Amerika

Untergang im verheissenen Land

Sie suchten ihr Glück, stattdessen fanden Unzählige den Tod oder erlebten Elend, gerieten in 
Konflikte mit Eingeborenen. Ein britischer Historiker sucht nach den Gründen, warum die Engländer 
im 17. Jahrhundert zu Tausenden nach Nordamerika schifften.

Von Rolf Hürzeler

Ruppig: Atlantiküberfahrt um 1607. Bild: Mike Haywood

Der Zweimaster «Susan Constant» segelte im Frühjahr 1607 entlang der nördlichen Ostküste von Amerika. Keine ruhige Fahrt, wie man sich denken kann, die 71 mittellosen Einwanderer litten fürchterlich auf der ruppigen Überfahrt von England in die Neue Welt. Unter ihnen war der legendäre John Smith (1580–1631). Der Abenteurer aus der englischen Grafschaft Lincolnshire gilt bis heute als einer der wegwei­senden europäischen Auswanderer. Aus seiner ­Heimat stammten zahlreiche frühe Emigranten, denn die Ostküste des Königreichs galt stets als rebellisch. Die verarmten Bauern dort ...

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