Intern

Nach der Ankunft in Tegel sah es auf den ersten Blick aus, als ob man halb Berlin evakuiert hätte: menschenleer die Strassen und Plätze. Wollte man am Wahltag nur Merkel-Wähler zurücklassen? AfD-Sympathisanten entfernen? Die Wahrheit war prosaischer. Berlins rot-rot-­grüner Senat hatte in unergründlicher Weisheit den alljährlichen Stadtmarathon ausgerechnet auf den Wahltag gelegt – und die Stadt damit für Wähler, Wahlhelfer und Wahlbeobachter weitgehend unpassierbar gemacht. Welt­woche-Reporter Wolfgang Koydl legte selbst marathon­ähnliche Distanzen zu Fuss zurück, weil anders kein Durchkommen war in Deutschlands Haupt­stadt. Seite 14–17


Etwas mehr als guten Willen braucht es schon, damit eine Willensnation nicht auseinanderbricht. Es braucht Spangen, die das Land zusammenhalten. In der Schweizer Geschichte waren das etwa die Einführung der Proporzwahl, die AHV und natürlich die Armee. Derzeit rückt als Kohäsionsfaktor eine neue Instanz in den Vordergrund: die SRG. Viele Politiker sehen sie als nationale Klammer, die SRG selber sieht es erst recht so. Unser Medienexperte Kurt W. Zimmermann ist der Frage nachgegangen, ob die SRG tatsächlich das Land zusammenhält. Seine Antwort: Jener Teil der SRG, von dem man am wenigsten redet, ist für die Schweiz der wichtigste: das Radio. Seite 20


Als Kulturredaktor Rico Bandle ins Fahrzeug von SRF-3-Legende François Mürner stieg, fiel ihm sofort auf: Im Autoradio läuft SRF 1. Das sei wegen der Bundesratswahl, erklärte der Mo­derator, der vier Jahrzehnte lang die Hör­gewohnheiten der Schweizer geprägt hat wie sonst kaum jemand. Dass der Pionier des Pop-­Radios ab und zu den eher konservativen Sender SRF 1 hört, ist auch sonst nicht so abwegig: Mürner hat bei DRS 1 begonnen, wie der Sender damals hiess. Von London aus machte er die Schweiz mit Musik vertraut, die es hierzulande sonst nirgends zu hören gab. Doch das war, ­bevor Bandle überhaupt geboren war. Umso spannender war es für den Journalisten, mit Mürner tief in die Radio- und Musikgeschichte einzutauchen. Seite 52


Das Ereignis geht eher lautlos über die Bühne: Seit 25 Jahren ist der von Unternehmer Peter Sauber gegründete Schweizer Rennstall in der prestigeträchtigen und verrückten Formel 1 ­unterwegs. Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, unseren Lesern die faszinierende Schweizer Motorsportwelt näherzubringen. Das Sauber-F1-Team gewährte Philipp Gut am legendären Gran Premio d’Italia einen Blick ­hinter die Kulissen, und der neue Sauber-­CEO Frédéric Vasseur sagt, wie er den Hinwiler ­David gegen die Goliaths der Branche in Stellung bringen will. Am Nürburgring durfte ­unser Reporter in der Box von Emil Frey Racing dabei sein und sich mit Teamchef und Fahrer Lorenz Frey (Lexus, Jaguar) über seine Karriere im Cockpit und in der Familienfirma unter­halten. Thomas Renggli erzählt die abenteuerliche Geschichte der Schweizer Formel-1-­Fahrer. Künstler Rolf Knie berichtet über seine grandiose Sammlung schneller und extra­vaganter Automobile, darunter der Rolls-Royce von Charlie Chaplin. Seite 66–80



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