
| Ort: | Kaufleuten am Pelikanplatz in Zürich | |
| Datum: | Montag, 10. Juni 2013 | |
| Zeit: | 18:00 Uhr bis 18.50 Uhr, Türöffnung 17:00 Uhr | |
| Eintritt: | nur mit Anmeldung unter tickets@radio1.ch (Platzzahl beschränkt) |
Die Weltwoche feiert 2013 ihren 80. Geburtstag. Ihre Geschichte ist eine Chronik voller Abenteuer, Kuriositäten und Skandale. Um die abenteuerliche Geschichte des Blattes zu dokumentieren, veröffentlichen wir im Jubiläumsjahr jede Woche einen Artikel aus unserem Archiv.
Ob Modehefte, Strümpfe oder Schokolade – wollte sich
eine Ehefrau eine kleine Extravaganz leisten, musste
sie ihren Mann um Geld bitten. Die meisten Frauen
wussten sich jedoch selber zu helfen. Mit cleveren
Tricks oder dem heimlichen Griff in seine Brieftasche.
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Die «Rundschau» des Schweizer Fernsehens und ihre Verletzungen der Richtlinien. Von Philipp Gut
Zum aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU. Von Philipp Gut

Bundesrätin Doris Leuthard in der Bäckerei.
Doris: Ein Weggli, bitte.
Bäckerin: Das wäre dann 1 Franken 70, bitte.
Doris: Gerne, hier, bitte.
Bäckerin: Danke. Und dann noch 1 Franken 10.
Doris: Wofür?
Bäckerin: Das ist die Backsteuer.
Doris: Ach so. Hier, bitte.
Bäckerin: Danke. Und dann wäre es noch 1 Franken 80.
Doris: Wozu?
Bäckerin: Das ist die Abgabe, welche auf die Zutaten erhoben wird.
Doris: Oh, entschuldigen Sie bitte, hier.
Bäckerin: Danke, und dann bekomme ich noch 70 Rappen.
Doris: Was?
Bäckerin: Das ist eine Umweltabgabe.
Doris: Ah, damit wird der Feinstaubfilter des Backofens instand gehalten?
Bäckerin: Nein, mit dieser Abgabe wird der Wurstabsatz in der Metzgerei nebenan gefördert.
Doris: Und wieso erhebt man diese Steuer nicht in der Metzgerei?
Bäckerin: Keine Ahnung. Wir machen hier nicht die Gesetze. Wir backen nur das Brot.
Doris: Ach so, na dann, äh, hier.
Bäckerin: Und dann noch 20 Rappen.
Doris: Kriege ich jetzt auch noch eine Reiseversicherung?
Bäckerin: Nein, das ist die Mehrwertsteuer.
Doris: Naja, wenn Sie meinen, bitte.
Bäckerin: Danke, und jetzt noch 3 Franken 20, wenn Sie so gut sein wollen.
Doris: Wofür?
Bäckerin: Für das Weggli.
Doris: Ach, ich dachte, das waren die 1 Franken 70, welche ich bereits bezahlt habe.
Bäckerin: Nein, das war der Zuschuss für den Fonds zum Erhalt des Backofens.
Doris: Gut, hier. Mehr kriegen Sie aber nicht, das sind ja jetzt schon mehr als 10 Franken für ein einzelnes Weggli.
Bäckerin: Danke, das wäre dann alles.
Doris: Gut, danke, auf Wiedersehen.
Bäckerin: Oh, einen Moment noch. Ich sehe gerade, Sie tragen ja noch gar keine Vignette . . .
Andreas Thiel, Jahrgang 1971, ist Schriftsteller und Kabarettist.
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