Velo

Fliessende Leichtigkeit

Als Autofahrer kann sich ein Perspektivenwechsel lohnen: 
zum Beispiel auf einem BMC Alpenchallenge AC 01.

Von David Schnapp

BMC Alpenchallenge AC 01 Al ne 11

Es ist ja nicht so, dass wir Autotester nicht wüssten, dass manchmal der Zug, die ­eigenen Füsse oder das unmotorisierte Zweirad die bessere Wahl sind. Aber ich fahre zum Beispiel wirklich gerne Auto, wenn es das Ziel hergibt, gerne auch ein paar hundert Kilometer am Stück. Ins Büro hingegen geht es meistens zu Fuss, so muss ich weniger über die Feinde des Individualverkehrs in den Verwaltungseinheiten der Stadt Zürich nachdenken oder mich über Velofahrer ärgern, die mit den Eckpfeilern der Strassenverkehrsordnung nicht einmal rudimentär vertraut sind.

Kürzlich war es Zeit für einen Perspektivenwechsel, mein Velo, das ich vor einigen Jahren günstig auf einer Auktionsplattform erstanden hatte, schien mir in seiner etwas heruntergekommenen Erscheinung gar würdelos geworden zu sein. So wie es beim Auto nicht nur darum geht, von A nach B zu kommen – sondern auch ums Wie –, ist das ­Zweirad, auf dem man sitzt, Ausdruck einer Haltung.

Es lief alles auf ein neues Velo hinaus. Und, da bin ich konservativ, persönliche Beratung schien mir besser zu sein als ein Internet­einkauf. Ich fuhr – in einem Elektroauto – nach Pfäffikon ZH: Bei AR Cycling gibt es Velos der Schweizer Premiummarke BMC, manche zum Preis eines Kleinwagens, andere effektvoll auf roten Teppichen präsentiert. Ich bekam einen Espresso, der besser war als in manchem Café, und der sympathische Filial­leiter riet mir nach kurzer Anamnese zum ­Alpenchallenge, einem robusten, schnellen Velo für die Stadt mit wartungsfreiem Riemenantrieb, 11-Gang-Nabenschaltung und hydraulischen Scheibenbremsen.

Zu Hause in Zürich, wo es übrigens einen «Masterplan Velo» gibt, fädelte ich mich in den Strassenverkehr ein und freute mich an dem erstaunlich mühelosen Vorankommen, das dieses Velo mir ermöglichte. Die Schaltung arbeitet blitzschnell, und der Gates-­Zahnriemen mit Karbonfäden erwies sich als angenehm leises Instrument der Kraftübertragung zwischen meinen eigenen Beinen und dem Rad. Je länger ich fuhr, desto schöner wurde diese fliessende Leichtigkeit der Bewegung.

Als kleine Herausforderung für mich selbst nahm ich mir vor, grundsätzlich unter Einhaltung der Verkehrsregeln vorwärtszukommen: Ich hielt bei Rot zum Beispiel, zwang Autofahrer nicht zu Vollbremsungen vor den Fussgängerstreifen, indem ich nicht einfach drüberbretterte, und andere Banalitäten mehr. Das erstaunliche Ergebnis: Es ging trotzdem zügig voran, ich musste mich nicht über Autofahrer ärgern, die sich über mich hätten ärgern können, und Stadtradeln wurde auch nicht zur Nahtoderfahrung. Auf dem BMC zum Velofahrer zu werden, ist auch als überzeugter Autolenker lohnenswert.

BMC Alpenchallenge AC 01 Alfine 11

Technik: 
Shimano Alfine 11-Gang; Gates-Zahnriemen; 
hydraulische 
Scheibenbremsen


Preis: Fr. 2499.–

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