Intern

Die Spannung im majestätischen Hauptsaal des Bundesstrafgerichtes in Bellinzona war mit den Händen zu greifen, als Redaktor Alex Baur im letzten Juni als Gastreferent zum Thema Justizkritik einer hochkarätigen Runde von Justizbeamten, Staatsanwälten und Bundesrichtern die Leviten lass. Seit drei Jahrzehnten befasst sich unser Kollege aus journalistischer Warte mit der Justiz. Seine hartnäckigen Recherchen und pointierten Analysen sind unter Juristen gleichermassen gefürchtet wie – je nach Interessenlage – beliebt, zumeist aber auch respektiert, selbst wenn man seinen Standpunkt nicht teilt. Baurs Vortrag in Bellinzona, in dessen Zentrum die überlange Verfahrensdauer stand, löste unter den Anwesenden eine engagierte Debatte aus. Das Thema mag auf den ersten Blick abstrakt anmuten. Doch wenn die Justiz versagt, geht uns das alle etwas an, wie Baur in diesem Heft anhand von konkreten Fällen aufzeigt: Es kann jeden von uns treffen. Seite 22


Kennen Sie Lukas Golder? Vermutlich nicht, aber Sie werden ihn wohl bald kennen. Der 43-jährige Politologe und Co-Leiter des Instituts gfs.bern ist das neue Gesicht an Abstimmungssonntagen des Schweizer Fernsehens. Er löst Claude Longchamp, die «Fliege der Nation», als TV-Chefdeuter ab. Philipp Gut hat Golder in seinem Büro in Bern getroffen und zeichnet das Porträt des Mannes, der seinen Beruf als Handwerk versteht und ein Diplomat der Bürger sein will. Seite 28


Es erinnert mehr als nur ein wenig an Dürrenmatts «Besuch der alten Dame»: Eine Gemeinschaft schliesst sich zusammen und mobbt einen Aussenseiter. Die Wahlkämpfer der Alternative für Deutschland (AfD) machen diese Erfahrung tagtäglich. Ihre Kandidaten und Wahlhelfer werden bedroht, beschimpft und bedrängt. Lukas Steinwandter ist ein junger Journalist aus Südtirol, der für die deutsche Wochenzeitung Junge Freiheit arbeitet. Er hat sich in den letzten Tagen des Bundestagswahlkampfes auf Erkundung begeben. Seite 48


Vor fünfzig Jahren wurde Ernesto «Che» Guevara im bolivianischen Dorf La Higuera füsiliert. Ein Jahr lang war der Autor der Programmschrift «Der Guerillakrieg» durch Bolivien gezogen und hatte versucht, das Feuer des Aufstands zu entzünden. Doch die Bauern verweigerten sich. Enttäuscht notierte Che in seinem Tagebuch: «Die Bauern sind undurchdringlich wie Steine.» Sein Scheitern konnte Guevaras Mythos nichts anhaben. Bis heute ist Che Welt-Wertmarke revolutionärer Gesinnung und ziert als Rebellenikone T-Shirts, Unterhosen und Szenebars. Helmut Scheben, in den 1980er Jahren im Dienst der salvadorianischen Guerilla, zieht Bilanz über einen verklärten Helden. Seite 52


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