Intern

Er gehört zu den populärsten Musikern und Moderatoren des Landes, ist ein sympathischer Kerl, an dem Jugendliche ebenso Freude haben wie deren Eltern. Abseits der Bühne allerdings macht er mit radikalen politischen Äusserungen von sich reden; kürzlich beschimpfte er ­politische Gegner öffentlich als «Hurensöhne». David Lukas Kohler, so heisst Knackeboul mit bürgerlichem Namen, ist einer der bekanntesten Exponenten einer linken Szene, die im Glauben, für das Gute zu stehen, sämtliche Hemmungen verliert. Was treibt ihn an? Woher kommt die Feindseligkeit? Rico Bandle zeichnet den Werdegang des Mundart-Rappers nach, der zum Missionar geworden ist. Seite 14


Was steckt hinter dem Skandal um den angeblichen Pferdequälhof im thurgauischen Hefenhofen, der Anfang August in der Massenversteigerung von Pferden und der Schlachtung zahlreicher Kühe kulminierte? Alex Baur stiess bei seinen Recherchen auf einen erbitterten Rechtsstreit zwischen dem Tierschutzaktivisten Erwin Kessler und der Bauernfamilie Kesselring, der schon seit Jahren schwelt. Kessler zog bei der ganzen Medienkampagne insgeheim die Fäden. Einiges weist darauf hin, dass die Vorwürfe der Tierquälerei übertrieben sind. Baur hat ausführlich mit Kessler gesprochen und ihm Gelegenheit gegeben, seine Beweggründe darzulegen. Die Gegenseite wird in der nächsten Ausgabe zu Wort kommen. Seite 38


Im Frühjahr 1999 ist Flavio Cotti aus dem Bundesrat ausgeschieden. Seither sind alle Versuche der italienischen Schweiz, einen Sitz in der Landesregierung zu ergattern, erfolglos geblieben. Im gleichen Zeitraum hat sich die Südschweiz zu einer Problemzone entwickelt. Unser Autor Omar Gisler wohnte während vieler Jahre im Mendrisiotto. Als Journalist und später als Kommunikationschef von Ticino Turismo verfolgte er, wie Grenzgänger auf den Tessiner ­Arbeitsmarkt drängten, wie Firmenchefs die frontalieri mit Dumpinglöhnen köderten und einheimische Arbeitnehmer unter Druck ge­rieten. Gisler, der inzwischen mit seiner Familie in die Deutschschweiz umgesiedelt ist, zeichnet ein präzises, ungeschöntes Bild eines Kantons, der neuerdings als Armenhaus der Nation bezeichnet werden muss. Was könnte Ignazio Cassis für seinen Heimatkanton erwirken, wenn er in den Bundesrat gewählt würde? Wir haben nachgefragt. Seite 30–32


Man muss kein Schweizer sein, um an die Segnungen der Schweizer Demokratie erinnert zu werden – es reicht, längere Zeit in der Schweiz gelebt zu haben. Wolfgang Koydl hatte ein ­solches Aha-Erlebnis bei einem Wahlkampf­auftritt von Angela Merkel. Als die Kanzlerin ihre Zuhörer daran erinnerte, dass sie «einmal alle vier Jahre» die Chance hätten, mitzubestimmen, zuckte ihm der sarkastische Gedanke durch den Kopf: «Echt jetzt? So oft?» Seite 44



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