Intern

Unter den Historikern ist Giles Milton eine ­besondere Nummer. Einhundert faszinierende Mysterien der Weltgeschichte hat er aus den ­Archiven gehoben und zu erzählerischen Perlen geschliffen. Für die Weltwoche öffnet der Brite seine Schatzkiste und präsentiert im neuen Jahr jede Woche einen Leckerbissen. Charlie Chaplin kommt zu einem postumen Auftritt, und Queen Elizabeth II. hat den Schock ihres Lebens. Churchill vergiftet auf einer Atlantikinsel Schafe, und ein verschleppter Pygmäe wird in New York zur Weltsensation. Der letzte Eunuch Chinas tritt auf, «die geheimste Adresse der Welt» wird enthüllt. Kurzum: Die Weltwoche zelebriert 2018 mit Giles Milton das Jahr der grotesken, wunderbaren und schlicht verrückten Anekdoten der Weltgeschichte. (Siehe Porträt Seite 56 und erste Folge der Serie: «Der lange Krieg des Hiroo Onoda» Seite 58)


Neu eingeführt haben wir auch eine Lebensberatungskolumne. Dr. M. beantwortet ab sofort Fragen zu allen Lebensbereichen wie Liebe, Geld, Erziehung, Arbeit oder Freundschaft. Brauchen Sie Rat für sich oder einen Bekannten? So schreiben Sie an: drm@weltwoche.ch. Die ersten Fragen und Antworten finden Sie auf Seite 59.


Die Ringier-Blätter Blick und Schweizer Illustrierte waren federführend bei der «me too»-Kampagne und dem Abschuss des angeblich notorisch grapschenden Nationalrates Yannick Buttet – bis der Tages-Anzeiger kurz vor Weihnachten den langjährigen Ringier-Chefredaktor Werner De Schepper selber als angeblich notorischen Frauen-Fummler outete. Seither ist es fast gespenstisch ruhig geworden um das Reizthema «sexuelle Übergriffe». Warum diese plötzliche Zurückhaltung? Höchste Zeit, fand Redaktor Alex Baur, Doppelmoral und Beziehungskungeleien in den eigenen Reihen mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Werdegang des Werner De Schepper vom katholischen Theologen zum Boulevard-Zampano bietet Anschauungsmaterial in barocker Fülle. Seite 34


«Rassist» und «Faschist» ist man schnell in diesen Zeiten, da Internet-Mobs wie Wolfsrudel durch den Cyberspace hecheln. Aber was Bruce Gilley widerfuhr, war dann doch noch um einige Nummern grösser: Aberkennung der Promotion, Entlassung, Mordaufrufe – so lauteten die Forderungen. Zunächst einmal hatte es der Meute freilich einen Moment lang die Sprache verschlagen, denn der Politologe von der Portland State University hatte Undenkbares ausgesprochen: Der westliche Kolonialismus war im Grossen und Ganzen ein Segen für die kolonialisierten Völker. Seite 40


Die nachträgliche Verharmlosung von Robert Grimm, der vor hundert Jahren den Generalstreik anführte, wird dieser kraftvollen Persönlichkeit nicht gerecht. Christoph Blocher befasst sich kritisch mit dem linken Volkstribun, der den marxistischen Umsturz wollte und dem Bundesrat 1918 mit Bürgerkrieg drohte. Blochers These lautet: Ohne Robert Grimm und seine Konferenzen von Zimmerwald und Kiental, ohne Grimms aktive Rolle bei der Rückschaffung des Politasylanten Lenin hätte es keine Sowjetunion gegeben. Ganz anders sieht dies die Robert-Grimm-Gesellschaft. Die Debatte wird fortgesetzt. Seite 24

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