RK sollte sich mehr auf die Banken und deren Gebaren konzentrieren.

 
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