Intern

Im Bundeshaus steht der Ständerat normalerweise im Schatten des lärmigeren Nationalrats. Und in der präsidialen Hackordnung rangiert der – oder die – Vorsitzende der Grossen Kammer vor dem Pendant im Stöckli. Wenn wir in dieser Ausgabe dennoch die designierte Präsidentin des Ständerats porträtieren, so ist dies personell begründet. Karin Keller-Sutter, ehemalige Regierungsrätin des Kantons St. Gallen, gehört zu den wägsten politischen Köpfen der Schweiz. Seit ihrem Wechsel nach Bern im Jahr 2011 hat sich die einstige «eiserne Lady» zu ­einer bestimmenden Aussenpolitikerin gemausert. In wirtschaftspolitischen Fragen gehört sie zu den Wortführerinnen der FDP. In der Debatte um die Sicherung der Altersvorsorge führt kein Weg an Karin Keller-Sutter vorbei. Keine Frau ist zurzeit besser prädestiniert für den Bundesrat, urteilt René Zeller. Seite 16


Digitalisierung ist das Thema der Stunde, das nun auch die Politik gross auf ihre Fahne ­geschrieben hat. Am Montag hielt der Bund die nationale Konferenz «Digitale Schweiz» ab, am Dienstag ging landesweit der grosse ­Digitaltag über die Bühne. Vor diesem Hintergrund hat Rolf Dörig, Verwaltungsratspräsident von Swiss Life und Adecco, das Ganze aus etwas Abstand betrachtet. Er erinnert daran, welche Erfahrungen man in der Vergangenheit bereits mit vielfältigen Arten des technischen Fortschritts gemacht hat und wie man dabei den Anliegen der Menschen gerecht ­werden kann. Seite 20


Im Mai 2013 wandte sich der Zürcher Strafverteidiger Linus Jaeggi an Weltwoche-Redaktor Alex Baur mit einem schweren Vorwurf: Die Urner Strafverfolgungsbehörden hätten mit gefälschten Spuren den Milieu-Wirt Ignaz Walker unschuldig hinter Gitter gebracht. Der unerhörte Verdacht erschien Baur auf den ersten Blick plausibel, er verlangte Einblick in sämtliche Untersuchungsakten. Nach einem intensiven Studium gab er die Unterlagen zurück: Wenn er über den Fall schreiben würde, erklärte Baur dem Anwalt, käme das nicht gut für seinen Mandanten heraus. Er werde darum auf eine Berichterstattung verzichten. Unser Kollege hielt sich an dieses Versprechen, auch als die SRF-«Rundschau» den Fall Walker zur «Urner Justizaffäre» machte. Da inzwischen alle wesentlichen Akten bekannt sind und das Bundesgericht den Fall im Grundsatz entschieden hat, gibt es keinen Grund mehr zur selbstauferlegten Zurückhaltung. In dieser Ausgabe geht Baur mit der «Rundschau» hart ins Gericht: Auf verantwortungslose Weise ­haben die TV-Reporter alle belastenden Indizien ausgeblendet und das Opfer zum Täter gemacht. Der vermeintliche Justizskandal entpuppt sich als «Rundschau»-Affäre. Seite 30


Im Zeitalter des Internetpornos findet die ­Forschung nicht einmal mehr Probanden, die von Pornografie unberührt leben. Wie ver­ändert uns die ständige Verfügbarkeit expliziter Videos, was macht sie mit unseren Beziehungen? Während die Neurowissenschaften etwaige Veränderungen der Hirnstruktur bei Pornosüchtigen erforscht haben, widmen sich Therapeuten der Aufgabe, Männer mit zu ­hohem Konsum wieder orgasmus- und be­ziehungsfähig zu machen. Seite 64


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