Intern

In dieser Ausgabe versuchen wir, einige der grossen Gegenwartsthemen einzufangen, und zwar, wie es bei dieser Zeitung Brauch ist, von einer anderen Seite, als man es von den ­Medien gewohnt ist. Wir drehen den Fall Weinstein weiter, der immer noch viel zu reden gibt. Ist «Sexismus» das grosse Problem in unseren ­Konzernetagen? Haben wir es bei uns mit ­einer ausbeuterischen, frauenfeindlichen Macho­kultur zu tun? Was eigentlich ist Sexismus genau? Diese Themen zirkeln wir aus ­unterschiedlichen Perspektiven ab. Unser ­Kolumnist Henryk M. Broder mokiert sich über den moralischen Feuereifer und stellt fest: Nirgends werden Frauen weniger diskriminiert als im Westen. In einer grossen Um­frage von Taki bis Tamy Glauser ergründen Promi­nente die begriffliche Allzweckwaffe «Sexismus». Ganz anders dann die femini­stische ­Autorin Julie Burchill aus London: Sie ­findet es grossartig, dass jetzt so viele Frauen gegen die Machos in den Konzernen auf­stehen. Seiten 18–23, 58


China. Die Weltmacht aus dem Osten, die sich selber als Weltmittelpunkt sieht, schickt sich an, die Amerikaner zu überholen als Wirtschaftsnation Nummer eins. Auch militärisch ist Konkurrenzkampf angesagt. Der Aufstieg Chinas wirft Wellen bis in die Schweiz. Politiker fordern, der Staat solle chinesischen ­Firmen verbieten, schweizerische Unternehmen aufzukaufen. Ist das richtig? Oder gerade falsch? Wir erörtern mit ausgewiesenen, er­fahrenen Experten diese Grundfragen. Zum ­einen analysiert Christoph Blocher, Doyen der SVP und Erfolgsunternehmer auch und ­gerade in China, wie der asiatische Riesenstaat ein­zuschätzen sei. Er sieht es gelassen und zeigt sich fasziniert. Antichinesische Gesetze seien völlig falsch. Etwas anders sieht es Jonathan ­Fenby, Buchautor und Ostasienkenner. Er liefert einen Blick in die chinesische Seele, aber auch aufs Machtgebaren der Elite. Und zum Dritten: Nächste Woche trifft US-Präsident Trump Chinas neuen Kaiser Xi in Peking. Mit Blick auf dieses Treffen wertet Auslandchef Urs Gehriger seine ausgedehnten und exklu­siven Gespräche mit Steve Bannon aus, dem ehemaligen Trump-Berater, der jetzt zum Wirtschaftskrieg gegen das «ausbeuterische» ­China aufruft. Drei Perspektiven, drei Wahrheiten. Seiten 28, 50, 52


Die Welt ist interessant, die Politik bewegt sich. Vieles bricht auf, die Unübersichtlichkeit nimmt zu. Zur Standortbestimmung und ­Gesamtschau haben wir uns mit dem Mann zusammengesetzt, der wie kein Zweiter in 
der Schweiz die grossen Zeiträume nicht nur überblickt, sondern politisch miterlebt und mit­gestaltet hat: Christoph Blocher. In einem Interview «über alles» diskutieren wir die entscheidenden Gegenwartsfragen. Fazit: «Der Mensch lebt im Kleinen.» Seite 28



Last, but not least: Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich unser Kollege Alex Reichmuth. Der Basler geht zur Basler Zeitung. Reichmuth hat in diesem Blatt über Jahre Akzente gesetzt in unterschiedlichen Dossiers: Klima, Umweltpolitik, Sozialmissbrauch, Asyl. Wir danken ihm von Herzen und wünschen ihm und seiner Familie für die Zukunft alles Gute!



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