Editorial

Nidau ist 
die Zukunft

Der Bieler Sozialhilfe-Islamist und das gellende Schweigen 
der Linken.

Von Roger Köppel

Das Erfreuliche an solchen Geschichten wie jener über den rotrauschebärtigen Hetzer-Imam aus Nidau bei Biel ist die Tat­sache, dass sie für Leute, die es verdrängt ­haben oder immer noch nicht wahrhaben wollen, ein beunruhigendes Stück Schweizer Wirklichkeit sichtbar machen, sofern denn alles stimmt und die Hasspredigten auch wirklich korrekt übersetzt worden sind, wovon ich ausgehe, aber ich spreche eben kein Arabisch. Konkret handelt diese Story vom ganz normalen, alltäglichen Irrsinn in unserem Sozialstaat und von den Abgründen ­eines Asyl­systems, das Leute aufnimmt und rundum versorgt, die ungeniert eine Ideologie vertreten, die mit so ziemlich allem auf Kriegsfuss steht, was wir als die Errungenschaften unserer Zivilisation bezeichnen.

Ist es ein Zufall, dass sich die Geschichte ausgerechnet in Nidau zutrug? Ich habe Freunde, die den Ort gut kennen. Sie berichten von Vierteln mit städtischen Subven­tionswohnungen, die speziell für Asylsuchende und Leute aus dem Ausland, die sich hier nicht integrieren können, zur Verfügung gestellt werden. Ein Bekannter erzählt, wie diese Quartiere schleichend verwahr­losen. Die illegalen Migranten, meistens aus Afrika oder aus dem Osten, viele Muslime, schmeissen ihren Abfall aus den Fenstern auf die Strasse oder neben Spielplätze, die mittlerweile mit Zäunen und Bretterverschlägen hermetisch abgeriegelt werden müssen. Die Polizei kommt fast täglich vorbei.

Einer hat von einem Fall gehört, bei dem ein Schweizer Anwohner, als er nach Hause kam, auf einer Einbahnstrasse des Problemviertels von ­einem schwerbewaffneten Ausländer am helllichten Tag mit einem Gewehr unter ­Feuer genommen wurde. Der Vorfall ging glücklicherweise glimpflich aus. Nach seiner Verhaftung rechtfertigte sich der Schütze, er habe den Schweizer halt mit einem anderen verwechselt.

Ist Nidau unsere Zukunft?

Wie man liest, kassierte der mittlerweile pensionierte Dschihad-Prediger Abu Ramadan mit seiner Frau zwischen 2004 und 2016 insgesamt rund 600 000 Franken Sozialhilfe. Das macht jährlich rund 46 000 Franken beziehungsweise 3850 Franken monatlich. Die Zahlen sind der grosse Aufreger, zu Recht, aber man muss sich bewusst sein, dass diese Summen keineswegs den Rahmen sprengen, sondern die Regel bedeuten, den Normalfall.

Ich habe die Rechnung kürzlich für den Kanton Zürich gemacht. Wenn ein Schweizer AHV-Rentner, der vierzig Jahre brav einzahlte, mit 65 in einer Unterländer Gemeinde ­seine Rente bezieht, kommt er auf knapp 2000 Franken monatlich. Ist er verheiratet, gibt es für beide 3000 Franken. Höchstens. Ein 28-jähriger abgewiesener Single-Asyl­bewerber aus Eritrea, den unsere Behörden als vorläufig Aufgenommenen hierbehalten, weil sie ihn nach einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts nicht nach Hause schicken dürfen, obschon er keinen gültigen Asylanspruch hat, kommt in der gleichen ­Gemeinde vom ersten Tag an auf rund 980 Franken Sozialhilfe, dazu 1100 Franken Wohnungsgeld, was zusammen bereits über 2000 Franken ergibt. Steuern zahlt er keine, dafür begleichen wir ihm die Arzt- und Zahnarztrechnungen, ausserdem die Billette für den öffentlichen Verkehr. Hätte der Abgewiesene eine Frau und Kinder mit grossem Integra­tionsaufwand, wäre sein staatlich finanziertes Grundeinkommen bedeutend höher.

Kurzum: Der falsche Flüchtling fährt ­besser als der Schweizer AHV-Rentner.

Wenn der Staat islamistische Hassprediger oder abgewiesene Asylbewerber finanziell grosszügiger behandelt als Schweizer AHV-Bezüger, die sich ihr Leben lang abgerackert ­haben, dann haben wir ein Problem. Man darf es auch Skandal nennen. Beunruhigend ist, dass niemand in Bern einen Plan hat, wie wir aus dieser Misere wieder herauskommen. Der Fall Ramadan zeigt zweitens, dass die Sozialbehörden keine Ahnung haben, wer von ihren Angeboten profitiert. Möglicherweise stimmt es, was man liest, und es wäre heute unmöglich, dass dieser Islamist, der 1998 vor Gaddafi in die Schweiz floh, heute noch ein Asylgesuch bewilligt bekäme. Spielt es eine Rolle? Seit Jahren kommen Tausende, ja Zehntausende von illegalen Migranten aus Schwarz- und Nord­afrika in die Schweiz, unzählige Analphabeten, die meisten lebenslänglich ausserstande, sich selber zu ernähren.

Die zuständigen Bundesbehörden und allen voran Justizministerin Simonetta Sommaruga verbreiten Jubelmeldungen über die ­eigenen Leistungen, während die einfachen Leute da draussen trotz der Propaganda registrieren, dass immer mehr Schwarze und Menschen mit Schleier und Kopftuch die Strassen bevölkern. Mitleidlos schlagen die linken Unterstützer dieser verfehlten Politik mit der Antirassismus­paragrafenkeule zu, wenn sie irgendwo einen Rechten orten, der die Migrationsmissstände unparfümiert beim Namen nennt – und die ­Gerichte helfen ihnen noch ­dabei. Wenn allerdings ein Islamist von der Kanzel herab zur Auslöschung ganzer Religionsgemeinschaften und Zivilisationen aufruft, schweigen markerschütternd diese hochempfindlichen Menschenrechtler.

Die kluge Schweiz-Tunesierin Saïda Keller-­Messahli warnt seit Jahren vor der islamistischen Unterwanderung. Selber Muslimin, neigt sie nicht zu pauschalen Verteufelungen, aber sie benennt mutig die Tendenzen der ­Radikalisierung in der Schweiz. Ihr Vorwurf lautet, dass vor allem die politische Linke die unabweisbaren Fakten nicht zur Kenntnis nehmen will, und zwar einzig und allein deshalb, weil man nicht «islamophob» sein und nicht über ein Thema reden möchte, von dem man annimmt, es könne dem politischen Gegner, der Rechten, der SVP, in die Hände spielen.

Keller-Messahli erzählt, wie sie von der Zürcher SP-Sicherheitsdirektorin Jacqueline Fehr regelrecht zurückgepfiffen wurde, als sie aufdeckte, wie islamistische Kampfprediger in der Strafanstalt Pöschwies junge Häftlinge ­indoktrinierten. Der Fall Biel böte der SP jetzt eine Chance, die alten Tabus und Denkverbote abzulegen, um endlich ungeschminkt über die Probleme zu reden. Setzt die Linke weiter auf Verdrängung, bleibt sie die unfreiwillige Helfershelferin der Islamisten.

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