Kurz nach Drucklegung des Artikels über die Zuspitzung der Lage in der psychiatrischen Klinik Waldau bei Bern (vgl. Link unten zum Artikel, der in der Weltwoche vom 28. Juni erscheint) hat der rot-grüne Regierungsrat des Kantons Bern einen überstürzten Entscheid gefällt (vgl. PDF zur Medienmitteilung unten).
Obwohl der Regierungsrat selbst zweimal festgestellt hat, dass kein einziger Grund für eine Suspendierung von Professor Dr. Dr. Werner Strik geltend gemacht werden könne, untersagt ihm die gleiche Regierung nun – bis auf weiteres – seine Tätigkeit als Arzt und als leitender Direktor der Psychiatrie. Auch wenn die Regierung betont, dass dieser Zwischenentscheid die endgültige Beurteilung des Falles nicht vorwegnehme, so hat die Intrige des SP-Gespanns Philippe Perrenoud (Gesundheitsdirektor) und Regula Mader (Verwaltungschefin der Waldau) damit einen ersten Erfolg erzielt. Nicht nur die Schweiz, sondern auch die internationale Fachwelt muss zur Kenntnis nehmen, dass in Bern ein während über 13 Jahren untadelig arbeitender Professor, Mitglied der Fakultätsleitung, Mitglied in mehreren Vorständen nationaler und internationaler Fachverbände ausgesperrt werden kann, nur weil zwei linke Politiker dies wollen. Der Ruf Berns wird zementiert.
P.S. Parallel zum Ausschluss des unbescholtenen Professor Strik wird in der Waldau am Donnerstag, den 28. Juni, mit einem feierlichen „Symposium“ samt Apéro riche Professor Prof. Dr. Wilhelm Felder, Direktor für Kinder- und Jugendpsychiatrie, verabschiedet. Der Besungene ist gemäss zweier Gutachten verantwortlich für die „tagelange Isolation, Verabreichung unstatthafter Medikamente, Verletzung der Persönlichkeitsrechte“ von jugendlichen Patienten sowie für die „Fehlbeurteilung“ und Entlassung einer jungen Frau, die als 15jährige ihren Bruder niedergestochen hatte, 17-mal von der Polizei aufgegriffen, der Jugendpsychiatrie der UPD zugeführt wurde und die schliesslich 2009 im Berner Monbijouquartier mit ihrem Messer einen Tamilen getötet hat.
Auch die Feier von Versagern passt zu Bern.
Urs Paul Engeler
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