Schweizer Klassiker

Alpenpracht statt Adelsmacht

Der Berner Albrecht von Haller war bloss Freizeitpoet. 
Doch sein Lehrgedicht «Die Alpen» (1732) überdauerte 
seine ­sonstige ­universelle Gelehrsamkeit.

Von Christoph Mörgeli

Sehnsucht nach Heimat: von Haller. Bild: Wikimedia Commons; «Bildnis Albrecht von Haller von Johann Rudolf Huber,1736»

Versuch schweizerischer Gedichten» ­lautete 1732 der Titel der Erstausgabe, in dem Al­brecht von Hallers Gedicht «Die Alpen» erschien. Korrektes Deutsch war dies schon damals nicht. Stattdessen aber ein charmanter Beleg, dass ein Stadtberner jener Zeit mit den Standesgenossen auf Französisch parlierte und mit den ­«Untertanen» in urchigem Berndeutsch sprach; korrektes Hochdeutsch hin­gegen bildete eine Fremdsprache, bei der es sogar bei einem genialen Kopf wie Haller haperte.

Trotz des verunglückten Titels machten die 49 Strophen mit je zehn Alexandrinern ihren Autor mit e...

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