Und Leuthard ging zum Regenbogen

Sie wollten das Beste, doch am Ende kam es schief heraus. Der letztjährige Staatsbesuch von Jean-Claude Juncker, EU-Chefkommissar, ist ein Meilenstein diplomatischer Verirrungen. Hier zeichnen wir nach, wie es dazu kommen konnte.

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Alex Baur, Redaktor

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Von Rico Bandle
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Kommentare

Meinrad Odermatt

12.01.2018|13:49 Uhr

Wieso geht eigentlich niemand der Frage nach, wieso die EU derart verbissen versucht alle Staaten in diesen Verbund hineinzuzwingen? Es könnte ihr doch relativ egal sein wer da mitmacht. Eine Teilnahme müsste freiwillig und mit Austrittsmöglichkeiten - wie bei einem Vereinsbeitritt - möglich sein. Ohne politischen Selbstmord begehen zu müssen. Dann wäre es "ehrenvoll" dabei zu sein! Und sinnvoll. Eine ganz andere Attraktivität. Dass man genau diesen Weg mit allen Mitteln verhindern will, kann nur eines bedeuten: Die EU ist Erfüllungsgehilfe einer "Schattenmacht" mit eigener Agenda.

Meinrad Odermatt

12.01.2018|13:19 Uhr

Demnächst ist wohl mit einem weiteren "Bewilligungsverfahren" aus der EU zu rechnen:Nämlich mit dem Formular: "Antrag um Bewilligung eines eigenen Staates unter Beibehaltung einer eigenen Verfassung und einer Verteidigungsarmee"

George Lips

12.01.2018|03:19 Uhr

Eine Lachorgie geht durch die Schweiz. Unsere "Diplomaten" kennen ihre Unterlagen bzw. Dossiers nicht. In Schulmädchenart macht Leuthard in Diplomatie. Der neueste Trick aus dem eidg. Lügenrat sagt, es gehe nur um fünf Verträge bei den fremden Richtern. Das ist nur eine der Finten aus Bern und Brüssel nach dem Prinzip gibt's Du einen Finger nehmen sie die ganze Hand.Summa summarum eine weitere Schweinerei unter Ausklammerung des offiziellen Aussenbpolitikers Cassis. Und der bleibt ruhig, statt seine Chance, den reset zu packen.Ist halt ein Italiener, zu wendig und schwach. Ein richtiger Bundesrat!

Jürg Brechbühl

10.01.2018|21:50 Uhr

Es geht um zwei wesentliche Missverständnisse: Bundesrat Leuthard meint von sich selber, sie täte so etwas wie regieren. Die Wahrheit ist, dass sie in ihrer gesamten politischen Karriere einfach immer den Lobbyisten gut zuhörte und die Fahne in den Wind hängte. Die Schweizer kann man so manipulieren. Bundesrat Leuthard meint, Juncker sei so etwas wie ein Staatsmann, der so etwas wie Regierungsgeschäfte erledigt. In Wirklichkeit ist er Angestellter der EU, ein Bürokrat, der hier bei uns lobbyiert. -- Der Witz am ganzen: Regierungen können Verträge schliessen, Lobbyisten können das nicht.

WEF: Jahrmarkt der Eitelkeiten?

No Billag: Die NZZ und die SRG.

Deutschland: Die ungeliebte Regierung in Berlin.

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